Turing Tumble – Computer mit Murmelantrieb

Turing Tumble – Computer mit Murmelantrieb

Interessierte Schülerinnen und Schüler der 6D durften am 28. Oktober 2020 in einer Kooperation des Archigymnasiums mit dem Soester StadtLABOR spielerisch entdecken, wie ein Computer arbeitet. Sie nutzten dabei das von Prof. Paul Boswell entwickelte Murmelspiel „Turing Tumble“, mithilfe dessen Schülerinnen und Schüler mechanische Computer in Form von Murmelbahnen bauen, die Logikrätsel lösen. Da es sich um Schülerinnen und Schüler einer Tabletklasse handelte, wurden neben dem Turing Tumble-Set „zum Anfassen“ auch digitale Murmelbahnen auf den iPads gebaut und ausprobiert.

Der Workshop, der von den Lehrkräften Frau Winkler und Herrn Schnell in Kooperation mit Frau Söllner vom StadtLABOR geleitet wurde, konnte mit zehn Schülerinnen und Schülern der Klasse in den Räumlichkeiten des StadtLABORs durchgeführt werden, die neben der besonderen Atmosphäre auch einige Anregungen und eine Ausstellung zum Thema Digitalisierung zu bieten hatten.

Nach der Vorstellung des StadtLABORs und einer ersten Einführung in das Bedienen der Software auf den Tablets konnten die Schülerinnen und Schüler in Zweier-Teams mit der Bearbeitung erster Rätsel loslegen. Dabei sollten sie vorgegebene Anfangskonfigurationen so mit Fallzielen, Kreuzungen, Bits oder Fängern ergänzen, dass eine bestimmte Farbausgabe der Murmeln erschien. Schnell war das Interesse der Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer geweckt: Es wurde ausprobiert, gestaltet, gespielt und getüftelt. Ganz nebenbei lernten die Kinder dabei nicht nur, wie einzelne Elemente eines Computers mit elektrischen Signalen miteinander kommunizieren, sondern auch, wie Programme gestoppt werden, was bedingte Verzweigungen sind und wie man binär zählt. Diese Erkenntnisse zu Computern und deren Arbeitsweise wurden in zwei zentralen Transfer-Besprechungen gesammelt und gemeinsam aufgearbeitet.

Die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler am Ende fiel durchweg positiv aus. Alle Teilnehmer beteuerten, dass es ihnen Spaß gemacht habe und dass die zu lösenden Rätsel interessant waren, sodass es am Ende niemandem auffiel, dass man sich anderthalb Stunden am Nachmittag mit sehr komplexen informatischen Inhalten auseinandergesetzt hatte. Darum freuen wir uns auf mögliche Folgeveranstaltungen am Archi, bei denen weitere Rätsel gelöst und Murmel-Computer gebaut werden können.

3D-Drucker selbstgebaut

3D-Drucker selbstgebaut

Archischüler*innen bauen einen Schul-3D-Drucker in Kooperation mit dem StadtLabor, dem zdi und Kleegräfe Elektroinstallation

3D-Druck bietet für eine Schule viele interessante und motivierende Aspekte. So wird das räumliche Vorstellungsvermögen geschult, indem Modelle zunächst am PC in 2D entworfen und später durch den Drucker in 3D gedruckt werden. Außerdem können durch den Drucker notwendige Bauteile im Rahmen von Mikrocontroller-Projekten im Informatikunterricht hergestellt werden. So erhöht sich die Bandbreite der umsetzbaren Projekte deutlich.

Im Rahmen eines Workshops am digitalen StadtLabor bauten am letzten Wochenende Archi-Schüler*innen aus zwei Teams der Forscher- & Tüftler-AG des Archigymnasiums in Kooperation mit Patrick Sauermann von Kleegräfe Elektroinstallation und dem zdi einen 3D-Drucker aus mehr als 100 Einzelteilen inklusive aller Sicherheitseinrichtungen zusammen.

Zielsetzung für die beteiligten Schüler*innen war es, mit Geduld und Gewissenhaftigkeit und unter Aufsicht eines Elektrikers nicht nur Spaß beim Zusammenbau des 3D-Druckers zu erleben, sondern auch ihr technisches Verständnis zu erweitern. Sie konnten diese komplexe Aufgabe, von Anfang bis Ende, weitestgehend eigenständig durchführen. 

