Soester Parklet bei der Europäischen Mobilitätswoche 2022

Soester Parklet bei der Europäischen Mobilitätswoche 2022

Bereits zum vierten Mal hat die Stadt Soest an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) teilgenommen. Sie fand vom 16. bis zum 22. September statt. Die EMW ist eine Kampagne der Europäischen Kommission und bietet Kommunen aus ganz Europa die perfekte Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.

Passend dazu haben Leonie Bitting und Yvonne Kaiser vom stadtLABOR Soest am 21.09.2022 das Soester Parklet „Grünes SOeFA“ unter dem Motto „Park statt Parken“ vorgestellt.

Wer es noch nicht kennt – das Parklet ist eine bepflanzte Sitzgelegenheit, die genauso groß ist wie ein normaler PKW-Stellplatz. Mit Hilfe eines Parklets kann man temporär einen Parkplatz in eine Sitzgelegenheit umwandeln und somit mehr Aufenthaltsqualität im Stadtraum erzeugen. Das Besondere am „Grünen SOeFA“: es ist auch intelligent!

An der digitalen Ausstattung des Parklets haben das Archigymnasium, drei Studenten der Uni Münster und das Perthes-Zentrum Soest mitgewirkt. Die gute Zusammenarbeit betonte auch der Bürgermeister Dr. Eckard Ruthemeyer, der die Veranstaltung eröffnete: „Für mich ist es großartig zu sehen, wie hier alle gemeinsam aktiv werden. Hier auf lokaler Ebene aber eben auch überregional.“

Was macht denn nun das „Grüne SOeFA“ intelligent? Es gibt ein eigenes Bewässerungssystem, das Soester Schüler vom Archigymnasium entwickelt und gebaut haben. Die kleinen Sensoren messen die Bodenfeuchte in den Blumenkästen. Wenn die Erde zu trocken ist, wird eine automatische Bewässerung gestartet.

„Es ist faszinierend zu sehen mit viel Herzblut und Enthusiasmus unsere Schüler ihre Idee einer Tröpfchenbewässerung in dem Projekt verwirklichen.“ Hannah Winkler, Projektkoordinatorin am Archigymnasium.

Doch die Bewässerung ist nicht die einzige smarte Technologie am Parklet. Es gibt eine kluge Vogelfutterstation: eine Waage erkennt, wie schwer der Vogel ist und eine eingebaute Kamera filmt den Vogel. Das ist noch nicht alles: eine künstliche Intelligenz wertet aus, welche Vogelarten das Häuschen anfliegen. Das Konzept entwickelten drei Studierenden der Uni Münster. In Zusammenarbeit mit dem stadtLABOR, der Uni Münster, dem Archigymnasium und dem Perthes-Zentrum Soest wurde die Futterstation zusammengebaut.

 „Ich bin gespannt, ob Vögel auch eine smarte Futterstation auf einem beweglichen Parklet annehmen werden.“, Tom Niers von der Uni Münster.

Ab dem 27. September 2022 geht das Parklet in die Herbst-/Winterpause und wird im März 2023 wieder an einem neuen Standort in der Soester Innenstadt aufgestellt.

Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“

Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“

Bereits zum dritten Mal seit 2015 wurden das Archigymnasium und das Conrad von Soest Gymnasium als „MINT-freundliche Schule“ am 08.09.2022 ausgezeichnet. Damit wird das kontinuierliche Engagement der beiden Schulgemeinschaften in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gewürdigt. Beide Schulen freuen sich über die als vorbildlich bewerteten MINT-Projekte zum Beispiel in den Bereichen Umweltbildung mit digitalen Werkzeugen, Ingenieurprojekte und Ökologie und Renaturierung von Gewässern in Soest unter Einbeziehung von lokalen Partnern und Universitäten.

Neben den vielen Herausforderungen der letzten Jahre (Distanzunterricht, Hybridunterricht) wurden neue Projekte entwickelt, durchgeführt und die Profile weiter ausgeschärft. Durch vielfältige Workshops konnten unter den vorherrschenden Bedingungen spannende und herausfordernde Angebote für die Schülerinnen und Schüler realisiert werden. Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung eines Mikrocontroller gesteuerten Bewässerungssystems für ein Soester Parklet und das digitale Monitoring von Bienenpopulationen auf dem Schulgelände und einiger ländlicher Flächen.

Systematisch wurden abschließend alle Fortschritte und Veränderungen der letzten drei Jahre dokumentiert und durch eine professionelle Jury bewertet. Die Auszeichnung wird vergeben vom Verein „MINT Zukunft schaffen e. V.“ unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Olaf Scholz vergeben. Beide Gymnasien sind stolz, dass sie erneut ausgezeichnet wurden und dass ein klarer Schwerpunkt der schulischen Bildung an diesen Schulen auch für Außenstehende deutlich erkennbar ist.

