Einschulungsfeier für 102 neue Fünftklässler*innen

Einschulungsfeier für 102 neue Fünftklässler*innen

Am zweiten Tag nach den Ferien gab es einen besonderen Grund zur Freude. Die neuen Sextaner hatten ihren ersten Schultag am Archi. Noch ohne Stundenplan, dafür mit einer kleinen Eröffnungsfeier in der neuen Pausenhalle. Der Erprobungsstufenkoordinator Herr Förster und die Schulleiterin Frau Bonelli hießen die neuen Fünftklässler*innen herzlich willkommen. Beim Start am Archi werden diese von ihren Mentoren und den Klassenleitungsteams begleiten.

Wir wünschen allen neuen Archianerinnen und Archianern einen guten Start und viel Erfolg.

Heißes Final in Beckum – erster Preis fürs Archi

Heißes Final in Beckum – erster Preis fürs Archi

Trotz Rekordtemperaturen waren zwei Schülergruppen mit ihren Projekten beim Finale des VDE-Technikpreises vertreten – und nahmen den ersten Preis mit nach Hause. 

Mit den beiden Projekten zum „Bienen-Monitoring mit dem smarten Bienenstock“ und zur „Honigsortenerkennung mit der KI-Nase“ waren die 11 Schülerinnen und Schüler bereits bei der Kickoff-Veranstaltung des Wettbewerbs im November in die Top 10 gewählt worden. Gut ein halbes Jahr hatten die zwei jahrgangsübergreifenden Teams (siebte bis zehnte Klasse) Zeit, ihre Projekte für das große Finale in Beckum vorzubereiten. In zahlreichen AG- und Projektstunden wurde gelötet, gelasert, programmiert und Datenauswertung betrieben, wobei die beiden Teams und die Schüler untereinander sich hervorragend unterstützten – ein gelungenes Beispiel für die Jahrgangsübergreifende Zusammenarbeit und den Teamgeist am Archi. 

Am 02. Juli war es dann so weit: Die große Hitze hielt das „Team Archi“ nicht davon ab, die Ergebnisse in Beckum bei der Firma Blumenbecker zu präsentieren. Das Projekt „KI-Nase“ begeisterte die Juroren so sehr, dass sie dieses mit dem ersten Preis auszeichneten. Auch wenn am Ende nur ein Team das Siegertreppchen erklimmen konnte, freuten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam über den Erfolg und die gewonnenen Erfahrungen – die nächsten Projekte sind bereits in Planung.

Stundenpläne online

Stundenpläne online

Die Pläne für das neue Schuljahr sind ab sofort in WebUntis verfügbar. Für die Anmeldung zu WebUntis werden die persönlichen iServ Anmeldedaten benötigt.

Wir wünschen nach hoffentlich erholsamen und schönen Sommerferien einen guten und erfolgreichen Start in das neue Schuljahr.

Erfolgreicher Abschluss der Jahrgangsstufe 10

Erfolgreicher Abschluss der Jahrgangsstufe 10


Nach intensiven Vorbereitungen und einer erfolgreicher Prüfungsphase gratuliert das Archigymnasium den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 zum Erwerb des Mittleren Schulabschlusses.

Wir wünschen allen Absolventen erholsame Ferien und viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg!

„Leo, leo – ¿qué lees?“

„Leo, leo – ¿qué lees?“

Rayan El-Mohammad gewinnt den 2. Platz beim NRW-Finale des spanischen Vorlesewettbewerbs

Das Archigymnasium nahm in diesem Jahr erstmals am spanischen Vorlesewettbewerb „Leo, leo – ¿qué lees?“ des Deutschen Spanischlehrkräfteverbands (DSV) NRW teil – und das gleich mit großem Erfolg!

Rayan El-Mohammad aus der Einführungsphase (EF) setzte sich zunächst beim schulinternen Wettbewerb gegen ihre Mitbewerber*innen durch und sicherte sich mit ihrer überzeugenden Leseleistung den ersten Platz. Am 10. Juli 2025 durfte sie das Archigymnasium am beim Landesfinale in Hilden vertreten, an dem zehn Schulen aus ganz Nordrhein-Westfalen teilnahmen.

