Nachdem unsere jährliche Unterstufennacht Anfang des Schuljahres aufgrund zu kalter Temperaturen verschoben werden musste, wurde sie am letzten Wochenende, den dritten auf den vierten Juli nachgeholt.
Mit rund 60 Schülern der Unterstufe fingen wir also am Freitag um 17:30 Uhr mit der Anmeldung, sowie dem Aufbau der Zelte an. Anschließend gab es einige Spiele, um den Abend genüsslich zu starten. Wie beinahe in jedem Jahr stand ‚Kotzendes Känguru‘ auf dem Programm, wobei durch ‚Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?‘ für Abwechslung in unserer Spielewahl gesorgt wurde.
Nach einer Stärkung in Form von Gegrilltem und einem bunten Buffet, fing das eigentliche Programm an. Traditionell wurde dieses durch die Mini-SV organisiert. In diesem Jahr gab es eine Rallye mit spielen wie Musik raten, Topfschlagen, Bottle Flip und einem Parcours. Später wurden die Top drei Gruppen mit kleinen Preisen und lautem Jubeln gekrönt.
Als letzter Programmpunkt des Abends stand wie jedes Jahr die Auswahl zwischen Disco und Lagerfeuer an. Wer lieber etwas Ruhe wollte, um vor dem Schlafen runter zu fahren, gesellte sich zu den SV Lehrern und älteren SV-Schülern an das warme Lagerfeuer, während der Rest in der Turnhalle eine kleine Party veranstaltete, wo Songs wie ‚Cotton Eye Joe‘, ‚Call Me Maybe‘ oder ‚Mädchen auf dem Pferd‘ liefen.
Wie man also wollte, ob wild oder ruhig, in beiden Fällen kam der Abend auf eine schöne Art zum Ende und irgendwann war auch die letze Person in ihrem Zelt verschwunden, sodass es für eine kurze Weile ruhig auf dem Sportplatz wurde. Zumindest bis zu dem Moment, an dem am nächsten Morgen alle durch laute Musik geweckt wurden. Der Morgen also wurde mit verschiedensten Songs gestartet, die noch überdie Wiese schallten, als auch die letzten Schüler ihre Zelte abgebaut hatten und das Gelände verließen.
Die Unterstufennacht ist jedes Jahr aufs Neue eine einzigartige Nacht, geprägt von viel Spaß und Gelächter. Obwohl es erst die Vierte war, möchten wir als SV sie nicht missen und freuen uns sie organisieren zu dürfen. Niemand von uns kann leugnen, dass es ein wundervolles Gefühl ist, in die strahlenden Gesichter all der Fünft- und Sechstklässler zu blicken, weshalb wir hoffen, dass die als langjährige Tradition erhalten bleibt.
Eine Woche Budapest, zahlreiche neue Eindrücke und ein selbst entwickeltes Brettspiel: Acht Schülerinnen der Einführungsphase haben, begleitet von Frau Hecker-Wieneke und Herrn Schäfer, an einer Erasmus+-Mobilität nach Ungarn teilgenommen. Zusammen mit ihren ungarischen Partnerinnen und Partnern des Fazekas Mihály Gimnáziums in Budapest erkundeten sie bei Sommerwetter bekannte Sehenswürdigkeiten, Museen sowie Mahn- und Denkmale und untersuchten, wie die Bedeutung dieser Orte heute vermittelt wird und welche Rolle soziale Medien wie Instagram für ihre Wahrnehmung spielen. In der weitläufigen Bibliothek der Schule wurde gemeinsam diskutiert, recherchiert und gestaltet. Das Ergebnis: das selbst entwickelte Brettspiel „Eine Runde Budapest“, das die Inhalte des Projekts spielerisch erlebbar macht. Teilnehmerin Martina Gabel fasste ihre Erfahrungen so zusammen: „Die Zeit in Budapest hat mich nicht nur die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Kultur und herzliche Gastfreundschaft erleben lassen.“
Die Mobilität wurde im Rahmen des Erasmus+-Programms von der Europäischen Union kofinanziert.
Wie ein Zukunftsschulen-Netzwerk aus Soest, Ense und Rüthen Maker Education und Kulturgeschichte zusammenbringt – und damit etwas in Bewegung setzt
Am 18. März 2026 war der Alte Schlachthof in Soest kaum wiederzuerkennen. 180 Schülerinnen und Schüler aus 15 Schulen, riesige Kisten voller Legobausteine, ein WDR-Kamerateam und ein kreatives Tohuwabohu, das man wirklich gesehen haben muss: Die erste Hanse-Challenge war kein normaler Schultag – und das war genau der Punkt.
Aber fangen wir vorne an. Denn diese Challenge hat eine Vorgeschichte, die man kennen sollte.
Eine Idee aus unserem Netzwerk
Hinter dem Projekt steckt das make!-Zukunftsschulennetzwerk – ein Zusammenschluss von Schulen, die überzeugt sind, dass Lernen anders gehen kann: praktischer, fächerübergreifender, echter. Das Archigymnasium Soest, die Fürstenbergschule in Ense und das Friedrich-Spee-Gymnasium Rüthen bilden die Keimzelle dieses Netzwerks. Aus dieser Zusammenarbeit ist „Hanse am Hellweg“ gewachsen – ein Pilotprojekt, das regionale Kulturgeschichte mit Maker Education verbindet.