Ungarn Austausch 2022

Ungarn Austausch 2022

Vom 15. – 22.08.2022 hatten wir Besuch von den Schülerinnen und Schülern des Fazekas Mihály Gimnáziums aus Budapest.

Am Montag haben wir unsere Austauschpartner getroffen und alle zusammen am Landheim gegrillt, um sowohl die Ungarn als auch die Deutschen näher kennen zu lernen.
An den nächsten Tagen haben uns die Schülerinnen und Schüler in den Unterricht begleitet. Dabei waren sie voller Begeisterung und sehr fasziniert von unserer technischen Ausstattung und unserer lockeren und interaktiven Unterrichtsweise. Zudem haben wir auch gemeinsame Ausflüge unternommen, um mehr über die Umgebung und Teile des Ruhrgebiets zu erfahren. Wir waren in den Salzwelten, hatten eine kleine Führung durch Soest, haben mit einem Ranger den Möhnesee erkundet, die Zeche Zollverein bestaunt, das Museum Folkwang, das Nixdorf Museum und den Paderborner Dom besucht.
Zwischendurch haben wir natürlich viel geredet –  über die unterschiedlichen Lebensweisen, die Schule und auch über Zungenbrecher, was für viel Lachen gesorgt hat.
Auch am Wochenende haben wir uns als Gruppe getroffen und beim gemeinsamen Klettern im Stadtpark viel Spaß gehabt.
Nachdem wir am Sonntag dann in den Familien etwas unternommen haben, mussten wir uns schon am Montag von unseren Austauschpartnern verabschieden.

Es war eine wirklich schöne Zeit, die viel zu schnell umging, aber wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch in Budapest.

Hamarosan találkozunk Magyarországon! (Bis bald in Ungarn!)

Für die Gruppe: Nina Witte und Luisa Lutter (Q1), Katharina Nühse als Expertin für Ungarisch (Q2)

Archianern fällt ein Stein vom Herzen!

Archianern fällt ein Stein vom Herzen!


Inspiriert durch die Aktion „Bördesteine“ wurde zu Beginn der Corona-Krise das Projekt Archisteine ins Leben gerufen. Freunde und Förderer des Archigymnasiums waren per Teams aufgefordert, im Rahmen des Distanzunterrichts Kieselsteine farbenfroh zu gestalten und am Brunnen auf dem Schulhof abzulegen.
Kreative Köpfe folgten der Aufforderung, allerdings füllten die mühevoll kolorierten und vom Hausmeister liebevoll in Speis gebetteten Steinchen nur einen winzigen Bruchteil des Kreisrings rund um den Brunnen! Um den Lückenschluss zu schaffen, sollte das Projekt daher nach der Rückkehr aller Klassen in den Präsenzunterricht weiter verfolgt werden…
Dank freundlicher Unterstützung eines lokalen Baustoffhandels und mit Hilfe des schulischen Fördervereins wurden im Mai 2020 zügig zwei Bigpacks – prall gefüllt mit Flusskies – geliefert und zahlreiche Acrylfarben angeschafft, so dass die Fachschaft Kunst aus dem Vollen schöpfen und sich die Schulgemeinde noch vor Beginn der Sommerferien über vielfältige Ergebnisse freuen durfte.
Um die Kieselkunst nachhaltig zu sichern, konnte im Folgeschuljahr ein Soester Maurer für die anstehenden Mosaikarbeiten gewonnen und Teilnehmerinnen der Sommerakademie als kurzzeitige Lehrlinge angeworben werden. Archistein für Archistein sollte sich der Betonring rund um den Brunnen schließen, um so ein Denkmal als Symbol der Solidarität und Lebensfreude zu schaffen. – Soweit der ehrgeizige Plan! Doch das Corona-Denkmal machte seinem Namen alle Ehre und zog sich pandemieartig in die Länge! Mal fehlte es an Zeit, mal an Sonne, mal an Steinen, mal an Zement, mal an Geld … Monetäre Unterstützung wurde dankenswerterweise vom lokalen Großbäcker zugesagt, so dass die Maurerarbeiten endlich zum Abschluss gebracht werden konnten. Doch dann fürchtete die Bauaufsicht, dass die Archisteine zur Stolperfalle werden könnten. Bänke sollten als optische Grenze rund um den Brunnen installiert werden. Eine ortsnahe Metallwerkstatt machte ein Angebot für Rundbänke und die Schulgemeinde ging erneut auf Sponsorensuche… Zum Glück zeigte ein Großsponsor aus Hamburg ein Herz für Kinder und übernahm die Materialkosten für die stählernen Sitzmöbel und die Stadt honorierte schließlich die Bemühungen mit dem Einbau der Rundbänke. Pünktlich zum Schulstart 2022 – 2,5 Jahre nach Projektstart – können sich die Archianerinnen nun über einen symbolträchtigen Ort der Begegnung freuen und das Pandemie-Projekt symbolisch abschließen!

