Gedanken-Galaxie

Gedanken-Galaxie

Die Klasse 8c holt ferne Sternensysteme in ihren Klassenraum. Künstlerin Karolina Hajok begleitete die Schüler*innen der 8c und deren Klassenlehrerin Sandra Gerling bei dem Projekt “Klassenraumgestaltung”.

Eine Vielzahl spannender Entwürfe der Schüler*innen mussten zu einem Gesamtkunstwerk vereint werden. Keine leichte Aufgabe. Bei der Suche nach einem Kompromiss landete die Klasse bei Wilhelm Schlote – Zeichner, Cartoonist und Kinderbuchautor. In Schlotes Stil viele Ideen der Schüler*innen aufzugreifen führte zu dem beeindruckenden Ergebnis, das jetzt im Raum 1.3.3.8 zu bestaunen ist.

Wilhelm Schlote, bekannt durch seine Stadtplakat-Reihe, will die Klasse noch besuchen, das Ergebnis in Augenschein nehmen und eine exklusive Kunststunde geben.

Aufgabenformate in digitalen und hybriden Kontexten

Aufgabenformate in digitalen und hybriden Kontexten

Das selbstgesteuerte Lernen fördern – Lernarrangememnts so planen und entwickeln, dass sie sowohl im Präsenzunterricht als auch für das Lernen auf Distanz – also hybrid – einsetzbar sind, das waren die zentralen Fragen unserer schulinternen Lehrerfortbildung.

In der gegenwärtigen Situation ist es für Schülerinnen und Schüler, vor allem wenn es erneut zu (partiellen) Schulschließungen kommt, von erheblicher Bedeutung Lerninhalte selbständig erarbeiten zu können. In Zeiten des Lernens auf Distanz ist es notwendig, dass Schüler*innen abwechslungsreiche Aufgaben bekommen, die für sie leistbar und motivierend sind. Darauf möglichst gut vorbereitet zu sein ist und ein wichtiges Anliegen, weshalb wir uns diesem Thema in einer umfangreichen Fortbildung gewidmet haben.

Für das ganztägige Praxisseminar konnten wir das Baumgartner Institut für Unterrichtsentwicklung und Evaluation gewinnen.

Archi Award 2019

Archi Award 2019

„And the Oscar goes to…“ Was hat der Archi-Award mit Preisen wie dem Oscar zu tun? Natürlich gewinnt den Archi-Award niemand, weil er als Schauspieler hervorsticht. Stattdessen haben die Gewinner*innen des Archi-Awards sich alle für die Schule und ihre Schüler*innen eingesetzt. 2014 wurde der Archi-Award als jährliche Preisverleihung eingeführt, damit diejenigen, die sich besonders für das Archi engagieren, gewürdigt werden. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft haben die Möglichkeit, eine Person zu nominieren, die mit dem Preis ausgezeichnet werden soll. Aus der großen Menge der Nominierungen die Preisträger*innen auszuwählen ist die anspruchsvolle Aufgabe der Jury, die aus Vertreter*innen der Eltern- Schüler- und Lehrerschaft sowie dem Förderverein besteht.

Im Jahr 2019 wurden folgende Archi-Awards verliehen:

  • Herr Cölestin Uhrmann für die Konzeption und Durchführung des Projektes Ingenieur für ein Jahr
  • Frau Fait, Frau Richthoff, Frau Wiegelmann und Frau Pankoke stellvertretend für die erfolgreiche Bewerbung und Zertifizierung als Europaschule
  • Die AG Schülerbücherei für die langjährige Betreuung unserer Schülerbücherei und die aktive Leseförderung
  • Die Astro AG für den Aufbau des Planetenweges und die erfolgreiche Durchführung des Projektes Stratosphärenballon 2.0
Archi Award 2018

Archi Award 2018

Im Namen der gesamten Schulgemeinschaft bedankte sich Herr Papenheim sehr herzlich bei den diesjährigen Preisträgern des Archi Awards für ihr außerordentliches Engagement zum Wohle des Schullebens. Mit dem Preis wurden auch dieses Jahr wieder viele der besonderen, kreativen und außergewöhnlichen Leistungen, die das Leben am Archi bereichern und unsere Schule zu einer lebenswerten und lebendigen Schule werden lassen.

