Mission Stratosphäre 3.0

Mission Stratosphäre 3.0

Nachdem die Astronomie-AG mit dem letzten Ballonstart im Dezember 2019 nicht ganz die Zielsetzung der Mission erreicht hatte, wurde direkt ein erneuter Start in Angriff genommen. Dieses Mal sollte die Sonde sowohl Videos, aber auch Messdaten während des Fluges aufnehmen. Dazu wurde die Messelektronik komplett neu angefertigt, programmiert und mit LoRa-Technik ausgestattet, wodurch am Anfang des Fluges die Daten live an uns – das Astro-Team – gesendet werden sollten. Zu diesen gehörten zum einen Daten, wie Höhe, Temperatur und Luftdruck, aber auch die Zusammensetzung der Luft. Auch wurden neue Sponsoren gesucht, um die ganze Aktion zu finanzieren. Jedoch wurde die Planungsphase durch die Pandemie unterbrochen und musste erstmal auf Eis gelegt werden, obwohl die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen waren. Doch im Sommer 2021 ergab sich dann die Möglichkeit, den Ballonstart im Rahmen der Herbstakademie in Begleitung eines Workshops durchzuführen. Da mittlerweile die Mitglieder der ehemaligen Astronomie-AG die Schule verlassen hatten und ihr Studium begonnen hatten, bestand das Astro-Team nur noch aus Sophie Müller, Rajan Singh und Jendrik Weise, die ihre Semesterferien in Soest verbrachten, in Begleitung von Herrn Stark. Alle konnten Sophie zustimmen, wenn sie die Rückkehr damit begründete, dass es sehr schade wäre, wenn das Projekt nach der vielen investierten Zeit nicht zu Ende gebracht würde.

Der Workshop fand am Dienstag und Mittwoch, den 5./6.10. statt und richtete sich an die Fünft- und Sechstklässler. Er thematisierte die Grundlagen eines Wetterballons. Nach kurzer theoretischer Einführung und Vorstellung des Projekts, konnten die Schüler sich selbst als Ballon-Piloten ausprobieren. So planten und bauten sie in Zweier-Teams ihre eigenen „Mini-Wetterballons“ und auch einen etwas größeren Ballon mit Sonde, der einfache Messdaten sammelte. Die Schüler hatten viel Spaß beim Basteln und Tüfteln und freuten sich hinterher sehr über ihre eigenen Ballonmodelle.

Nach einer mehr oder weniger gelungenen Generalprobe am Donnerstag, bei der noch wichtige Feinjustierungen – besonders die Elektronik betreffend – durchgeführt wurden, war am Freitag der große Tag für das Astro-Team gekommen. Während der ersten vier Unterrichtsstunden wurden die letzten Vorbereitungen auf dem Sportplatz getroffen. Der Ballon wurde gefüllt und sicher mit dem Fallschirm und der Sonde verknotet und die Technik wurde ein letztes Mal überprüft. In der zweiten Pause war es dann soweit und die Halteschnur des Ballons wurde nach einem beeindruckenden Countdown im Beisein der versammelten Schülerschaft von uns gemeinsam durchtrennt und der Ballon erhob sich von Drohnen gefilmt in die Luft.

Nachdem sich der Sportplatz geleert hatte und alles weggeräumt war, wurde in Herrn Starks Auto die Verfolgung des Ballons aufgenommen. Durch eine Prognose der Route wussten wir, dass die Fahrt in Richtung Sauerland gehen würde. Im Auto wurde sehnsüchtig auf die erste Meldung des GPS-Trackers gewartet und nach einer Stunde ohne Signal stellte sich langsam Verunsicherung ein. Zur allgemeinen Erleichterung erhielten wir doch noch einen Standort der Sonde, der uns nach Drolshagen führte. Dort angekommen war die Sonde aber nicht aufzufinden. Nach mehreren Stunden der Suche, vielmaligem Klingeln bei den Anwohnern und sogar der Suche aus der Luft mit Hilfe einer Drohne, wurden wir immer noch nicht fündig. Doch unsere Aktion hatte einen Anwohner auf uns aufmerksam gemacht, der beobachtet hatte, wie ein Bauarbeiter die Sonde – die auf einer Baustelle gelandet war – kurz vor unserem Eintreffen aufgesammelt und mitgenommen hatte. Somit wurde klar, dass wir heute unsere Sonde nicht mehr wiederbekommen würden.