Im Finale trat Rayan in der Lesekategorie „Grandes“ gegen starke Konkurrenz an – und überzeugte die Jury mit ihrer sicheren Aussprache. Sie belegte schließlich den zweiten Platz auf Landesebene und wurde dafür nicht nur mit einer großen Geschenktüte, sondern auch mit viel Applaus und Anerkennung belohnt.

Wir gratulieren Rayan ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg – ¡Enhorabuena!
Mit ihrer Leistung hat sie das Archigymnasium würdig und engagiert vertreten. Wir freuen uns sehr, dass unser erstes Jahr beim Wettbewerb gleich ein solcher Erfolg war – und sind gespannt auf das nächste Jahr!

Auslandspraktika

Auslandspraktika

Celine-Rachel Kurera: „Einfach machen“ Mein Auslandspraktikum

Zwei Wochen vor den Osterferien 2025 habe ich etwas gemacht, das mich bis heute beeindruckt: Ich durfte mein Schülerpraktikum im Ausland absolvieren bei der Architekturfirma De Zwarte Hond in Groningen, im Norden der Niederlande.

Untergebracht war ich in Pieterburen, einem kleinen, ruhigen Dorf mit echter Gemeinschaft. Dort hatten wir das Glück, in einem Gartenhäuschen wohnen zu dürfen, das uns eine Familie zur Verfügung gestellt hat. Von dort bin ich jeden Morgen mit dem Bus nach Groningen gefahren – und gegen 16 oder 16:30 Uhr war der Arbeitstag zu Ende.

Bei De Zwarte Hond ging es direkt los: Wir bekamen eine Bauaufgabe, als wäre sie von einem echten Bauherrn. Ziel war es, ein eigenes Haus zu entwerfen – inklusive Grundriss, verschiedenen Ansichten und schließlich sogar einem gebauten Modell. Die Arbeit war intensiv, aber auch unglaublich spannend. Ich habe meist eigenständig gearbeitet, aber mein Betreuer war immer hilfsbereit, und die Kolleg*innen waren sehr offen. In den Pausen kam man leicht ins Gespräch – vor allem auf Englisch, aber oft auch auf Niederländisch oder Deutsch.

Besonders schön war ein Tag, an dem uns unser Betreuer einige reale Projekte von De Zwarte Hond in Groningen gezeigt hat. Da konnte man sehen, wie aus einem Plan echte Architektur wird. Ein weiteres Highlight war unser Ausflug auf die Insel Schiermonikoog, wo wir Bauwerke besichtigt haben, aber auch einfach mal Zeit hatten, das Inselleben zu genießen.

Fachlich habe ich viel gelernt, zum Beispiel im Zeichnen, beim räumlichen Denken und generell in der Planung. Überraschend war für mich, wie viel man bei einem Entwurf beachten muss. Menschlich hat mir das Praktikum gezeigt, wie schnell man sich einleben kann – auch in einem fremden Land, in einem neuen Team, in einer anderen Sprache.

In meiner Freizeit bin ich viel Fahrrad gefahren – das gehört in den Niederlanden einfach dazu. Und ich habe Pieterburen wirklich lieben gelernt: ein Bäcker im Dorf, eine offene, herzliche Stimmung, alles fußläufig und trotzdem fühlte es sich richtig groß an.

Würde ich es nochmal machen?
Unbedingt.

Mein Tipp:
Wenn ihr noch alleine geht, geht mit der richtigen Person habt keine Angst, sondern macht es einfach. Die Erfahrungen, die man dabei sammelt, bleiben im Kopf und im Herzen. Am Ende kann nur etwas Gutes dabei rauskommen!

Franka Schumacher, mit Jula Schockenhoff: Schulpraktikum in Budapest – Zwei Wochen voller Erfahrungen, Begegnungen und Entdeckungen

Im Rahmen eines Auslandspraktikums hatten meine Freundin und ich die besondere Gelegenheit, zwei Wochen lang den Schulalltag an einer ungarischen Schule in Budapest mitzuerleben. Was uns dort erwartete, übertraf unsere Erwartungen – sowohl fachlich als auch persönlich. 