Weronika Chrusciel wurde für die langjährige Leitung der Japan-AG und der Schülerzeitung ausgezeichnet.
Lennart Effenberger und Linda Wegner erhielten den Preis für ihren vielfältigen Einsatz für die Schule.
Dorian Krillekes professionelle Betreuung der Licht- und Tontechnik wurde durch die Auszeichnung hervorgehoben.
Die Leistungskurse Mathematik der Q2 erhielten den Award als Dank für die Betreuung der Mathematik-Ausstellung „Mathematikum“.

Herzlichen Glückwunsch!

Archi Award 2017

Archi Award 2017

“Erfolgreich, herausragend, kreativ, professionell, unermüdlich  und vielfältig”, so beschrieb der Schulleiter Herr Papenheim die diesjährigen Preisträger des Archi-Awards. Am Tag der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse wurden gleich 22 Preisträger geehrt, die sich an verschiedenen Stellen um das Schulleben am Archi verdient gemacht haben. 

Die Preisträger:

Kimberly Richter, Madita Böhmer, Sophie Müller, Samuel Roß, Mert Gökce, Anna Heitmann, Julien Becker, Leon Köster, Felix Haverland  – für ihren unermüdlichen Einsatz bei Planung, Bau und Gestaltung der Palettenmöbel für unsere Pausenhalle.

Tom Erpelding, Aron Schliep, Jannis Wassiljew, Florenz-Schulze Ardey, Anna Schulze-Ardey, Theresa Gérard, Neele Haupthoff, Gabi Dorzweiler – für die kreative und professionelle Produktion des aktuellen Imagevideos für unsere Schule

Alyssa Ritzinger, Paula Janzen Gallego, Marlene Schnell, Tom Erpelding, Jannis Wassiljew, Jan Lukas Hobrock, Aron Schliep, Antonia Kleinschmidt – für die überaus erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Tag der Chemie 2017“ (mit dem Preisgeld in Höhe von 4500,-€ konnte die technische Ausstattung der Schule im Bereich der MINT Fächer deutlich verbessert werden) 

Hildegard Schuster – für ihr vielfältiges, herausragendes Engagement auch über den aktiven Schuldienst hinaus

Archi-Jägerken enthüllt

Archi-Jägerken enthüllt

Ende September war es endlich so weit, in Gegenwart der geladenen Künstler, Sponsoren, der Jury und Freunden des Archigymnasiums konnte unser Archi-Jägerken vor dem historischen Eingang der Öffentlichkeit präsentiert werden. 

Mit dabei  im Rahmen dieser feierlichen Zeremonie waren Herr Moritz als amtierendes und frisch im Amt bestätigtes Soester Jägerken, unsere neue Soester Bördekönigin Frau Plange bei ihrem ersten Auftritt im neuen Amt, sowie Herr Dr. Ruthemeyer als Bürgermeister.

Bevor allerdings die Würdenträger der Stadt zur Tat schreiten konnten, beleuchtete Herr Moritz in seiner Rede die historische Person des Jägerkens. Herr Schnell berichtete über die verschiedenen Kampagnen zur Finanzierung des Vorhabens u.a. eines umfangreichen virtuellen Kleider- und Organhandels und Frau Gerling über die Quadratur des Kreises bei der Auswahl der Preisträger zum Designwettbewerb. Herr Dr. Ruthemeyer drückte seine Freude darüber aus, dass die vor Jahren initiierte Idee der Jägerkenfigur als Identifikationsfigur der Stadt hier wieder aufgegriffen wurde und mithilfe vielfältigen und kreativer Beiträge ganz neue gelebt wurde. Danach traten die Würdenträger in Aktion und enthüllten den neuen Blickfang. Herrn Hilchenbach gebührte im Anschluss die Ehre als Sieger in der Kategorie Design-Gesamtkonzept die vielen symbolhaften Details am enthüllten Original zu Anwesenden genau darzulegen.     