Zudem erfuhren Sie einiges zum Berufsfeld eines Elektrikers und den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten aus erster Hand. Das zdi förderte den Workshop als Baustein einer vertieften Berufsorientierungsmaßnahme.

Als „Belohnung“ stand am Ende und nach der technischen Abnahme ein selbst gebauter, voll funktionsfähiger 3D-Drucker, welcher einsatzbereit auch den Anforderungen von Schulen entspricht.

Nicht nur die Schüler*innen des aktuellen Teams, sondern auch die Mitschüler*innen freuen sich bereits, in den bald folgenden Workshops 3D-Druck-Objekte zu entwerfen und im Druck auch umzusetzen.

Patrick Schnell und Daniel Stark

Julius Ide erfolgreich bei bundesweitem Informatikwettbewerb

Julius Ide erfolgreich bei bundesweitem Informatikwettbewerb

Wir sind stolz, dass mit Julius Ide erneut ein Archi Schüler an der Endrunde des Bundeswettbewerbs Informatik teilnehmen konnte. Von fast 1500 Teilnehmer*innen haben es nur die talentiertesten 23 bis in die Endrunde geschafft. – Herzlichen Glückwunsch.

Coronabedingt wurde die Endrunde des 38. Bundeswettbewerbs Informatik in diesem Jahr online ausgetragen. Ausrichter der Endrunde war das Department Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). „Ich habe neue und interessante Erfahrungen gemacht und viele andere Informatik-Talente kennen gelernt. Die Teilnahme hat mich motiviert, mich weiter mit Informatik zu beschäftigen“, erklärte Julius.

Der 38. Bundeswettbewerb Informatik

Der Bundeswettbewerb Informatik, an dem seit 1980 jährlich über 1.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, besteht aus drei Runden und erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr.

In den ersten beiden Runden des 38. Bundeswettbewerbs hatten die Jugendlichen u.a. Programme zur idealen Bepflanzung von Blumenbeeten geschrieben und für die sichere Energieversorgung eines Roboters gesorgt. Bereits die erste Runde eröffnete die Chance zur Teilnahme an den attraktiven Workshops, die von Hochschulen und namhaften Unternehmen angeboten wurden. Hier sammelten die Nachwuchstalente wertvolle Praxiserfahrung und knüpften Kontakte. Allerdings mussten in diesem Jahr viele der Workshops wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Das Finale

Die besten 23 Teilnehmenden des 38. Bundeswettbewerbs wurden zum Online-Finale eingeladen. „An zwei Tagen des Finales musste  Julius im Team anspruchsvolle Aufgaben bearbeiten und die Lösungen einer Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren. In Einzelgesprächen wurden Wissen, insbesondere aber auch die Problemlösungs-Kompetenz der Schülerinnen und Schüler, geprüft. Hier hat Julius. starke Leistungen gezeigt“, so Marcus Roß, Informatiklehrer am Archi. Die erste Aufgabe beschäftigte sich mit der Logik hinter dem „Schweizer System“ zur Durchführung von Schachturnieren, in der zweiten waren Protokolle für sicheren, verschlüsselten Austausch von Nachrichten zu erstellen.

„Wir freuen uns, dass mit Julius ein Schüler vom Archi in diesem anspruchsvollen Wettbewerb das Finale erreicht hat. Darauf kann er schon stolz sein“, schwärmt Marcus Roß. Auch der Juryvorsitzende, Prof. Dr. Christoph Weidenbach von der Universität Lübeck, unterstreicht die Leistung: „Wissen und Fähigkeiten der Finalisten haben auch in diesem Jahr gezeigt, dass der Bundeswettbewerb Informatik es immer wieder schafft, Spitzentalente zu entdecken“.

Der Bundeswettbewerb Informatik ist der traditionsreichste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) und richtet sich an Jugendliche bis 21 Jahre, die sich noch nicht in einem Studium bzw. einer Berufstätigkeit befinden. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik zu wecken sowie Informatik-Talente zu entdecken und zu fördern. Mit dieser Zielsetzung richtet BWINF neben dem Bundeswettbewerb zwei weitere Schülerwettbewerbe aus: den Informatik-Biber und den Jugendwettbewerb Informatik. BWINF ist darüber hinaus für die Auswahl und Teilnahme des deutschen Teams bei der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) verantwortlich. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Träger sind die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und das Max-Planck-Institut für Informatik. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe sind von der Kultusministerkonferenz geförderte Schülerwettbewerbe und stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Ausflug zum HNF

Ausflug zum HNF

Da ein Team aus der Klasse 6d mit Erik Delker, Oskar Gerling, Julius Königs, Celina Ohling und Anna Reiman im letzten September erfolgreich am Bayer-Wettbewerb teilgenommen hatten und dabei den ersten Platz belegten, fuhr die ganze Klasse 6d im Rahmen einer MINT-Exkursion am Dienstag dem 8.1.2020 nach Paderborn zum Heinz Nixdorf MuseumForum.

