Hanse-Challenge: Wenn Geschichte zum Bauprojekt wird

Hanse-Challenge: Wenn Geschichte zum Bauprojekt wird

Wie ein Zukunftsschulen-Netzwerk aus Soest, Ense und Rüthen Maker Education und Kulturgeschichte zusammenbringt – und damit etwas in Bewegung setzt

Am 18. März 2026 war der Alte Schlachthof in Soest kaum wiederzuerkennen. 180 Schülerinnen und Schüler aus 15 Schulen, riesige Kisten voller Legobausteine, ein WDR-Kamerateam und ein kreatives Tohuwabohu, das man wirklich gesehen haben muss: Die erste Hanse-Challenge war kein normaler Schultag – und das war genau der Punkt.

Aber fangen wir vorne an. Denn diese Challenge hat eine Vorgeschichte, die man kennen sollte.

Eine Idee aus unserem Netzwerk

Hinter dem Projekt steckt das make!-Zukunftsschulennetzwerk – ein Zusammenschluss von Schulen, die überzeugt sind, dass Lernen anders gehen kann: praktischer, fächerübergreifender, echter. Das Archigymnasium Soest, die Fürstenbergschule in Ense und das Friedrich-Spee-Gymnasium Rüthen bilden die Keimzelle dieses Netzwerks. Aus dieser Zusammenarbeit ist „Hanse am Hellweg“ gewachsen – ein Pilotprojekt, das regionale Kulturgeschichte mit Maker Education verbindet.

Alleine hätte das keine der drei Schulen so gestemmt. Deshalb wurden Verbundpartner ins Boot geholt: das Kulturhaus Alter Schlachthof, die Bürgerstiftung Hellweg-Region, das DiLAS x stadtLABOR und der VDE. Zusammen haben sie aus einer pädagogischen Grundidee einen mehrstufigen Wettbewerb gemacht, der inzwischen auch überregional Aufmerksamkeit bekommt.

360 Kilogramm Lego und jede Menge Mittelalter

Der Auftakt im Januar fand statt. Seitdem haben Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse aus 15 Schulen in der Region Soest die Hanse-Zeit kreativ erforscht, intensiv Kulturakteure besucht und befragt, um dann – Stein für Stein – Hanse Szenen nachzubauen. Rohstoffe, Handel, Siedlungsbau, Alltag und Kinderspiele im Mittelalter, das waren die Themen – und das Medium? Lego!

Wer jetzt denkt, das klingt simpel, der unterschätzt, was dabei entsteht. Beim FSG Rüthen zum Beispiel öffneten 30 Kinder aus mehreren Grundschulen Boxen mit je 12 Kilogramm Lego – und bauten binnen weniger Wochen Hansestädte, Marktplätze und mittelalterliche Handelsszenen. Unsere Teams hatten nur wenige Doppelstunden – und trotzdem entstanden mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, ausgeklügelte Baulogistik inklusive führte zu einem Sonderpreis fürs Archi. Die von-Vincke-Schule, eine LWL-Förderschule für Kinder mit Sehbehinderung, baute mit Braille-Steinen einen Marktplatz mit Stadtlogo – und hat dabei vielleicht das berührendste Exponat des gesamten Aktionstages geschaffen – das war ebenfalls einen Sonderpreis wert. Herzlichen Glückwunsch!

Der Aktionstag: Mehr als Preisverleihung – ein Makeathon

Der Aktionstag am 18. März war dann der Höhepunkt. Aber nicht nur wegen der Jury-Entscheidung. Tanzen, experimentelle Salzerfahrungen, Lasercutter mit Hanse-Motiven, 3D-Design für historische Bauten, digitales Sticken von Hanse-Symbolen, eine mittelalterliche Verkleidungskammer – das Programm war so vollgepackt, dass man an jedem Stand hätte hängen bleiben können. Irgendwie waren alle Gewinner, wie es im Soester Anzeiger treffend hieß.

Aus der Bildungsperspektive war das Entscheidende aber etwas anderes: Hier lernten Kinder nicht durch Lesen, sondern durch Bauen, Ausprobieren und Präsentieren. Fächerübergreifend – Geschichte, Kunst, MINT, Teamarbeit – und ohne dass man ständig daran erinnert werden musste, dass man eigentlich gerade lernt. Die Makeathonleiter – reine Lernbegleiter, von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 bis zu Profis der Makereducation.

Was Maker Education wirklich bedeutet

Dahinter steckt eine Überzeugung, die unser Schulnetzwerk teilt: Maker Education ist keine Methode für den Informatik-Unterricht. Sie ist ein Prinzip, das in Deutsch und Sport genauso funktioniert wie in Geschichte. Selbst gestalten, tüfteln, Probleme kreativ lösen – das sind Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler in jedem Fach und für ihre Zukunft brauchen.

Die Hanse-Challenge war ein erster Beweis, dass das klappt – und zwar schulübergreifend, jahrgangsübergreifend und mit einer Bandbreite von Förderschule bis Gymnasium. Auch Altersunterschiede von Grundschülern bis zu Mittelstufenschülern spielen bei den interessensgeleiteten, die Selbstwirksamkeit fördernden Projekten keine große Rolle.