Und hier noch ein Rückblick: 

Zur Projektidee: Auf der Suche nach einem Eyecatcher für die “Schaufensterfassade” des Archi an der Niederbergheimer Straße wurde vor knapp einem Jahr die Idee geboren, ein Bildungs-Jägerken zu gestalten. 
 
Mithilfe des Soest Marketings und Karsten Ludwig von der State of Art-Agentur ist es uns tatsächlich gelungen, den letzten noch verbliebenen, etwas angestaubten Rohling aus den Tiefen des Künstlerateliers auszugraben und für das Archi zu sichern. 

Im Rahmen einer Sponsorenaktion konnten neben einigen Hauptförderern – dank eines schwunghaften, virtuellen Kleider-& Organhandels – auch zahlreiche weitere Förderer für das Projekt gewonnen werden:

So wurde z.B. die aktuelle Klasse 7a nach einer Kuchen- und Getränkeaktion stolzer Besitzer des Jägerken- Hutes. Die silberne Abiturientia (Abi 1995) erwarb den “linken Arm mit Daumen hoch”, viele vermutlich nostalgisch gestimmte Englischlehrkräfte sicherten sich im sich anbahnenden Brexit einen der Europasterne auf der Pluderhose und das Kollegium bedankte sich für das Wirken des scheidenden Schulleiters, Herrn Papenheim, mit der Schenkung des Herzens im Sinne “im Herzen immer ein Archianer” (weitere Details siehe auch Sponsorentafel im Anhang). Aber auch das langjährige Wirken des amtierenden kommissarischen Schulleiters Herr Roß für das Archi würdigte das Kollegium mit der Schenkung der Augen und Ohren im Sinne von „Immer ein offenes Ohr und alles im Blick“. 
 
Das endgültige Design des neuen Bildungs-Jägerkens sollte sich an den Gewinnerentwurf eines dazu ausgeschriebenen Designwettbewerbs anlehnen. Der Dank geht hier an eine Vielzahl schöner und kreativer Beiträge, die es der aus Schülern, Eltern und Kunstlehrerinnen besetzen Jury nicht leicht machte. Lennart Hilchenbach ging als eindeutiger Gewinner in der Kategorie Gesamtkonzept hervor. Ihm gelang es im Anschluss, Ideen der Sonderpreisträger*innen in den abschließenden Entwurf zu integrieren. 

Hierzu noch ein paar spannende Details:

  • Der Gegensatz von jung & alt: Graue Locken in Anspielung auf das Gründungsjahr 1534 und Sneaker statt Stiefel als Bild der Moderne.
  • Die Backsteine als prägendes Bild des Altbaus, aber auch als Symbol für die Fundamente der Schule: Ein amtierender Lateinlehrer stiftete den untersten Backstein in Anspielung auf die Ursprünge als Lateinschule im Jahr 1534.  
  • Die Sterne auf der europablauen Hose und der MINT-Nagellack als Symbole für zwei unserer Bildungsschwerpunkte: Europaschule und MINT-freundliche Schule.
  • Das Gürtelmotiv mit seinen vielen farbigen Quadraten in Anspielung auf die Bedeutung der Vielfalt an der Schule oder, wie es die SV gerne formuliert, “Das Archi ist bunt!”.
  •  Das Ruder in der Hand in Bezug auf unser Landheim am Möhnesee, das auch als wichtiger Anlaufpunkt für unsere ehemaligen Schüler*innen und alle gern willkommenen Gäste von Bedeutung ist. 

Sandra Gerling und Patrick Schnell

3D-Drucker selbstgebaut

3D-Drucker selbstgebaut

Archischüler*innen bauen einen Schul-3D-Drucker in Kooperation mit dem StadtLabor, dem zdi und Kleegräfe Elektroinstallation

3D-Druck bietet für eine Schule viele interessante und motivierende Aspekte. So wird das räumliche Vorstellungsvermögen geschult, indem Modelle zunächst am PC in 2D entworfen und später durch den Drucker in 3D gedruckt werden. Außerdem können durch den Drucker notwendige Bauteile im Rahmen von Mikrocontroller-Projekten im Informatikunterricht hergestellt werden. So erhöht sich die Bandbreite der umsetzbaren Projekte deutlich.

