„And the Oscar goes to…“ Was hat der Archi-Award mit Preisen wie dem Oscar zu tun? Natürlich gewinnt den Archi-Award niemand, weil er als Schauspieler hervorsticht. Stattdessen haben die Gewinner*innen des Archi-Awards sich alle für die Schule und ihre Schüler*innen eingesetzt. 2014 wurde der Archi-Award als jährliche Preisverleihung eingeführt, damit diejenigen, die sich besonders für das Archi engagieren, gewürdigt werden. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft haben die Möglichkeit, eine Person zu nominieren, die mit dem Preis ausgezeichnet werden soll. Aus der großen Menge der Nominierungen die Preisträger*innen auszuwählen ist die anspruchsvolle Aufgabe der Jury, die aus Vertreter*innen der Eltern- Schüler- und Lehrerschaft sowie dem Förderverein besteht.
Im Jahr 2019 wurden folgende Archi-Awards verliehen:
Herr Cölestin Uhrmann für die Konzeption und Durchführung des Projektes Ingenieur für ein Jahr
Frau Fait, Frau Richthoff, Frau Wiegelmann und Frau Pankoke stellvertretend für die erfolgreiche Bewerbung und Zertifizierung als Europaschule
Die AG Schülerbücherei für die langjährige Betreuung unserer Schülerbücherei und die aktive Leseförderung
Die Astro AG für den Aufbau des Planetenweges und die erfolgreiche Durchführung des Projektes Stratosphärenballon 2.0
Im Namen der gesamten Schulgemeinschaft bedankte sich Herr Papenheim sehr herzlich bei den diesjährigen Preisträgern des Archi Awards für ihr außerordentliches Engagement zum Wohle des Schullebens. Mit dem Preis wurden auch dieses Jahr wieder viele der besonderen, kreativen und außergewöhnlichen Leistungen, die das Leben am Archi bereichern und unsere Schule zu einer lebenswerten und lebendigen Schule werden lassen.
Weronika Chrusciel wurde für die langjährige Leitung der Japan-AG und der Schülerzeitung ausgezeichnet. Lennart Effenberger und Linda Wegner erhielten den Preis für ihren vielfältigen Einsatz für die Schule. Dorian Krillekes professionelle Betreuung der Licht- und Tontechnik wurde durch die Auszeichnung hervorgehoben. Die Leistungskurse Mathematik der Q2 erhielten den Award als Dank für die Betreuung der Mathematik-Ausstellung „Mathematikum“.
„Erfolgreich, herausragend, kreativ, professionell, unermüdlich und vielfältig“, so beschrieb der Schulleiter Herr Papenheim die diesjährigen Preisträger des Archi-Awards. Am Tag der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse wurden gleich 22 Preisträger geehrt, die sich an verschiedenen Stellen um das Schulleben am Archi verdient gemacht haben.
Die Preisträger:
Kimberly Richter, Madita Böhmer, Sophie Müller, Samuel Roß, Mert Gökce, Anna Heitmann, Julien Becker, Leon Köster, Felix Haverland – für ihren unermüdlichen Einsatz bei Planung, Bau und Gestaltung der Palettenmöbel für unsere Pausenhalle.
Tom Erpelding, Aron Schliep, Jannis Wassiljew, Florenz-Schulze Ardey, Anna Schulze-Ardey, Theresa Gérard, Neele Haupthoff, Gabi Dorzweiler – für die kreative und professionelle Produktion des aktuellen Imagevideos für unsere Schule
Alyssa Ritzinger, Paula Janzen Gallego, Marlene Schnell, Tom Erpelding, Jannis Wassiljew, Jan Lukas Hobrock, Aron Schliep, Antonia Kleinschmidt – für die überaus erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Tag der Chemie 2017“ (mit dem Preisgeld in Höhe von 4500,-€ konnte die technische Ausstattung der Schule im Bereich der MINT Fächer deutlich verbessert werden)
Hildegard Schuster – für ihr vielfältiges, herausragendes Engagement auch über den aktiven Schuldienst hinaus
Ende September war es endlich so weit, in Gegenwart der geladenen Künstler, Sponsoren, der Jury und Freunden des Archigymnasiums konnte unser Archi-Jägerken vor dem historischen Eingang der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Mit dabei im Rahmen dieser feierlichen Zeremonie waren Herr Moritz als amtierendes und frisch im Amt bestätigtes Soester Jägerken, unsere neue Soester Bördekönigin Frau Plange bei ihrem ersten Auftritt im neuen Amt, sowie Herr Dr. Ruthemeyer als Bürgermeister.
Bevor allerdings die Würdenträger der Stadt zur Tat schreiten konnten, beleuchtete Herr Moritz in seiner Rede die historische Person des Jägerkens. Herr Schnell berichtete über die verschiedenen Kampagnen zur Finanzierung des Vorhabens u.a. eines umfangreichen virtuellen Kleider- und Organhandels und Frau Gerling über die Quadratur des Kreises bei der Auswahl der Preisträger zum Designwettbewerb. Herr Dr. Ruthemeyer drückte seine Freude darüber aus, dass die vor Jahren initiierte Idee der Jägerkenfigur als Identifikationsfigur der Stadt hier wieder aufgegriffen wurde und mithilfe vielfältigen und kreativer Beiträge ganz neue gelebt wurde. Danach traten die Würdenträger in Aktion und enthüllten den neuen Blickfang. Herrn Hilchenbach gebührte im Anschluss die Ehre als Sieger in der Kategorie Design-Gesamtkonzept die vielen symbolhaften Details am enthüllten Original zu Anwesenden genau darzulegen.