Der Tag dort startete mit einer teambildenden Sporteinheit im nahe gelegenen Ahorn-Sportpark. Dort lernte die Klasse mit verschiedenen Spielen und Übungen, wie man besser zusammen arbeiten kann. Ein Highlight hierbei war eine Übung, bei der jeder über eine von den Mitschülern gespannte Slack-Line laufen durfte. 

Anschließend gönnten sich die Kinder eine Pause auf dem Abenteuer Spielplatz am Sportpark und wanderten dann mit Frau Geisweid, Frau Dahlhoff und Frau Bölts als begleitende Lehrerinnen zurück zum HNF. Dort warteten zwei Führer auf die Schülerinnen und Schüler der Klasse für eine Museumsführung durch die Geschichte der Computer, von der Tontafel bis hin zu unserer Zukunft, den Robotern.
Anschließend gab es einen dreistündigen Workshop im Coolmint-Schülerlabor, bei dem die Schüler lernten mit einem Computerprogramm namens Scratch Animationen und Spiele zu programmieren. Am Anfang bekamen die Schüler eine Anleitung für das Programm, doch später durften sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Nach einem sehr langen Tag stiegen die Kinder gegen 18 Uhr glücklich aus dem Bus am Archi aus und wurden von den Eltern in Empfang genommen oder fuhren/gingen allein nach Hause.
Insgesamt war es ein gelungener Ausflug und die Schüler würden es anderen Klassen empfehlen.

Erik Delker, Oskar Gerling, Frederik Hense, Julius Königs und Prasham Rajeevan

TouchTomorrow-Truck besucht das Archi

TouchTomorrow-Truck besucht das Archi

Wie in den Pflegschaftsabenden bereits angekündigt, ist es uns gelungen im November den TouchTomorrow-Truck der Dr. Hans Riegel-Stiftung ans Archi zu lotsen, wo er dann seine Türen für uns öffnen wird.
Die Stationen im Truck vermitteln laut Anbieter nicht nur MINT-Inhalte und Zukunftsthemen, sondern stellen diese auch in einen konkreten Kontext zu Ausbildungs- und Berufsperspektiven. Die Schülerinnen und Schüler erfahren auf diese Weise nicht nur Neues und Spannendes über MINT-Themen, sondern sammeln im Truck zudem Informationen zu Berufswegen und –feldern.

Im Hinblick auf die anstehenden Wahlpflicht-Kurswahlen zur Jahrgangstufe 8 bzw. im Vorfeld der Kurswahlen zur Q1 erschien es uns sinnvoll, vorrangig den SchülerInnen der Jahrgangstufen 7 und 10 (Eph) einen längeren Besuch des Trucks zu ermöglichen. Sie werden dort in Kleingruppen rotierend verschiedene Themen aus Naturwissenschaft und Technik und der dazugehörenden Arbeitswelt erarbeiten. Die Moderation erfolgt durch versierte Naturwissenschaftler der Stiftung.
Die gemeinnützige Dr. Hans Riegel-Stiftung gestaltet Bildungsprojekt im MINT-Bereich an der Schnittstelle von Schule zu Hochschule. Der Truck versteht sich laut Anbieter als mobiles Bildungsangebot ohne Werbe- und PR-Funktion. Für den Besuch des Trucks ist für Schulklassen eine Einverständniserklärung der Eltern notwendig. Die Stiftung behält sich vor, Bilder und Videos vom Truckbesuch für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit sowie für Informations- und Bildungsinhalte der Stiftung zu verarbeiten und zu nutzen.
Während der Besuchs des Trucks innerhalb der Woche den genannten Schülergruppen vorbehalten ist, besteht am Samstag, den 23. November, unserem Tag der offenen Tür am Archi, zwischen 10.00 und 14.00 Uhr für alle SchülerInnen, Eltern und Gäste die Möglichkeit den Truck mit all seiner Technik auch spontan, dafür aber sicherlich auch nicht allein zu besuchen.
Weitere Informationen zum Truck u.a. Stimmen zum Truckbesuch und Videos finden sich unter www.touch-tomorrow.de.