Im Rahmen eines Workshops am digitalen StadtLabor bauten am letzten Wochenende Archi-Schüler*innen aus zwei Teams der Forscher- & Tüftler-AG des Archigymnasiums in Kooperation mit Patrick Sauermann von Kleegräfe Elektroinstallation und dem zdi einen 3D-Drucker aus mehr als 100 Einzelteilen inklusive aller Sicherheitseinrichtungen zusammen.

Zielsetzung für die beteiligten Schüler*innen war es, mit Geduld und Gewissenhaftigkeit und unter Aufsicht eines Elektrikers nicht nur Spaß beim Zusammenbau des 3D-Druckers zu erleben, sondern auch ihr technisches Verständnis zu erweitern. Sie konnten diese komplexe Aufgabe, von Anfang bis Ende, weitestgehend eigenständig durchführen. 

Zudem erfuhren Sie einiges zum Berufsfeld eines Elektrikers und den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten aus erster Hand. Das zdi förderte den Workshop als Baustein einer vertieften Berufsorientierungsmaßnahme.

Als „Belohnung“ stand am Ende und nach der technischen Abnahme ein selbst gebauter, voll funktionsfähiger 3D-Drucker, welcher einsatzbereit auch den Anforderungen von Schulen entspricht.

Nicht nur die Schüler*innen des aktuellen Teams, sondern auch die Mitschüler*innen freuen sich bereits, in den bald folgenden Workshops 3D-Druck-Objekte zu entwerfen und im Druck auch umzusetzen.

Patrick Schnell und Daniel Stark

Julius Ide erfolgreich bei bundesweitem Informatikwettbewerb

Julius Ide erfolgreich bei bundesweitem Informatikwettbewerb

Wir sind stolz, dass mit Julius Ide erneut ein Archi Schüler an der Endrunde des Bundeswettbewerbs Informatik teilnehmen konnte. Von fast 1500 Teilnehmer*innen haben es nur die talentiertesten 23 bis in die Endrunde geschafft. – Herzlichen Glückwunsch.

Coronabedingt wurde die Endrunde des 38. Bundeswettbewerbs Informatik in diesem Jahr online ausgetragen. Ausrichter der Endrunde war das Department Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). „Ich habe neue und interessante Erfahrungen gemacht und viele andere Informatik-Talente kennen gelernt. Die Teilnahme hat mich motiviert, mich weiter mit Informatik zu beschäftigen“, erklärte Julius.

Der 38. Bundeswettbewerb Informatik

Der Bundeswettbewerb Informatik, an dem seit 1980 jährlich über 1.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, besteht aus drei Runden und erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr.

In den ersten beiden Runden des 38. Bundeswettbewerbs hatten die Jugendlichen u.a. Programme zur idealen Bepflanzung von Blumenbeeten geschrieben und für die sichere Energieversorgung eines Roboters gesorgt. Bereits die erste Runde eröffnete die Chance zur Teilnahme an den attraktiven Workshops, die von Hochschulen und namhaften Unternehmen angeboten wurden. Hier sammelten die Nachwuchstalente wertvolle Praxiserfahrung und knüpften Kontakte. Allerdings mussten in diesem Jahr viele der Workshops wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Das Finale

Die besten 23 Teilnehmenden des 38. Bundeswettbewerbs wurden zum Online-Finale eingeladen. „An zwei Tagen des Finales musste  Julius im Team anspruchsvolle Aufgaben bearbeiten und die Lösungen einer Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren. In Einzelgesprächen wurden Wissen, insbesondere aber auch die Problemlösungs-Kompetenz der Schülerinnen und Schüler, geprüft. Hier hat Julius. starke Leistungen gezeigt“, so Marcus Roß, Informatiklehrer am Archi. Die erste Aufgabe beschäftigte sich mit der Logik hinter dem „Schweizer System“ zur Durchführung von Schachturnieren, in der zweiten waren Protokolle für sicheren, verschlüsselten Austausch von Nachrichten zu erstellen.