Bereits am ersten Tag wurden wir herzlich willkommen geheißen und mit einem Schulrundgang durch das große Gebäude geführt. Schon hier bekamen wir erste Eindrücke vom ungarischen Schulsystem, das sich in manchen Punkten von unserem unterscheidet – aber auch viele Gemeinsamkeiten aufweist. Im Laufe der nächsten Tage durften wir dann in ganz verschiedenen Klassenstufen und Unterrichtsfächer hineinschnuppern. Ob Deutsch, Englisch, Französisch, Kunst, Werken oder Musik – fast jeden Tag waren wir in anderen Klassen unterwegs, und oft auch aktiv beteiligt. 

Besonders in den Deutschstunden konnten wir selbst mitgestalten: Wir stellten unsere Heimatstadt Soest und unser Schulsystem vor, sprachen mit Schülern über Jugendkultur, halfen bei Projekten und korrigierten Aufgaben. In vielen Klassen wurden wir mit Fragen über unser Leben in Deutschland, über Sprache, Schule, Freizeit und mehr gelöchert – es entstanden immer wieder spannende Gespräche auf Augenhöhe. Auch bei den älteren Jahrgängen – etwa im Leistungskurs oder bei der Vorbereitung auf mündliche Abiturprüfungen – waren wir unterstützend tätig. Es war ein tolles Gefühl, so aktiv mithelfen zu dürfen und ernst genommen zu werden. 

Neben der Unterrichtstätigkeit gehörte auch die Teilnahme an Besprechungen, die Planung eigener kleiner Unterrichtseinheiten und das gemeinsame Reflektieren mit Lehrkräften zu unserem Alltag. Besonders spannend war es, die Unterschiede im Schulalltag zu beobachten – etwa im Stundenplan, in der Lehrerrolle oder in der Unterrichtsgestaltung. Gleichzeitig wurde uns bewusst, wie viel Austausch und gegenseitiges Lernen auch über Landesgrenzen hinweg möglich ist.

Natürlich blieb auch Zeit, Budapest kennenzulernen – und die Stadt hat uns wirklich begeistert. Ob beim Spaziergang entlang der Donau, beim Sonnenuntergang an der Fisherman’s Bastion, beim Flohmarkt oder beim Thrift Shopping, bei Churros, Pizza oder Salatbar – wir haben versucht, in die Atmosphäre der Stadt einzutauchen und so viel wie möglich mitzunehmen. Besonders beeindruckt haben uns die Mischung aus historischen Gebäuden und modernem Stadtleben sowie die Offenheit der Menschen. 

Nach zwölf Tagen voller Eindrücke, neuer Kontakte, schöner Momente, aber auch kleiner Herausforderungen, war der Abschied nicht leicht. Wir wurden von den Lehrkräften und Schüler:innen sehr herzlich verabschiedet – mit persönlichen Gesprächen, einem Rückblick auf die gemeinsamen Stunden und einem Gefühl von echter Wertschätzung. 

Wir haben nicht nur viele neue Perspektiven auf Schule und Unterricht kennengelernt, sondern auch viel über uns selbst gelernt. Das Praktikum in Budapest hat uns motiviert, weiter über den Tellerrand zu schauen – und vielleicht zieht es uns irgendwann wieder dorthin zurück.