Einschulungsfeier für 114 neue Sextaner*innen

Einschulungsfeier für 114 neue Sextaner*innen

Am zweiten Tag nach den Ferien gab es einen besonderen Grund zur Freude. Die neuen Sextaner hatten ihren ersten Schultag am Archi. Noch ohne Stundenplan, dafür mit einer kleinen Eröffnungsfeier in der neuen Pausenhalle. Der Erprobungsstufenkoordinator Herr Förster und der Schulleiter Herr Roß hießen die neuen Fünftklässler*innen herzlich willkommen. Beim Start am Archi werden diese von ihren Mentoren und den Klassenleitungsteams, bestehend aus Frau Henke und Frau Hoffmeier (5a), Frau Fait und Herrn Heints (5b), Frau Krauß und Frau Rohde (5c) sowie Frau Dreisbach und Herrn Wagner (5d), begleiten.

Europaabgeordneter Dr. Liese besucht das Archi

Europaabgeordneter Dr. Liese besucht das Archi

Anfang der Woche besuchte der Europaabgeordnete Dr. Peter Liese das Archigymnasium. Sein Anliegen war vor allem ein Austausch über aktuelle Themen mit den Jugendlichen. Es sei ihm wichtig, sich über die Meinung der jüngeren Generationen zu informieren. Zudem wollte er einen Einblick in die Erasmus+ Aktivitäten gewinnen.

Dr. Liese wurde auf der Bühne begrüßt und stellte sich zunächst kurz selbst vor und gab einen Einblick in sein aktuelles Arbeitsleben. „Dr. Liese hat sofort sehr offen und locker mit uns geredet, was gut angekommen ist“, findet Ida Overhage (8b).

Danach haben einige der Schüler ihre aktuellen Erasmus- und Nachhaltigkeitsprojekte vorgestellt, sodass Dr. Liese ein Bild davon bekommen konnte. Unter den Projekten waren beispielsweise Präsentationen über den Griechenland- und Spanienaustausch und die länderübergreifende Mithilfe zur Verbesserung des Klimas. Während des Griechenlandaustausches im Frühjahr wurden Klimadaten in Soest und Thessaloniki gemessen und ausgewertet. Darüber hinaus wurde auch der Arnsberger Wald erkundet. Das Projekt des Spanienaustausches bestand daraus, einen digitalen Reiseführer für Soest und die Partnerstadt in Andalusien zu erstellen. Das Ziel des Austauschprogrammes war vorwiegend, die nachhaltigen Aspekte der Städte zu erkunden und zu fördern. In erster Linie geht es darum, dass sich die Jugendlichen der europäischen Länder begegnen und kennenlernen. Antonia Ide (8b) erzählt: „Es war spannend zu sehen, was die anderen Schüler im Erasmus+ Projekt gemacht haben“.

Nach den Präsentationen konnten die Schüler Fragen an den Europaabgeordneten stellen. Dabei ging es um die verschiedensten Themen in der Politik. Viele Fragen handelten vom Klima, beispielsweise kam die Frage auf, wie er persönlich in seinem Alltag auf das Klima achte. Außerdem gab es mehrere Fragen zum Ukraine-Krieg und zur Energieversorgung in Deutschland. „Dr. Liese hat uns alles sehr ausführlich und verständlich erklärt und seine Meinung gut begründet“, sagt Lion Weißenberg (8b) Nachdem alle Fragen geklärt waren, durften ein paar der Schüler mit ihm zusammen einen Pflaumenbaum auf dem Schulgelände pflanzen. Dieser Baum soll als Zeichen für das Erasmus+ Projekt und die Nachhaltigkeit stehen. Außerdem sind beim letzten Sturm mehrere Bäume auf dem Schulgelände umgestürzt, weshalb neue gepflanzt werden sollen.

„Eine knackige Veranstaltung, bei der sich das Archi sowohl als digitale als auch als Europaschule präsentieren konnte“, meint Bernd Steinbeck, aktueller Verwaltungschef des Archis.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Schüler einig ,dass der Besuch von Dr. Liese viele informative Einblicke in die Arbeit des Europaabgeordneten und einen interessanten Austausch zum Thema Europa geboten hat.

(Autorinnen: Rayan El-Mohammad & Frida Göttlicher)