Baumpflanzaktion

Baumpflanzaktion

Gemeinsam mit ihren Klassenlehrern haben jetzt die Fünftklässler unserer Schule „ihren“ Baum im Park auf dem Schulgelände gepflanzt. Diese Aktion ist eine längst fest etablierte Tradition an unserer Schule, die nicht nur dazu beiträgt, dass unsere Schule auch langfristig eine Schule im Grünen bleibt und den schuleigenen Park weiter bereichert. Der gepflanzte Baum wird die Schülerinnen und Schüler auch während ihrer Schulzeit am Archi und weit darüber hinaus begleiten und mit der Schule verbinden.

Gespendet hat den Baum – eine Robinie, Baum des Jahres 2020 – auch dieses Jahr die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Abteilung Soest. Schnell war ein passender Standort gefunden und die Robinie von den jungen Schülerinnen und Schülern mit Unterstützung der Vertreter der Schutzgemeinschaft Graf von Plettenberg, Dr. Haumann und Herr Schümmer gepflanzt. Neugierig, was „ihren“ Baum besonders macht, hatten die  Schüler rasch die Gäste in ein interessantes Gespräch über die Eigenarten der Robinie und die momentan prekäre Situation des Waldes verwickelt. Die Robinie kommt sehr gut mit kargen und trockenen Verhältnissen zurecht und trotzt auch dem Borkenkäfer. Zudem wächst die gerade in den ersten Jahrzehnten stark. Alles gute Voraussetzungen, um den diesjährigen Fünftklässlern und auch allen anderen Archianern viel Freude zu machen und unsere ohnehin schon grüne Schule noch weiter zu bereichern.

Turing Tumble – Computer mit Murmelantrieb

Turing Tumble – Computer mit Murmelantrieb

Interessierte Schülerinnen und Schüler der 6D durften am 28. Oktober 2020 in einer Kooperation des Archigymnasiums mit dem Soester StadtLABOR spielerisch entdecken, wie ein Computer arbeitet. Sie nutzten dabei das von Prof. Paul Boswell entwickelte Murmelspiel „Turing Tumble“, mithilfe dessen Schülerinnen und Schüler mechanische Computer in Form von Murmelbahnen bauen, die Logikrätsel lösen. Da es sich um Schülerinnen und Schüler einer Tabletklasse handelte, wurden neben dem Turing Tumble-Set „zum Anfassen“ auch digitale Murmelbahnen auf den iPads gebaut und ausprobiert.

Der Workshop, der von den Lehrkräften Frau Winkler und Herrn Schnell in Kooperation mit Frau Söllner vom StadtLABOR geleitet wurde, konnte mit zehn Schülerinnen und Schülern der Klasse in den Räumlichkeiten des StadtLABORs durchgeführt werden, die neben der besonderen Atmosphäre auch einige Anregungen und eine Ausstellung zum Thema Digitalisierung zu bieten hatten.

Nach der Vorstellung des StadtLABORs und einer ersten Einführung in das Bedienen der Software auf den Tablets konnten die Schülerinnen und Schüler in Zweier-Teams mit der Bearbeitung erster Rätsel loslegen. Dabei sollten sie vorgegebene Anfangskonfigurationen so mit Fallzielen, Kreuzungen, Bits oder Fängern ergänzen, dass eine bestimmte Farbausgabe der Murmeln erschien. Schnell war das Interesse der Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer geweckt: Es wurde ausprobiert, gestaltet, gespielt und getüftelt. Ganz nebenbei lernten die Kinder dabei nicht nur, wie einzelne Elemente eines Computers mit elektrischen Signalen miteinander kommunizieren, sondern auch, wie Programme gestoppt werden, was bedingte Verzweigungen sind und wie man binär zählt. Diese Erkenntnisse zu Computern und deren Arbeitsweise wurden in zwei zentralen Transfer-Besprechungen gesammelt und gemeinsam aufgearbeitet.

Die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler am Ende fiel durchweg positiv aus. Alle Teilnehmer beteuerten, dass es ihnen Spaß gemacht habe und dass die zu lösenden Rätsel interessant waren, sodass es am Ende niemandem auffiel, dass man sich anderthalb Stunden am Nachmittag mit sehr komplexen informatischen Inhalten auseinandergesetzt hatte. Darum freuen wir uns auf mögliche Folgeveranstaltungen am Archi, bei denen weitere Rätsel gelöst und Murmel-Computer gebaut werden können.

Gedanken-Galaxie

Gedanken-Galaxie

Die Klasse 8c holt ferne Sternensysteme in ihren Klassenraum. Künstlerin Karolina Hajok begleitete die Schüler*innen der 8c und deren Klassenlehrerin Sandra Gerling bei dem Projekt „Klassenraumgestaltung“.