„Wir freuen uns, dass mit Julius ein Schüler vom Archi in diesem anspruchsvollen Wettbewerb das Finale erreicht hat. Darauf kann er schon stolz sein“, schwärmt Marcus Roß. Auch der Juryvorsitzende, Prof. Dr. Christoph Weidenbach von der Universität Lübeck, unterstreicht die Leistung: „Wissen und Fähigkeiten der Finalisten haben auch in diesem Jahr gezeigt, dass der Bundeswettbewerb Informatik es immer wieder schafft, Spitzentalente zu entdecken“.

Der Bundeswettbewerb Informatik ist der traditionsreichste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) und richtet sich an Jugendliche bis 21 Jahre, die sich noch nicht in einem Studium bzw. einer Berufstätigkeit befinden. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik zu wecken sowie Informatik-Talente zu entdecken und zu fördern. Mit dieser Zielsetzung richtet BWINF neben dem Bundeswettbewerb zwei weitere Schülerwettbewerbe aus: den Informatik-Biber und den Jugendwettbewerb Informatik. BWINF ist darüber hinaus für die Auswahl und Teilnahme des deutschen Teams bei der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) verantwortlich. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Träger sind die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und das Max-Planck-Institut für Informatik. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe sind von der Kultusministerkonferenz geförderte Schülerwettbewerbe und stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Wasser für die Oase

Wasser für die Oase

Ein Projekt zur Konstruktion einer automatischen Bewässerungsanlage für die Oase.

Wie alles begann:

Nachdem mit dem „Weiß statt heiß“ – Projekt im Schuljahr 2018/19 Preisgelder gewonnen wurden (vgl. Jahrbuch des letzten Jahres), stellte sich am Anfang des Schuljahres 2019/20 in der „Forscher und Tüftler“ – AG die Frage, was man mit dem Preisgeld machen könnte. Da es Jahr für Jahr schwieriger wird, eine Person zu finden, die in den Sommerferien die Pflanzen in der Oase gießt, kam der AG-Leiter Herr Schnell auf die Idee, man könnte das Preisgeld auch dafür verwenden, eine automatische Tröpfchen-Bewässerung zu bauen. Nach erster Recherche stellte sich heraus: Fertiglösungen mit Zeit- und Messfunktionen gibt es viele, jedoch sind diese bei einer großflächigen Lösung auch relativ teuer. Jedoch fand sich auf einer Webseite, die sich mit sog. Arduinos, kleinen, programmierbaren Mikrocontrollern, die für den Hobby- und Entwicklungsbereich gedacht sind, ein Bauprojekt zum kostengünstigen Eigenbau einer solchen Bewässerungstechnik. Da auch wieder Förderanträge zum Projekt bei der Firma Innogy eingereicht werden konnten, wurde ein solches Set bestellt.

Der Pflanzuino:

Nachdem dieses Set angekommen war, wurde es zunächst begutachtet und auf Vollständigkeit überprüft. Hierbei stellte sich heraus, dass ein Feuchtigkeitssensor fehlte, welcher jedoch mit einem solchen aus Schulvorräten ergänzt werden konnte. Des Weiteren stellte sich nach einem leichten Zusammenbau mit erstem Test heraus, dass die Pumpe nicht in der Lage war, größere Mengen Wasser zu transportieren. Nach dem Kauf einer neuen, stärkeren Pumpe konnte diese Technik auf Herz und Nieren geprüft werden. Hierbei war jedoch zu bemerken, dass der Sensor nach knapp zwei Wochen sponn und falsche Werte lieferte. Eine Begutachtung ergab, dass dieser durch Korrosion unbrauchbar geworden war. Damit wurde dieser Zweig des Projekts erst einmal abgeschlossen.