Nathalie Sedlak: Mein Praktikum in einem belgischen Künstleratelier – Zwei Wochen zwischen Kunst, Kultur und Kreativität
Im Rahmen meines zweiwöchigen Schulpraktikums hatte ich die Möglichkeit, in einem Künstleratelier in Belgien mitzuarbeiten. Diese Erfahrung war nicht nur künstlerisch, sondern auch kulturell äußerst bereichernd. Jeden Morgen begann mein Tag um 9 Uhr, wenn ich mich auf den Weg ins Atelier machte. Dort arbeitete ich meistens an den Skulpturen weiter, die ich am Vortag begonnen hatte. Die Materialien reichten von Ton, Erde und Styropor bis hin zu komplexeren Werkstoffen wie Bronze, Silber oder Gold, die wir in vorbereitete Formen gossen. Es war beeindruckend zu erleben, wie aus rohen Materialien fertige Kunstwerke entstanden. Ich durfte auch mit Glas- und Mosaikelementen experimentieren, was mir besonders viel Spaß gemacht hat, da ich dort eigene Ideen einbringen konnte.
An einigen Tagen fuhr ich gemeinsam mit den Künstlern in verschiedene belgische Großstädte – unter anderem nach Brüssel und Namur. Diese Ausflüge verbanden künstlerische Arbeit mit städtischer Kultur. In jeder Stadt begann der Tag mit einem kurzen Treffen im Rathaus, wo wir den Bürgermeister trafen. Nach einer kurzen Besprechung besichtigten wir bedeutende Statuen und Monumente, um über deren Geschichte, Zustand und mögliche Restaurierungen zu sprechen. Ich hatte keine spezielle Aufgabe während dieser Termine, versuchte jedoch, den Gesprächen auf Französisch so gut wie möglich zu folgen und machte mir Notizen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit Sightseeing und ließen den Abend in der jeweiligen Stadt ausklingen. Später fuhren wir dann wieder zurück nach Hause.
Mittwochs war das Atelier ein besonderer Treffpunkt: Zehn eingeladene Künstler kamen zu einem Workshop zusammen, bei dem jede und jeder an eigenen Projekten arbeitete. Ich konnte nicht nur zusehen, sondern mich auch aktiv einbringen und wertvolle Tipps erhalten. Es herrschte eine kreative, offene Atmosphäre ohne feste Arbeitszeiten. Manchmal endete mein Arbeitstag schon um 11 Uhr, manchmal arbeitete ich bis 17 oder sogar 18 Uhr. Auch Pausen konnte ich flexibel gestalten. Das Gelände war weitläufig, grün und beherbergte sogar einige Tiere. Ich durfte mich frei bewegen, mich zurückziehen oder mir jederzeit eine Essens- oder Trinkpause nehmen– was das Arbeiten sehr angenehm machte.
In der zweiten Woche lag der Schwerpunkt auf der Vorbereitung einer Ausstellung, in der die während des Praktikums entstandenen Skulpturen, Monumente und Kunstwerke präsentiert werden sollten. Einige meiner Arbeiten waren Teil dieser Ausstellung. Leider musste ich aber einen Tag vor der offiziellen Eröffnung wieder nach Deutschland zurückreisen und konnte die Ausstellung nicht mehr persönlich miterleben.

Rückblickend war mein Praktikum in diesem belgischen Künstleratelier eine ganz besondere und sehr persönliche Erfahrung. Ich habe viel über künstlerische Materialien und Techniken gelernt, durfte mich kreativ entfalten und Einblicke in das professionelle Arbeiten von Kunstschaffenden gewinnen. Darüber hinaus habe ich mein Französisch verbessern können und mich in einem neuen kulturellen Umfeld zurechtgefunden. Dieses Praktikum hat meinen Blick für Kunst erweitert und mir gezeigt, wie spannend kreative Berufe sein können – auch über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Elisa Zenses und Rut Schumacher
Wir haben unser Praktikum in einem kleinen vegetarischen Café in Tarbes (Südfrankreich) gemacht. Nach einem Tag „hospitieren“ durften wir ab Tag 2 hinten in der Küche selber verschiedene Bowls zubereiten, frischen Saft pressen und Cookies für den nächsten Tag vorbereiten. Das hat viel Spaß gemacht und vor Allem waren wir sehr glücklich darüber wie selbstständig wir arbeiten durften. Neben der ganzen Zubereitung gibt es natürlich auch noch andere Dinge die man im Hintergrund eines Cafébetriebs erledigen muss. Einkäufe einräumen, Obst schälen, putzen und natürlich ganz viel spülen.
Aber dadurch, dass es so viele verschiedene Aufgaben gab, ist uns nur selten langweilig geworden.
Da wir uns in dem Café und auch in unserer Gastfamilie ausschließlich auf Französisch unterhalten haben, hat uns das ganze Praktikum auch in diesem Bereich deutlich weiter gebracht und wir können es nur weiter empfehlen.
Neben der Arbeit in dem Café, hat unsere Gastfamilie mit uns an den Wochenenden noch andere Dinge gemacht. Am ersten Tag waren wir wandern am „Pont d‘Espagne“ in den Pyrenäen. Dieser war ungefähr 1 1/2 Stunden von dem Haus unserer Gastfamilie entfernt, aber die lange Fahrt hat sich definitiv gelohnt. Die Aussicht dort war wirklich fantastisch und wir waren nur Umgeben von Bergen, Schnee und Wasserfällen. Später haben wir noch Lourdes besichtigt und an einem anderen Tag waren wir noch in einem Tierpark ebenfalls in den Pyreneen. Am Tag unserer Abreise haben wir dann noch die Altstadt von Toulouse besichtigt, welche auch wirklich wunderschön ist, insbesondere das Rathaus und die Kirche. Alles in allem konnten wir in unserem Auslandspraktikum viele verschiedene Erfahrungen machen. Zum einen über die Arbeit in einem Café, über Möglichkeiten vegan zu backen und zu kochen, die französische Sprache und über die französische Kultur