Wir machten uns also niedergeschlagen auf den Heimweg. Doch nicht etwa um uns ausruhen: Direkt am Montag wurde eine Suchaktion mit Unterstützung der lokalen Presse, des Fundbüros und der Anwohner gestartet. Diese zeigte auch prompt Erfolg. Ein Mitarbeiter der Wasserwerke meldete sich bei Herrn Stark und erklärte, dass er die Sonde gefunden und eingesammelt habe. Am Donnerstag wurde die Sonde dann durch unseren Drohnenpiloten Fabian Tschirbs (Q1) in Drolshagen abgeholt. Nun konnten endlich die Videos und die Messdaten ausgewertet werden. Diese wurden zum Abschluss den Teilnehmern des Workshops präsentiert, um zu zeigen, welchen Sinn der Wetterballon schlussendlich hatte und ihr Interesse für Projekte dieser Art zu wecken.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Projekt ein voller Erfolg war, wenn auch nicht immer alles perfekt geklappt hat. Durch Herrn Stark wurde es treffend als „eine Achterbahn der Gefühle“ beschrieben, das nach einem lehrreichen und auch spaßigen Workshop, einem fantastischem Ballonstart und einer nervenaufreibenden Suchaktion doch sehr zufriedenstellend endete und einige beeindruckende Fotos und Videos lieferte. Auch die Messwerte sind nicht zu vernachlässigen, wenn auch laut Rajan „natürlich keine bahnbrechenden Erkenntnisse gewonnen wurden, aber es trotzdem spannend war, eigene Messungen durchzuführen“.

An dieser Stelle gilt unser Dank unseren Sponsoren und Unterstützern, die das Projekt erst möglich gemacht haben. Zu nennen sind die Volksbank Hellweg, die Firma Ohrmann Montagetechnik, die Stadtwerke Soest und das Soester Stadtlabor – Vielen Dank!

Video zur Mission Stratosphäre 3.0

Sophie Müller

Archi-Schüler besichtigen die Firma Eaton-CAEG in Soest

Am Dienstag, dem 22. Juni startete die Schülergruppe, die sich die vergangenen Monate in Zusammenarbeit mit der Firma CEAG-Eaton in Soest mit dem Bau einer Wetterstation am Archi beschäftigt hatte, ihre Exkursion zum Firmengelände der Firma Eaton-CEAG Notlichtsysteme GmbH. Gemeinsam mit drei begleitenden Lehrkräften begaben sich die Schüler nach kurzer Stärkung sowohl mit dem Bus als auch mit dem Fahrrad auf den Weg in den Soester Westen. Angekommen, wurde sich mit Sicherheitswesten, Schutzbrillen und Chipkarten um den Hals ausgestattet, dann konnte die Besichtigung beginnen.