Mit freundlichen Grüßen

Amelie Habersetzer und Patrick Schnell
(MINT-Koordination)

Ingenieur für ein Jahr

Ingenieur für ein Jahr

„Greifen, Position bestimmen und einer Reihenfolge getreu ablegen.“ Das war das Motto des diesjährigen Projekts „Ingenieur für ein Jahr“. Zum zweiten Mal erlebten einige Schülerinnen und Schüler der Stufe 9 ein interessantes und lehrreiches Schuljahr bei der Firma Ohrmann Montagetechnik. Ergänzt wurde diese Zeit durch ein zweiwöchiges Praktikum im April.

Bei der diesjährigen Kooperation zwischen dem Archigymnasium und Ohrmann Montagetechnik nahmen Sam Breitenstein, Frederik Deisel, Jan Niklas Brockhausen, Eike Christian Flath, Johanna Höhne, Puveesan Nesananthan, Max Ratzlaff, Arne Sander, Alischa Schulz und Vincent Villbusch teil. Im ersten Halbjahr wurden uns zunächst theoretische Grundkenntnisse durch den Chef und Gründer des Unternehmens, Herrn Ohrmann, vermittelt. Mit seiner Unterstützung trafen wir uns jeden Mittwoch in der 8/9. Stunde und erlernten die Grundlagen des technischen Zeichnens und der Pneumatik. Begonnen haben wir mit simplen Übungen zum räumlichen Vorstellungsvermögen. Zum Beispiel den unterschiedlichen Dimensionen der Ansicht eines Bauteiles. Nach weiteren Zeichenstunden befassten wir uns mit der Pneumatik. Dies beinhaltete, wie die Pneumatik funktioniert, die verschiedenen Ventile, die Logik und das Zeichnen von Schaltplänen. Schließlich ging es zu Firma Ohrmann. Hier wir wurden herzlich von den Mitarbeitern empfangen, mit Spannung erwarteten wir unsere Aufgabe:
Diese bestand darin, beliebig liegende Würfel mit einem Roboterarm aus einem Magazin zu nehmen und in eine Prüfvorrichtung zu legen. In dieser wird die Lage des Würfels erkannt und anhand dieser Daten dann in gleicher Ausrichtung (Die vier nach oben, die sechs nach vorne) übereinandergelegt. Was sich zuerst einfach anhörte, erforderte viel Geduld, viel technisches Verständnis, gut e Teamarbeit und Absprachen. Wir teilten die Aufgabe in Unterthemen und auch die Gruppe gliederte sich in verschiedene Aufgabengebiete. So ergaben sich drei Teams mit den Schwerpunkten: Mechanik, Programmierung und Pneumatik.

Neben der Lösung unsere Projektaufgabe, hatten wir die Möglichkeit die verschiedenen Abteilungen der Firma kennenzulernen. Dazu gehörten beispielsweise die Fertigung, der Vertrieb, sowie die Konstruktion. Wir durften praktisch arbeiten und Dinge ausprobieren, die wir sonst wahrscheinlich niemals hätten machen können, wie bohren, sägen oder mit CAD zeichnen.Die Firma bietet viele Ausbildungsberufe an und ist unter anderem auch für einen Maschinenbau-Ingenieur/-in oder einen Betriebswirt/-in ein interessanter Arbeitgeber.

Abschließend lässt sich sagen, dass wir alle sehr viel gelernt haben. Wir alle konnten unsere Berufswünsche konkretisieren und unsere Fähigkeiten ausarbeiten. Wir möchten uns bei der Firma Ohrmann für diese großartige Chance bedanken und hoffen, dass auch im nächsten Schuljahr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, diese Erfahrungen zu machen!
Natürlich bedanken wir uns auch bei den Mitarbeitern und Azubis der Firma, die uns immer helfend bei Seite standen und dafür gesorgt haben, dass der Spaß nicht zu kurz kam. Unser Dank gilt aber auch Herrn Stark für die Begleitung des Projekts.

Johanna Höhne und Alischa Schulz