Martina Gabel und Nella Junkermann: Unser Auslandspraktikum in Dublin, Irland
Wie ist es, in einem fremden Land zu arbeiten, weit weg von Zuhause? Diese Frage konnten wir uns selbst beantworten, als wir unser Praktikum in Dublin gemacht haben.
Die letzten zwei Wochen vor den Osterferien hatten wir die einmalige Gelegenheit ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Wir hatten zwar das Glück dieses Abenteuer gemeinsam zu erleben, trotzdem war die Nervosität deutlich spürbar.
Wir lebten in einer Gastfamilie etwas außerhalb von der Innenstadt in einem kleinen Vorort. Dort war es wunderschön, wir gingen jeden Tag mit dem Hund unserer Gastfamilie spazieren, zum Zug liefen wir nur fünfzehn Minuten und abends aßen wir immer alle zusammen, wie eine richtige Familie.
Unser Praktikum absolvierten wir in der Grundschule (Guardian Angels National School) unserer Gastschwester. Wir wurden direkt am Anfang in zwei unterschiedliche Klassen untergebracht (beide in eine erste Klasse), was uns selbstverständlich etwas Angst machte, doch diese verflog sobald wir bemerkten, wie unfassbar nett die Schüler und die Lehrer dort sind. Wir gingen jeden Tag von Montag bis Freitag zur Schule. In Irland beginnt die Schule erst um 8:50 Uhr, was eine nette Abwechslung zu Deutschland war und der Unterricht endete um 13:30 Uhr.
Da unsere Gastfamilie uns viele Freiheiten ließ durften wir nach der Schule immer machen, was wir wollten. Somit konnten wir alles auf eigene Faust entdecken, was eine einmalige Erfahrung für uns beide war. Wir fuhren öfters in die Stadt, um shoppen zu gehen, neue Läden zu entdecken und auch das Essen zu kosten. Dublin ist eine der schönsten Städte die wir je gesehen haben und die Sehenswürdigkeiten sind wunderschön. Wir standen vor der Temple Bar, taten so als wären wir Schüler im Trinity College, gingen über eine rote Ampel und fuhren mit der S-Bahn, wie echte Einheimische. Außerdem unternahmen wir ein Tagestrip nach Howth, liefen and der Küste lang und schnupperten die frische Meeresluft. Eine Portion Fish and Chips führte dazu, dass wir von Möwen verfolgt wurden. Bray war ebenfalls eine Erfahrung, die man in Dublin gemacht haben muss und ohne ein Spaziergang im St.Stephen‘s Green Park kann man von sich nicht behaupten ein wahrer Ire zu sein.
Hätten wir die Chance würden wir immer wieder ein Auslandspraktikum in Dublin machen, da wir Erfahrungen gemacht haben, die uns niemand mehr nehmen kann und wir diese für immer bei uns tragen werden.