Die bereits aus der Zusammenarbeit an der Wetterstation bekannten Eaton-Mitarbeiter starteten mit einer kurzen Begrüßung, worauf die Gruppe in zwei Teile geteilt wurde und der Gang über das Firmengelände startete. Gruppe 1, die sich zurück am Archi mit der Hard- und Software der Wetterstation beschäftigt hatte, wurde von Thorsten Möllmann angeleitet und sah sich als Erstes die Bereiche der Produktion an. Die zweite Gruppe, die sich mit der Photovoltaik-Anlage der Wetterstation beschäftigt hatte, wurde von Volkan Degirmenci angeführt und startete mit dem Besichtigen der Test-Garagen. In diesen werden verschiedenste elektrische Bauteile, die zum Bau von Notlichtsystemen benötigt werden, auf ihre Hitzeresistenz und Laufzeit geprüft. Dazu gibt es drei verschiedene Garagenteile, die jeweils auf 45, 55 und 60 Grad Celsius aufgeheizt werden. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der Komponente auch bei höheren Temperaturen (die Firma CEAG-Eaton hat auch Kunden im mittleren Osten) sicherzustellen, sowie die maximale Auslastung und Laufzeit der Bauteile festzustellen. Danach führte der Gang vorbei an einer auf dem Gelände befindlichen Schreinerei und dem Logistikzentrum hin zu weiteren Testanlagen, mit sogenannten Klimaschränken, wo die Bauteile neben hohen Temperaturen auch hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wurden. Weiter ging es zur „Schwarzen Kammer“ einem komplett in schwarz ausgekleidetem Raum mit einem überdimensionalen Spiegel, der an einer beweglichen Halterung angebracht war und zur Messung des Lichtkegels verschiedenster Notlichtsysteme und Lampen dient.

Wieder zurück in der Produktionshalle tauschten beide Gruppen ihre Routen und nun besuchte die Photovoltaik-Gruppe die Produktion. Über Arbeitsvorbereitung, also dem Herstellen von Bauanleitungen und dem Vorbereiten der Bautische, über den Zusammenbau an sich, den Zeitplänen und den zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen, gab es viel zu sehen. Anschließend wurde der Arbeitsbereich von Raja Rane besucht, der die Bauteile auf ihre Resistenz gegen elektromagnetische Strahlung untersucht. Die Schüler durften einen speziell abgeschirmten Raum betreten, dessen Wände mit Pyramiden aus einem speziellen Material bedeckt sind, um jegliche Fremdstrahlung aufzufangen und dessen Bau weit mehr als Hunderttausend Euro in Beschlag genommen hatten. Hier wird das zu untersuchende Bauteil auf den Untersuchungstisch gelegt und von einem Strahlensender, der auch aus einem Science-Fiction-Film hätte stammen können, bestrahlt. Danach wurde die Gruppe zu den Testtischen geführt, an denen die elektronischen Komponenten unter Starkstrom gestellt werden, um ihre Belastbarkeit zu prüfen. Interessant zu sehen, waren auch die verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen, die für den Umgang mit großen Spannungen gedacht sind, wie zum Beispiel die Gummimatten, auf denen die Mitarbeiter stehen und die kupfernen Oberflächen der Testtische, um sich vor potenziellen Stromschlägen durch den Körper zu schützen.

Zum Schluss durften einige Schüler sogar selbst Hand anlegen und in den dafür vorgesehenen Arbeitsbereichen unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrung die ersten Bauteile für die Wetterstation am Archi verlöten. Daneben bestand auch das Angebot für die Schüler in den Sommerferien in einem Praktikum noch mehr Einblicke in die Firma zu erhalten und praktische Erfahrungen in der Elektrotechnik zu sammeln.  

Niklas Romberg

Autonomes und inklusives Fahren hautnah erleben – SOfia-Fahrt der Archi-Roboter-Challenge-GewinnerInnen

Autonomes und inklusives Fahren hautnah erleben – SOfia-Fahrt der Archi-Roboter-Challenge-GewinnerInnen

Die Gewinnerinnen und Gewinner der diesjährigen Roboter-Challenge (in den Bionik-Robotik-Kursen der letzten neunten Klassen) konnten zu Beginn dieses Schuljahres ihren Gewinn einlösen und eine exklusive Fahrt mit dem SOfia-Bus durchführen. Während der Fahrt gab es einiges zum Thema autonomes Fahren und über inklusiven Personennahverkehr zu entdecken. Die vielen Fragen wurden individuell und ausführlich von den Experten Herrn Janzen (Kreis Soest) und Herrn Gröschel (RLG) beantwortet. So konnten die MINT-Talente, die vielleicht schon die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure von morgen sind, etwas Praxisluft schnuppern und hautnah miterleben, wie sich autonomes Fahren aktuell anfühlt.