Der Blumentopfwächter:

Nachdem neben Frau Bölts (jetzt Winkler) noch mehrere Siebtklässler in das Projekt einstiegen, wurden für diese, um das technische Verständnis zu erhöhen, mehrere, sog. Blumentopfwächter angeschafft. Diese sind in der Lage, den Feuchtegrad der Erde anhand der Blinkgeschwindigkeit einer LED anzuzeigen. Diese wurden jedoch nach einer Testphase, bei welcher sie an sich gut funktionierten, wieder weggepackt, da keine Ausbaumöglichkeit bestand, ohne dass eine komplette Änderung hätte erfolgen müssen.

Weitere Ansätze: Bau aus Elektronik-Bauteilen:

Nachdem der Pflanzuino nach einigen Problematiken nicht betriebsfähig war und aufgrund der Corona-bedingten Schulschließungen viel Zeit vorhanden war, wurde eine weitere Idee umgesetzt: die Umänderung eines Schaltplans eines Dämmerungsschalters zu einer Planzenbewässerung. Diese erst einmal komisch klingende Umwandlung hat jedoch ihren Sinn: ein Lichtwiderstand (kurz: LDR) besitzt ähnliche technische Eigenschaften wie ein Feuchtigkeitssensor, mit dem Unterschied, dass er auf Licht reagiert. Nach einer Umrechnung der ersten Schaltung konnte ein Prototyp in Betrieb genommen werden, welcher jedoch nach circa zwei Wochen eine Überschwemmung verursachte. Der Fehler war schlussendlich gesehen ein simpler Rechenfehler, welcher jedoch nicht korrigiert wurde, da eine Umsetzung eines zweiten Schaltplans zu einem Dämmerungsschalter, diesmal auf Basis einer Integrierten Schaltung, anstand. Dieser wurde wieder erprobt, wobei abgesehen von einer schlechten Stromversorgung, keine Fehler festzustellen waren, sodass dieser Prototyp als Vorbild für die Bewässerungstechnik fungierte.

Endspurt: Der Aufbau in der Oase:

Nachdem alle Teile bestellt waren, konnte nach einem Zusammenbau, welcher sich relativ problemlos gestaltete, der erste Test vor Ort in der Oase stattfinden. Zusammen mit Frau Winkler, Herrn Schnell und den Oasen-Koordinatoren Herrn Volkmer und Herrn Lohmann wurde die Technik aufgebaut, bei einem Test zeigte sich jedoch die Notwendigkeit eines An/Aus Schalters, sowie einer Überarbeitung der Ansteuerung des Magnetventils, da dieses nach kurzer Betriebszeit heiß wurde. Nachdem einige Zeit später dieser Fehler behoben sowie ein Solar-Modul, welches den vorhandenen Akku auflädt, installiert war, konnte die Technik aufgebaut werden. Diese funktioniert, bis auf eine Undichtigkeit am Schlauchsystem, welche kurze Zeit später ebenfalls behoben wurde, einwandfrei.

Fazit und Aussichten für die Zukunft: Nach einer längeren Forschungsphase ist die Anlage nun bereit, die Oase automatisch und sensorgesteuert zu bewässern. Diese Bewässerung soll in Zukunft auch über mehrere Jahre im Einsatz bleiben. Es steht außerdem die Überlegung im Raum, diese im Laufe der nächsten Jahre zu erweitern.

Autor: Simon Schallör

Unterricht in Zeiten von Corona

Unterricht in Zeiten von Corona

Hier finden Sie unser aktuelles Hygienekonzept, unsere Qualitätsstandards und Kriterien zur Leistungsbewertung für das Lernen auf Distanz.

Sollten einzelne Klassen oder Jahrgangsstufen über das Lernen auf Distanz unterrichtet werden, werden wir die Unterrichtsinhalte, die Aufgabenkanäle und die zu erwartende Rückmeldung im digitalen Klassenbuch dokumentieren. Auf diese Weise wollen wir ein größeres Maß an Transparenz in diesem Bereich schaffen. Der Bereich ist. passwortgeschützt, die notwendigen Zugangsdaten finden sich im Dokument “Qualitätsstandards zum Lernen auf Distanz”.

(Schule Foto erstellt von freepik – de.freepik.com)