Hannah Fürstenberg: Praktikumsbericht – Krabbelstube Sonnenblumenweg in Österreich
Im Rahmen meines Auslandspraktikums durfte ich zwei Wochen lang in einer sogenannten „Krabbelstube“ in Bad Vöslau, Österreich, praktische Erfahrungen im Bereich der frühkindlichen Betreuung sammeln. Die Krabbelstube ist vergleichbar mit einer deutschen Kindertagesstätte und betreut Kinder im Alter von etwa ein bis drei Jahren. Insgesamt gab es drei Gruppen mit jeweils maximal 14 Kindern, die liebevoll von einem pädagogischen Team betreut wurden.
Meine Arbeitszeiten waren montags von 8:00 bis 16:00 Uhr, dienstags von 7:30 bis 12:30 Uhr, mittwochs ab 7:30 Uhr bis 13:00 Uhr, sowie donnerstags und freitags jeweils von 7:00 bis 13:00 Uhr. Diese strukturierte Woche gab mir einen umfassenden Einblick in den Tagesablauf und die Organisation der Krabbelstube.
Zu meinen Aufgaben gehörten die Beaufsichtigung der Kinder, das gemeinsame Spielen, Basteln, Vorlesen, das Mithelfen bei den Mahlzeiten und die Betreuung während der Schlafenszeiten. Besonders spannend war es, zu beobachten, wie konsequent aber auch liebevoll mit den Kindern umgegangen wurde. Es wurde großer Wert auf klare Regeln gelegt, gleichzeitig aber auch auf die individuellen Bedürfnisse und Freiräume der Kinder Rücksicht genommen. Ein gutes Beispiel dafür war das Mittagsessen, die meisten Kinder bekamen warmes Essen von der Krabbelstube, bei besonderen Fällen wie Glutenunverträglichkeiten haben die Eltern passendes Essen mitgegeben. Während dem Essen wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass jedes Kind das korrekte Essen bekommt.
Danach war Schlafenszeit, welche bei so jungen Kindern immerhin eine große Rolle spielt, daher war klar geregelt welches Kind wie lange schlafen muss, dies variierte von einer bis zu drei Stunden. Die Kinder wurden gemeinsam in einen Schlafraum gebracht, in dem mindestens zwei Erzieherinnen anwesend waren und für eine ruhige, sichere Atmosphäre sorgten.
Besonders beeindruckt hat mich, wie individuell auf jedes einzelne Kind eingegangen wurde. Manche Kinder waren sehr ruhig, suchten viel Nähe und brauchten mehr persönliche Zuwendung, während andere eher lebhaft waren und klare Grenzen brauchten, um sich im Gruppenalltag zurechtzufinden. Es war faszinierend zu sehen, wie das Team auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder eingegangen ist, mit Geduld, Aufmerksamkeit und einem feinen Gespür für jedes Kind. Besonders bei einem neuen Kind, das erst seit wenigen Wochen in der Gruppe war und noch sehr oft weinte, wurde deutlich, wie wichtig eine enge Bezugsperson ist. Eine Betreuungsperson war stets in der Nähe und gab dem Kind Sicherheit und Geborgenheit, bis es sich langsam eingewöhnen konnte. Dadurch wurde für mich nochmal deutlich, wie viel Wert in der Einrichtung auf emotionale Stabilität und Bindung gelegt wird.
Während der gesamten zwei Wochen habe ich nicht nur im Umgang mit Kindern viel dazugelernt, sondern auch im Team gearbeitet, insbesondere mit meiner Ansprechpartnerin Yvonne, die mir jederzeit für Fragen zur Verfügung stand und mir viel erklärt hat. Es war spannend zu sehen, wie ein Kindergarten in Österreich organisiert ist und wie viele Gemeinsamkeiten es doch mit deutschen Einrichtungen gibt, trotz der regionalen Unterschiede.
Besonders gut hat mir die freundliche, offene Atmosphäre gefallen, sowohl im Team als auch im Umgang mit den Kindern. Das Spielen mit Autos, Puppen, Büchern oder das gemeinsame Turnen in der kleinen Halle oder draußen bei schönem Wetter war immer abwechslungsreich und bereichernd. Es wurde viel gelacht, entdeckt und gelernt, nicht nur von den Kindern, sondern auch von uns Betreuern.
Insgesamt war dieses Praktikum eine wertvolle Erfahrung. Ich konnte mein Wissen erweitern, neue pädagogische Ansätze kennenlernen und meine Begeisterung für die Arbeit mit kleinen Kindern wurde nochmal verstärkt.