Erfahrungsbericht eines Schülers:

Als wir am Bahnhof ankamen, wartete SOfia dort bereits auf uns. Nach einer Begrüßung und einer kurzen Einweisung durften wir einsteigen und fuhren gemächlich los. Hierbei konnten wir sofort einige der Funktionen von SOfia erkennen: Sie kann automatisch vor einer (auf der Strecke einprogrammierten) Ampel anhalten und hält bei gewagten Überholmanövern an, was uns nach kurzer Zeit zur ersten Vollbremsung führte.

Nach einiger Fahrzeit und einigen Zwischenstopps an Haltestellen kamen wir am LWL Bildungswerk an. Während der dortigen Wartezeit erklärte uns Herr Janzen die Positionen und Funktionen der einzelnen Sensoren, sowie die Aspekte und Schwierigkeiten der barrierefreien Konstruktion des Fahrzeugs.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof durften wir ein (derzeitiges) Problem des autonomen Fahrens erleben. In einer unbekannten Baustelle musste der „Operator“ (Busfahrer) das Fahrzeug manuell steuern. Nachdem dies jedoch gelöst war, kamen wir einige Haltestellen später am Bahnhof an.

Alles in allem war es ein sehr interessantes Erlebnis, mit SOfia autonom zu fahren und dabei die Funktionsweise, die Vorteile, aber auch die technischen und juristischen Hürden des autonomen Fahrens kennen zu lernen, sowie Aspekte einer möglichen zukünftigen Mobilität kennen zu lernen.

Herbst Akademie

Herbst Akademie

Nach den erfolgreichen Angeboten der Pfingst- und der Sommer Akademie startet nun mit der Herbst Akademie die dritte Runde an Workshops in den Bereichen „Sprachförderung & kreative Herausforderung“, „MINT Förderung & digital science“ und „Motorische Förderung & sports experience“. Die Workshopübersicht und das Anmeldeformular finden Sie hier zum Download.

Das Archi sagt Danke

Das Archi sagt Danke

Das Archi bedankt sich bei allen Beteiligten der Archi-Sommer-Akademie!

Das Archi bedankt sich bei allen Teilnehmern und Förderern der Archi-Sommer-Akademie für die gute Stimmung bei den Förderangeboten, das schöne Feedback zu den Lernerfahrungen, wie die vielen glücklichen Gesichter dank vielfältiger Eindrücke und Erlebnisse.

Ein besonderer Dank gilt unseren Förderern der Akademie, dem Land NRW und der Stadt Soest, die unsere Ferien-Akademien mit der bunten Vielfalt an Workshops dank ihrer Förderung zur Reduzierung pandemiebedingter Defizite erst möglich gemacht haben. Ebenfalls möchten wir uns bei den Sparkassenstiftungen der Sparkasse SoestWerl bedanken, die unsere Akademie in Höhe von 3500 € zur Anschaffung von „Hardware“ wie Sportgeräten, digitaler Technik und Materialien für die Kunst unterstützt haben.

Während zurzeit die letzten Workshops der Sommer-Akademie mit den Waveboard-Aktivitäten der neuen 5er langsam zu Ende gehen, hier noch ein Blick zurück und auch schon voraus:

Die Sommer-Akademie 2021 in Zahlen:

mit Archi kreativ, digital science & sports experience

3 thematische Schwerpunkte

20 verschiedene Workshops von 1-4 Tage Dauer

26 Gruppen

über 400 aktive Teilnehmer und 60 Betreuer

und die Aktiven haben auch Hunger:

723 Verpflegungseinheiten (meist als Lunchpakete)

Die Sommer-Akademie im Presse-Echo: Beiträge im Soester Anzeiger vom 12. und 31. August 2021

Und das, was hoffentlich bleibt oder seinen „Weg“ geht:

  • endlich wieder Wassersport am Landheim in der ganzen Bandbreite mit Kanu, Rudern, Segeln & SUP,
  • ein Wiedereinstieg mit dem Musical „Pinkelstadt“ und „Big Grooves & Moves“ in unsere Bühnenaktivitäten, demnächst hoffentlich auf unseren neuen Bühne in der großen Pausenhalle,
  • zahlreiche Anregungen durch die Zusammenarbeit mit Profis wie z.B. Herrn Kallmeyer/Folkwang Museum (Regie Musical), Herrn Kohlen/Uni Rhein-Waal (Bau eines Lasercutters), Herrn Adomeit (Tischtennis) und dem Team vom MFFC!
  • eine deutliche Aufwertung unserer Möglichkeiten u.a. im Bereich des School FabLabs durch Aktivitäten in den Bereichen Plotten, Lasercutten und 3D Druck & -Design,
  • und natürlich … viel Vorfreude auf mehr!

Patrick Schnell
(MINT-Koordination)

Einweihung der Archi-Wetterstation im Rahmen eines Pressetermins zum Netzwerk BürgerWOLKE

Einweihung der Archi-Wetterstation im Rahmen eines Pressetermins zum Netzwerk BürgerWOLKE

Kurz vor dem Schuljahresende durfte das Archi Gastgeber sein für die Installation einer der ersten SenseBoxen im Projekt BürgerWolke der Stadt Soest.

Bei diesem Projekt zur Erfassung von Klimadaten installiert die Stadt Soest gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut IOSB-INA und dem Deutschen Wetterdienst DWD ein Sensor-Netzwerk mithilfe der Funktechnologie LoRaWAN.

Als Initiator und Leiter informierte Jürgen Treptow über die Idee und Entwicklung des auf 10 Jahre ausgelegten Projekts.

Frau Ortrun Roll und Jonathan Biehl vom Deutschen Wetterdienst waren ebenfalls vor Ort und legten u.a. auch die Bedeutung des Netzwerks für die Forschung dar. So helfen die Daten die Simulation von Luftströmungen für die Stadt Soest besser im Modell zu simulieren. Dadurch können z.B. auch die Folgen baulicher Veränderungen im Hinblick auf verstärkte Aufheizung der Innenstadt sicherer vorhergesagt werden. 

Kerstin Großbröhmer vom StadtLabor Soest übermittelte die Idee, die Installation der ersten SenseBox mit einer Videodokumentation durch ein Schülerteam begleiten zu lassen. Unser 7er Team um Emil, Erik, Jakob, Julius, Oskar, Prasham und Vincent erstellten hierzu unter Regie der 10er Nicholas und Fabian eigene Videos über die Montage und Inbetriebnahme, ergänzten diese Doku zudem um Interviews u.a. über zur LoRaWAN-Technologie und zu den Hintergründen zum Projekt BürgerWolke.

  • Video, Langfassung:
  • Video, 5-Minuten Kurzversion:
  • Video-Link Kurzfassung Montage:

(folgt in Kürze)

Zugegen beim Pressegespräch mit der Schaumontage war auch unser 10er-Bautrupp um Fabian, Lennart und Valentin (hier im Bild mit Fred Lohmann), die im letzten Sommer unsere Oasenhütte errichtet haben, sowie Alina, Hana und Marlene als 9er Fundament- & Design-Team, die nicht nur viel Kies bewegt haben, sondern auch die Hütte mit viel Liebe zum Detail verziert haben.