Eine Vielzahl spannender Entwürfe der Schüler*innen mussten zu einem Gesamtkunstwerk vereint werden. Keine leichte Aufgabe. Bei der Suche nach einem Kompromiss landete die Klasse bei Wilhelm Schlote – Zeichner, Cartoonist und Kinderbuchautor. In Schlotes Stil viele Ideen der Schüler*innen aufzugreifen führte zu dem beeindruckenden Ergebnis, das jetzt im Raum 1.3.3.8 zu bestaunen ist.

Wilhelm Schlote, bekannt durch seine Stadtplakat-Reihe, will die Klasse noch besuchen, das Ergebnis in Augenschein nehmen und eine exklusive Kunststunde geben.

Aufgabenformate in digitalen und hybriden Kontexten

Aufgabenformate in digitalen und hybriden Kontexten

Das selbstgesteuerte Lernen fördern – Lernarrangememnts so planen und entwickeln, dass sie sowohl im Präsenzunterricht als auch für das Lernen auf Distanz – also hybrid – einsetzbar sind, das waren die zentralen Fragen unserer schulinternen Lehrerfortbildung.

In der gegenwärtigen Situation ist es für Schülerinnen und Schüler, vor allem wenn es erneut zu (partiellen) Schulschließungen kommt, von erheblicher Bedeutung Lerninhalte selbständig erarbeiten zu können. In Zeiten des Lernens auf Distanz ist es notwendig, dass Schüler*innen abwechslungsreiche Aufgaben bekommen, die für sie leistbar und motivierend sind. Darauf möglichst gut vorbereitet zu sein ist und ein wichtiges Anliegen, weshalb wir uns diesem Thema in einer umfangreichen Fortbildung gewidmet haben.

Für das ganztägige Praxisseminar konnten wir das Baumgartner Institut für Unterrichtsentwicklung und Evaluation gewinnen.

Archi-Jägerken enthüllt

Archi-Jägerken enthüllt

Ende September war es endlich so weit, in Gegenwart der geladenen Künstler, Sponsoren, der Jury und Freunden des Archigymnasiums konnte unser Archi-Jägerken vor dem historischen Eingang der Öffentlichkeit präsentiert werden. 

Mit dabei  im Rahmen dieser feierlichen Zeremonie waren Herr Moritz als amtierendes und frisch im Amt bestätigtes Soester Jägerken, unsere neue Soester Bördekönigin Frau Plange bei ihrem ersten Auftritt im neuen Amt, sowie Herr Dr. Ruthemeyer als Bürgermeister.

Bevor allerdings die Würdenträger der Stadt zur Tat schreiten konnten, beleuchtete Herr Moritz in seiner Rede die historische Person des Jägerkens. Herr Schnell berichtete über die verschiedenen Kampagnen zur Finanzierung des Vorhabens u.a. eines umfangreichen virtuellen Kleider- und Organhandels und Frau Gerling über die Quadratur des Kreises bei der Auswahl der Preisträger zum Designwettbewerb. Herr Dr. Ruthemeyer drückte seine Freude darüber aus, dass die vor Jahren initiierte Idee der Jägerkenfigur als Identifikationsfigur der Stadt hier wieder aufgegriffen wurde und mithilfe vielfältigen und kreativer Beiträge ganz neue gelebt wurde. Danach traten die Würdenträger in Aktion und enthüllten den neuen Blickfang. Herrn Hilchenbach gebührte im Anschluss die Ehre als Sieger in der Kategorie Design-Gesamtkonzept die vielen symbolhaften Details am enthüllten Original zu Anwesenden genau darzulegen.     

Und hier noch ein Rückblick: 

Zur Projektidee: Auf der Suche nach einem Eyecatcher für die „Schaufensterfassade“ des Archi an der Niederbergheimer Straße wurde vor knapp einem Jahr die Idee geboren, ein Bildungs-Jägerken zu gestalten. 
 
Mithilfe des Soest Marketings und Karsten Ludwig von der State of Art-Agentur ist es uns tatsächlich gelungen, den letzten noch verbliebenen, etwas angestaubten Rohling aus den Tiefen des Künstlerateliers auszugraben und für das Archi zu sichern. 