Und hier noch ein Rückblick:
Zur Projektidee: Auf der Suche nach einem Eyecatcher für die „Schaufensterfassade“ des Archi an der Niederbergheimer Straße wurde vor knapp einem Jahr die Idee geboren, ein Bildungs-Jägerken zu gestalten.
Mithilfe des Soest Marketings und Karsten Ludwig von der State of Art-Agentur ist es uns tatsächlich gelungen, den letzten noch verbliebenen, etwas angestaubten Rohling aus den Tiefen des Künstlerateliers auszugraben und für das Archi zu sichern.
Im Rahmen einer Sponsorenaktion konnten neben einigen Hauptförderern – dank eines schwunghaften, virtuellen Kleider-& Organhandels – auch zahlreiche weitere Förderer für das Projekt gewonnen werden:
So wurde z.B. die aktuelle Klasse 7a nach einer Kuchen- und Getränkeaktion stolzer Besitzer des Jägerken- Hutes. Die silberne Abiturientia (Abi 1995) erwarb den „linken Arm mit Daumen hoch“, viele vermutlich nostalgisch gestimmte Englischlehrkräfte sicherten sich im sich anbahnenden Brexit einen der Europasterne auf der Pluderhose und das Kollegium bedankte sich für das Wirken des scheidenden Schulleiters, Herrn Papenheim, mit der Schenkung des Herzens im Sinne „im Herzen immer ein Archianer“ (weitere Details siehe auch Sponsorentafel im Anhang). Aber auch das langjährige Wirken des amtierenden kommissarischen Schulleiters Herr Roß für das Archi würdigte das Kollegium mit der Schenkung der Augen und Ohren im Sinne von „Immer ein offenes Ohr und alles im Blick“.
Das endgültige Design des neuen Bildungs-Jägerkens sollte sich an den Gewinnerentwurf eines dazu ausgeschriebenen Designwettbewerbs anlehnen. Der Dank geht hier an eine Vielzahl schöner und kreativer Beiträge, die es der aus Schülern, Eltern und Kunstlehrerinnen besetzen Jury nicht leicht machte. Lennart Hilchenbach ging als eindeutiger Gewinner in der Kategorie Gesamtkonzept hervor. Ihm gelang es im Anschluss, Ideen der Sonderpreisträger*innen in den abschließenden Entwurf zu integrieren.
Hierzu noch ein paar spannende Details:
Der Gegensatz von jung & alt: Graue Locken in Anspielung auf das Gründungsjahr 1534 und Sneaker statt Stiefel als Bild der Moderne.
Die Backsteine als prägendes Bild des Altbaus, aber auch als Symbol für die Fundamente der Schule: Ein amtierender Lateinlehrer stiftete den untersten Backstein in Anspielung auf die Ursprünge als Lateinschule im Jahr 1534.
Die Sterne auf der europablauen Hose und der MINT-Nagellack als Symbole für zwei unserer Bildungsschwerpunkte: Europaschule und MINT-freundliche Schule.
Das Gürtelmotiv mit seinen vielen farbigen Quadraten in Anspielung auf die Bedeutung der Vielfalt an der Schule oder, wie es die SV gerne formuliert, „Das Archi ist bunt!“.
Das Ruder in der Hand in Bezug auf unser Landheim am Möhnesee, das auch als wichtiger Anlaufpunkt für unsere ehemaligen Schüler*innen und alle gern willkommenen Gäste von Bedeutung ist.
Archischüler*innen bauen einen Schul-3D-Drucker in Kooperation mit dem StadtLabor, dem zdi und Kleegräfe Elektroinstallation
3D-Druck bietet für eine Schule viele interessante und motivierende Aspekte. So wird das räumliche Vorstellungsvermögen geschult, indem Modelle zunächst am PC in 2D entworfen und später durch den Drucker in 3D gedruckt werden. Außerdem können durch den Drucker notwendige Bauteile im Rahmen von Mikrocontroller-Projekten im Informatikunterricht hergestellt werden. So erhöht sich die Bandbreite der umsetzbaren Projekte deutlich.
Im Rahmen eines Workshops am digitalen StadtLabor bauten am letzten Wochenende Archi-Schüler*innen aus zwei Teams der Forscher- & Tüftler-AG des Archigymnasiums in Kooperation mit Patrick Sauermann von Kleegräfe Elektroinstallation und dem zdi einen 3D-Drucker aus mehr als 100 Einzelteilen inklusive aller Sicherheitseinrichtungen zusammen.
Zielsetzung für die beteiligten Schüler*innen war es, mit Geduld und Gewissenhaftigkeit und unter Aufsicht eines Elektrikers nicht nur Spaß beim Zusammenbau des 3D-Druckers zu erleben, sondern auch ihr technisches Verständnis zu erweitern. Sie konnten diese komplexe Aufgabe, von Anfang bis Ende, weitestgehend eigenständig durchführen.
Zudem erfuhren Sie einiges zum Berufsfeld eines Elektrikers und den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten aus erster Hand. Das zdi förderte den Workshop als Baustein einer vertieften Berufsorientierungsmaßnahme.
Als „Belohnung“ stand am Ende und nach der technischen Abnahme ein selbst gebauter, voll funktionsfähiger 3D-Drucker, welcher einsatzbereit auch den Anforderungen von Schulen entspricht.
Nicht nur die Schüler*innen des aktuellen Teams, sondern auch die Mitschüler*innen freuen sich bereits, in den bald folgenden Workshops 3D-Druck-Objekte zu entwerfen und im Druck auch umzusetzen.