Form your Future

Form your Future

Nachhaltigkeit – ein Thema das in unserem Alltag mittlerweile eine große Rolle spielt. Lösungsansätze gibt es viele, doch welche davon sind sinnvoll und umsetzbar? Im Rahmen des Projektes „Form your Future“, einem Projekt für Bildung für Nachhaltige Entwicklung am Schülerlabor MExLAb ExpariMINTe der WWU Münster, haben Jugendliche zu Forschungsfragen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekten gearbeitet, unter anderem zu Themen wie Mikroplastik oder Folgen des Klimawandels. Im Anschluss haben die Forschunsgruppen mit Hilfe von Kampagnen als Nachhaltigkeitsbotschafter*innen auf Klima- und Umweltschutz aufmerksam gemacht.

Wir, eine Gruppe aus Schüler*innen des Archigymnasiums, haben uns während einer Forschungsphase mit der Bewässerung von Stadtbäumen durch Wassersäcke beschäftigt. Diese finden wir auch in der Soester Innenstadt und auf den Wällen. Die Wassersäcke fassen zwischen 45 und 90 Litern Wasser und entleeren sich langsam über kleine Löcher im Boden des Wassersacks.

Wir konnten unsere Forschungsfrage „Wie viel bewirken Wassersäcke über einen kurzen Zeitraum?“ am Ende der Forschungsphase beantworten, indem wir mehrere Messdurchgänge vor und nach der Anwendung der Wassersäcke sowie an Bodenproben durchgeführt und ausgewertet haben. Das Resultat unserer Messungen: Wassersäcke erhöhen auch schon nach einem kurzen Zeitraum die Bodenfeuchtigkeit, zumindest temporär. Wassersäcke sind Bäumen in Dürreperioden eine große Unterstützung, um Trockenstress entgegenzuwirken.

In unserer Kampagne möchten wir nun durch die Gestaltung verschiedenster Designs an öffentlichkeitswirksamen Orten, wie z.B. einiger Geschäfte oder Cafés in der Innenstadt, auf diese Thematik aufmerksam machen. Hierfür haben wir in einem zweitägigen Workshop im StadtLABOR Soest Motive digital erstellt und im Anschluss geplottet, also maschinell ausschneiden lassen. Diese bringen wir in Schaufenstern und anderen Flächen in der Innenstadt an. Außerdem werden wir am Archigymnasium nachhaltige Graffitis aus Lehmfarben anfertigen und in der Pausenhalle ausstellen. Unser Projekt live mitverfolgen können Interessierte auf unserem Instagramkanal @form_your_future.

Klimawandel und globale Erwärmung sind ein großes und wichtiges Thema, mit dem wir uns alle mehr beschäftigen sollten. Deshalb wollen wir mit unseren Motiven die Menschen im Kreis Soest und darüber hinaus an den Klimawandel und seine Folgen erinnern.

Das Archi sagt Danke

Archi Sommer Akademie

Das Archi hat Fördergelder zur Aufarbeitung pandemiebedingter Nachteile beantragt und ein attraktives Workshop-Programm für alle interessierten Schüler*innen zusammengestellt. Die Workshops sind:  

  • freiwillig – für alle Schüler*innen – kostenfrei
  • drinnen – draußen – und am Landheim
  • experimentell – kreativ – trainierend

Was bietet die Archi Sommer Akademie?

  • Ein buntes Spektrum an Workshops mit ganz unterschiedlichen Fächeranbindungen
  • Workshops am Landheim, auf dem Schulgelände und in der Stadt
  • Geleitet von Lehrer*innen und Referendar*innen
  • An einzelnen Tagen oder mehrtägig
  • Kreative Herausforderungen und Teamtraining
  • Abbau individueller fachlicher Defizite

Und wie melde ich mich für einen Workshop an?

  • Sichte einfach das Programm der Archi Sommer Akademie und finde den passenden Workshop für Dich.
  • Fülle den Anmeldungsbogen aus, unterschreibe selbst, ebenso Deine Eltern.
  • Schick den Bogen an die Workshopleitung, die E-Mail-Adresse findest Du in der Beschreibung des Workshops.
  • Nach Bestätigung durch die Workshopleitung bist du mit dabei und erhältst auch weitere Informationen!