Im Rahmen einer Sponsorenaktion konnten neben einigen Hauptförderern – dank eines schwunghaften, virtuellen Kleider-& Organhandels – auch zahlreiche weitere Förderer für das Projekt gewonnen werden:

So wurde z.B. die aktuelle Klasse 7a nach einer Kuchen- und Getränkeaktion stolzer Besitzer des Jägerken- Hutes. Die silberne Abiturientia (Abi 1995) erwarb den „linken Arm mit Daumen hoch“, viele vermutlich nostalgisch gestimmte Englischlehrkräfte sicherten sich im sich anbahnenden Brexit einen der Europasterne auf der Pluderhose und das Kollegium bedankte sich für das Wirken des scheidenden Schulleiters, Herrn Papenheim, mit der Schenkung des Herzens im Sinne „im Herzen immer ein Archianer“ (weitere Details siehe auch Sponsorentafel im Anhang). Aber auch das langjährige Wirken des amtierenden kommissarischen Schulleiters Herr Roß für das Archi würdigte das Kollegium mit der Schenkung der Augen und Ohren im Sinne von „Immer ein offenes Ohr und alles im Blick“. 
 
Das endgültige Design des neuen Bildungs-Jägerkens sollte sich an den Gewinnerentwurf eines dazu ausgeschriebenen Designwettbewerbs anlehnen. Der Dank geht hier an eine Vielzahl schöner und kreativer Beiträge, die es der aus Schülern, Eltern und Kunstlehrerinnen besetzen Jury nicht leicht machte. Lennart Hilchenbach ging als eindeutiger Gewinner in der Kategorie Gesamtkonzept hervor. Ihm gelang es im Anschluss, Ideen der Sonderpreisträger*innen in den abschließenden Entwurf zu integrieren. 

Hierzu noch ein paar spannende Details:

  • Der Gegensatz von jung & alt: Graue Locken in Anspielung auf das Gründungsjahr 1534 und Sneaker statt Stiefel als Bild der Moderne.
  • Die Backsteine als prägendes Bild des Altbaus, aber auch als Symbol für die Fundamente der Schule: Ein amtierender Lateinlehrer stiftete den untersten Backstein in Anspielung auf die Ursprünge als Lateinschule im Jahr 1534.  
  • Die Sterne auf der europablauen Hose und der MINT-Nagellack als Symbole für zwei unserer Bildungsschwerpunkte: Europaschule und MINT-freundliche Schule.
  • Das Gürtelmotiv mit seinen vielen farbigen Quadraten in Anspielung auf die Bedeutung der Vielfalt an der Schule oder, wie es die SV gerne formuliert, „Das Archi ist bunt!“.
  •  Das Ruder in der Hand in Bezug auf unser Landheim am Möhnesee, das auch als wichtiger Anlaufpunkt für unsere ehemaligen Schüler*innen und alle gern willkommenen Gäste von Bedeutung ist. 

Sandra Gerling und Patrick Schnell

3D-Drucker selbstgebaut

3D-Drucker selbstgebaut

Archischüler*innen bauen einen Schul-3D-Drucker in Kooperation mit dem StadtLabor, dem zdi und Kleegräfe Elektroinstallation

3D-Druck bietet für eine Schule viele interessante und motivierende Aspekte. So wird das räumliche Vorstellungsvermögen geschult, indem Modelle zunächst am PC in 2D entworfen und später durch den Drucker in 3D gedruckt werden. Außerdem können durch den Drucker notwendige Bauteile im Rahmen von Mikrocontroller-Projekten im Informatikunterricht hergestellt werden. So erhöht sich die Bandbreite der umsetzbaren Projekte deutlich.

Im Rahmen eines Workshops am digitalen StadtLabor bauten am letzten Wochenende Archi-Schüler*innen aus zwei Teams der Forscher- & Tüftler-AG des Archigymnasiums in Kooperation mit Patrick Sauermann von Kleegräfe Elektroinstallation und dem zdi einen 3D-Drucker aus mehr als 100 Einzelteilen inklusive aller Sicherheitseinrichtungen zusammen.

Zielsetzung für die beteiligten Schüler*innen war es, mit Geduld und Gewissenhaftigkeit und unter Aufsicht eines Elektrikers nicht nur Spaß beim Zusammenbau des 3D-Druckers zu erleben, sondern auch ihr technisches Verständnis zu erweitern. Sie konnten diese komplexe Aufgabe, von Anfang bis Ende, weitestgehend eigenständig durchführen. 

Zudem erfuhren Sie einiges zum Berufsfeld eines Elektrikers und den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten aus erster Hand. Das zdi förderte den Workshop als Baustein einer vertieften Berufsorientierungsmaßnahme.

Als „Belohnung“ stand am Ende und nach der technischen Abnahme ein selbst gebauter, voll funktionsfähiger 3D-Drucker, welcher einsatzbereit auch den Anforderungen von Schulen entspricht.

Nicht nur die Schüler*innen des aktuellen Teams, sondern auch die Mitschüler*innen freuen sich bereits, in den bald folgenden Workshops 3D-Druck-Objekte zu entwerfen und im Druck auch umzusetzen.

Patrick Schnell und Daniel Stark