Wie es weitergeht

Das Projekt wird fortgeführt werden. Die entstandenen Lego-Modelle werden ausgestellt. Und der Dialogabend, zu dem 110 Teilnehmende aus Schulen, Hochschulen, Sozialarbeit und Stadtgesellschaft anreisten, hat gezeigt: Das Interesse geht weit über die Schulen und die Region hinaus.

Für uns als Schule ist das ein guter Moment zum Durchatmen – und dann weitermachen. Denn wenn 360 Schülerinnen und Schüler wochenlang mit echter Begeisterung an einem Thema forschen und arbeiten, stimmt etwas grundlegend Richtiges an diesem Ansatz.


Das Projekt „Hanse am Hellweg“ ist ein Pilotprojekt des make!-Zukunftsschulennetzwerks (Archigymnasium Soest, Fürstenbergschule Ense, FSG Rüthen) in Zusammenarbeit mit DiLAS x stadtLABOR, Kulturhaus Alter Schlachthof, Bürgerstiftung Hellweg-Region und VDE.

Erfolg beim landesweiten Spanisch-Vorlesewettbewerb

Erfolg beim landesweiten Spanisch-Vorlesewettbewerb

Beim landesweiten Vorlesewettbewerb „Leo, leo … – ¿qué lees?“ hat unsere Schülerin Shata aus der Jahrgangsstufe 10 einen großen Erfolg erzielt: Sie erreichte in der Kategorie Medianos II den 3. Platz. Der Wettbewerb fand Ende Februar am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Hilden statt. Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens reisten an, um ihr Können im Fach Spanisch unter Beweis zu stellen. Die Teilnehmenden mussten einen ihnen zuvor unbekannten spanischen Text nach kurzer Vorbereitungszeit vor Publikum und einer Jury vorlesen. Bewertet wurden dabei unter anderem Aussprache, Intonation, Lesefluss und Textverständnis. Wir gratulieren Shata herzlich zu diesem tollen Erfolg und freuen uns über diese starke Leistung im Fach Spanisch. ¡Enhorabuena!

Vom Anfänger zur Piste: Eine Schulskifahrt, die begeistert

Vom Anfänger zur Piste: Eine Schulskifahrt, die begeistert

Was für eine Woche für das Archigymnasium: Drei Klassen, die zu Beginn noch vorsichtig auf Skiern standen, ziehen heute selbstbewusst ihre Spuren über die Pisten. Die aktuellen Gruppenbilder sprechen Bände – lachende Gesichter, eingespielte Teams und jede Menge Stolz auf das Erreichte.

Die Anreise mit dem Bus war der Auftakt zu einer rundum gelungenen Fahrt. Vor Ort überzeugten nicht nur die bestens präparierten Pisten und das traumhafte Wetter, sondern auch das italienische Essen, das bei allen für Begeisterung sorgte.

Spätestens beim täglichen Aufwärmen zum Gute-Laune-Song und „La Balu“ war klar: Diese Fahrt wird mehr als nur ein Sportkurs.

Besonders beeindruckend ist der Lernfortschritt: Unter der Anleitung der Lehrerinnen und Lehrer haben selbst absolute Anfänger innerhalb weniger Tage das Skifahren erlernt. Erste Parallelschwünge gelingen bereits, auch wenn der Skistockeinsatz noch nicht bei allen sicher sitzt.

Ein Highlight war für viele das freie Fahren in Kleingruppen auf der blauen Piste – ein Moment, in dem aus Unsicherheit echte Freude am Skisport wurde.

 Der Neuschnee von Samstag auf Sonntag und strahlender Sonnenschein sorgten für perfekte Bedingungen, die die Stimmung zusätzlich beflügelten.

 Auch abseits der Piste bewiesen die Schülerinnen und Schüler Kreativität: Das eigenständig organisierte Abendprogramm zeigte Teamgeist und Engagement.

Nun richtet sich der Blick auf den krönenden Abschluss: die Skirallye am Donnerstag. Wenn die Stimmung so bleibt wie auf den Bildern, steht einem grandiosen Finale nichts im Weg.

Book in an box

Book in an box

Eine gemeinsame Aktion der Schülervertretung und der Fachschaft Deutsch

Theaterluft schnuppern…..

Theaterluft schnuppern…..

durften alle Schülerinnen und Schüler am vergangenen Freitag beim Besuch des Stadttheaters in Dortmund. Dort erlebten sie eine moderne Inszenierung des für Sie abiturrelevanten Dramas „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist, die sicherlich so manche Erwartungen widerlegte.

Bustransfer und Tickets waren im Vorfeld von den unterrichtenden Lehrkräften organisiert worden, die ihre Kurse ebenfalls begleiteten. Alle an dieser Theaterfahrt teilnehmenden genossen sichtlich den Besuch dieses außerschulischen Lernortes und konnten durch die lebendige und kurzweilige Aufführung ihren Zugang zum Text vertiefen.