Frist zur Anmeldung: Donnerstag, der 1. Juli 2021 (der vorletzte Schultag!)

Die Anmeldung wird verbindlich, sobald eine Bestätigung per Mail erfolgt. Sollten keine Plätze in den jeweiligen Workshops frei sein, besteht durch die alleinige Anmeldung kein Anspruch.

Sollte der gewählte Workshop auf Grund zu geringer Anmeldungen nicht zu Stande kommen oder andere zwingende Gründe eine Absage erforderlich machen, entsteht ebenfalls kein Anspruch auf eine Durchführung des Workshops.

Und hier die Antworten zu häufig gestellten Fragen:

Wann finden die Workshops statt?

  • Die Workshops finden v.a. in der 6. Woche der Sommerferien (9.8.-13.8.2021) statt, manche verlängern sich aber auch darüber hinaus.

Wo finden die Workshops statt?

  • In den Fachräumen der Kunst, Musik und den MINT-Räumen, auf dem Schulgelände, im Jahnstadion und am Landheim.

Wie lange dauern sie?

  • Viele Workshops sind auf 3 Tage ausgelegt, es gib aber auch 1-Tages-Workshops und Workshops wie die Musicalshow, die auch in der Schulzeit in Form einer AG fortgesetzt werden.

Gibt es etwas zu essen?

  • Ja, jeder Teilnehmer enthält ein kostenloses Lunchpaket als Mittagsverpflegung.

Wer betreut den Workshop?

  • Ein Team aus Lehrer*innen und Studenten, in jedem Workshop findet sich mindestens ein Lehrer.

Ist die Teilnehmerzahl begrenzt?

  • Ja, an jedem Workshop können zwischen 8-15 Schüler*innen teilnehmen. Ist die maximale Teilnehmerzahl erreicht, könnt Ihr Euch auf die Warteliste setzen lassen (am besten mit Angabe der Handynummer) für den Fall, dass ein Teilnehmer kurzfristig ausfällt.

Was gelten für Covid-Einschränkungen?

  • Die, die dann im August geltenden Vorschriften. Zurzeit sind das u.a. Schnelltests vor Beginn und die Maskenpflicht.  

Wann findet ein Workshop statt?

  • Die Workshops finden statt sobald die Mindestteilnehmerzahl (8 Schüler*innen) erreicht ist. Sollten andere zwingende Gründe z.B. fehlende Genehmigung der zuständigen Behörde eine Absage erforderlich machen, entsteht ebenfalls kein Anspruch auf eine Durchführung des Workshops.

Wieso gibt es beim Lasercutten-Workshop noch keine Termine?

  • Bei diesem Workshop bedarf es noch der Zusage weiterer Förderer deren Rückmeldung bisher noch aussteht. Die Teilnehmer reservieren sich durch ihre Anmeldung einen Platz in diesem Workshop, können diesen aber bei zeitlichen Überschneidungen später auch widerrufen.   

Finden alle Workshops verlässlich statt?

  • Voraussetzung ist eine ausreichende Anzahl an Teilnehmer*innen und die Förderzusage des Landes, einige Workshops sind nicht bei jedem Wetter möglich.

ERASMUS +

ERASMUS +

Unsere europäische Projektarbeit mit unserer spanischen Partnerschule geht in die Verlängerung

Schüler*innen und Lehrer*innen am Archigymnasium nutzten am vergangenen Freitag das sonnige Wetter und die ersten Tage in Maskenfreiheit, um ihre filmische Projektarbeit im Freien wieder aufzunehmen.

„Überglücklich haben wir im Sommer 2019 den Zuschlag für unser europäisches Erasmus PLUS-Projekt erhalten – und dann kam Corona“, erklärt die zuständige Projektleitung am Soester Archigymnasium. Bis Juni 2021 sollte an großen und kleinen Umwelt- und Kultur-Projekten gearbeitet werden. Vor allem aber sollten im Rahmen des Projekts zwei  Austauschreisen stattfinden. Kleine Projekte konnten realisiert werden. Viel mehr war unter den gegebenen Umständen allerdings nicht möglich, denn auch die spanischen Schulen waren lange geschlossen.

„Wir dürfen ein Jahr verlängern und holen alles nach“, freut sich auch die spanische Projektleiterin der Partnerschule José María Infantes in Uterera und würde am Liebsten gleich zwei Gruppen im kommenden Frühjahr auf die Reise nach Deutschland schicken. „Wir haben mehr als 30 Schüler*innen, die schon lange darauf warten, Soest und den Möhnesee endlich kennenzulernen.“  Bis es soweit ist, wollen wir den alltäglichen Austausch im Rahmen der Klein- und Großprojekte so intensiv wie möglich pflegen.

Einige Kleinprojekte haben mittlerweile schon  „Tradition“. Vor den Sommerferien gehen deutsche und spanische Schüler über die Online-Plattform Etwinning in den Austausch über ihre Pläne für den Sommer. Vor den Winterferien wird im chat über westfälische und andalusische Weihnachtsbräuche geplaudert oder es werden Ideen für „nachhaltiges Schenken und Feiern“ ausgetauscht.

„Mit geschultem Blick sehen wir immer mehr Gemeinsames“, ist das Motto des letzten Diptychon-Fotoprojektes. Oberstufenschüler haben sich über „emblematische Orte und Kulturmotive“ ihrer Städte ausgetauscht und versucht, das Gemeinsame in einer Fotoimpression verschmelzen zu lassen. Hier verschmelzen nicht nur Stadttore und Kirchturmspitzen,  sondern auch andalusische und westfälische Landschaftsimpressionen oder typische Gegenstände des alltäglichen Lebens.       


„Viele Produkte der Kleinprojekte fließen ein in unser zentrales ERASMUS-Projekt“, erklären die Schüler*Innen.  Unter dem Programmtitel STEPS erstellen deutsche und spanische Schüler*innen gemeinsam einen digitalen Reiseführer für nachhaltigen Tourismus in ihren Regionen. Damit wollen sich die Autoren vor allem an junge Besucher wenden und ihre touristischen Infos entsprechend unterhaltsam aufbereiten.

Der digitale Reiseführer soll nicht einfach nur über ein Spaßprogramm in den Regionen Soest/Möhnesee oder Uterera/Sevilla informieren, sondern legt sein besonderes Augenmerk auf „Umweltverträglichkeit“, „Nachhaltigkeit“ und „kulturelles Lernen mit Spaßfaktor“. Wie spannend das Thema sein sein kann, „lässt sich eben  heutzutage am Besten mit Videos, Fotos und Ton transportieren“, finden die Schüler*innen, die an dem Projekt teilnehmen.


Das allgemeine Interesse an dieser Projektarbeit beweist auch der neue Kurzfilm der spanischen ERASMUS-Schüler*innen über die Tradition der andalusischen Campaneros, einer 500-jährigen Glöckner-Tradition in Utrera. Auch die Presse vor Ort berichtet regelmäßig über die Erasmus-Projektarbeit zwischen dem Soester Archigymnasium und der spanischen Museumsschule – einer mehrfach ausgezeichneten Modellschule für Kunstdidaktik. In Kürze will auch das lokale spanische Fernsehen über das STEPS-Projekt berichten. 

„Wir hoffen auf schönes Wetter und weniger Corona-bedingte Einschränkungen, damit wir nun auch endlich loslegen können und unsere Filmbeiträge für das STEPS-Projekt drehen können“, hoffen die Schüler*innen am Archi. „Mit dem guten Filmwetter haben die Südspanier einfach immer einen kleinen Vorsprung.“