Alleine hätte das keine der drei Schulen so gestemmt. Deshalb wurden Verbundpartner ins Boot geholt: das Kulturhaus Alter Schlachthof, die Bürgerstiftung Hellweg-Region, das DiLAS x stadtLABOR und der VDE. Zusammen haben sie aus einer pädagogischen Grundidee einen mehrstufigen Wettbewerb gemacht, der inzwischen auch überregional Aufmerksamkeit bekommt.
360 Kilogramm Lego und jede Menge Mittelalter
Der Auftakt im Januar fand statt. Seitdem haben Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse aus 15 Schulen in der Region Soest die Hanse-Zeit kreativ erforscht, intensiv Kulturakteure besucht und befragt, um dann – Stein für Stein – Hanse Szenen nachzubauen. Rohstoffe, Handel, Siedlungsbau, Alltag und Kinderspiele im Mittelalter, das waren die Themen – und das Medium? Lego!
Wer jetzt denkt, das klingt simpel, der unterschätzt, was dabei entsteht. Beim FSG Rüthen zum Beispiel öffneten 30 Kinder aus mehreren Grundschulen Boxen mit je 12 Kilogramm Lego – und bauten binnen weniger Wochen Hansestädte, Marktplätze und mittelalterliche Handelsszenen. Unsere Teams hatten nur wenige Doppelstunden – und trotzdem entstanden mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, ausgeklügelte Baulogistik inklusive führte zu einem Sonderpreis fürs Archi. Die von-Vincke-Schule, eine LWL-Förderschule für Kinder mit Sehbehinderung, baute mit Braille-Steinen einen Marktplatz mit Stadtlogo – und hat dabei vielleicht das berührendste Exponat des gesamten Aktionstages geschaffen – das war ebenfalls einen Sonderpreis wert. Herzlichen Glückwunsch!
Der Aktionstag: Mehr als Preisverleihung – ein Makeathon
Der Aktionstag am 18. März war dann der Höhepunkt. Aber nicht nur wegen der Jury-Entscheidung. Tanzen, experimentelle Salzerfahrungen, Lasercutter mit Hanse-Motiven, 3D-Design für historische Bauten, digitales Sticken von Hanse-Symbolen, eine mittelalterliche Verkleidungskammer – das Programm war so vollgepackt, dass man an jedem Stand hätte hängen bleiben können. Irgendwie waren alle Gewinner, wie es im Soester Anzeiger treffend hieß.
Aus der Bildungsperspektive war das Entscheidende aber etwas anderes: Hier lernten Kinder nicht durch Lesen, sondern durch Bauen, Ausprobieren und Präsentieren. Fächerübergreifend – Geschichte, Kunst, MINT, Teamarbeit – und ohne dass man ständig daran erinnert werden musste, dass man eigentlich gerade lernt. Die Makeathonleiter – reine Lernbegleiter, von Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 bis zu Profis der Makereducation.
Was Maker Education wirklich bedeutet
Dahinter steckt eine Überzeugung, die unser Schulnetzwerk teilt: Maker Education ist keine Methode für den Informatik-Unterricht. Sie ist ein Prinzip, das in Deutsch und Sport genauso funktioniert wie in Geschichte. Selbst gestalten, tüfteln, Probleme kreativ lösen – das sind Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler in jedem Fach und für ihre Zukunft brauchen.
Die Hanse-Challenge war ein erster Beweis, dass das klappt – und zwar schulübergreifend, jahrgangsübergreifend und mit einer Bandbreite von Förderschule bis Gymnasium. Auch Altersunterschiede von Grundschülern bis zu Mittelstufenschülern spielen bei den interessensgeleiteten, die Selbstwirksamkeit fördernden Projekten keine große Rolle.
Wie es weitergeht
Das Projekt wird fortgeführt werden. Die entstandenen Lego-Modelle werden ausgestellt. Und der Dialogabend, zu dem 110 Teilnehmende aus Schulen, Hochschulen, Sozialarbeit und Stadtgesellschaft anreisten, hat gezeigt: Das Interesse geht weit über die Schulen und die Region hinaus.
Für uns als Schule ist das ein guter Moment zum Durchatmen – und dann weitermachen. Denn wenn 360 Schülerinnen und Schüler wochenlang mit echter Begeisterung an einem Thema forschen und arbeiten, stimmt etwas grundlegend Richtiges an diesem Ansatz.
Das Projekt „Hanse am Hellweg“ ist ein Pilotprojekt des make!-Zukunftsschulennetzwerks (Archigymnasium Soest, Fürstenbergschule Ense, FSG Rüthen) in Zusammenarbeit mit DiLAS x stadtLABOR, Kulturhaus Alter Schlachthof, Bürgerstiftung Hellweg-Region und VDE.
Was für eine Woche für das Archigymnasium: Drei Klassen, die zu Beginn noch vorsichtig auf Skiern standen, ziehen heute selbstbewusst ihre Spuren über die Pisten. Die aktuellen Gruppenbilder sprechen Bände – lachende Gesichter, eingespielte Teams und jede Menge Stolz auf das Erreichte.
Die Anreise mit dem Bus war der Auftakt zu einer rundum gelungenen Fahrt. Vor Ort überzeugten nicht nur die bestens präparierten Pisten und das traumhafte Wetter, sondern auch das italienische Essen, das bei allen für Begeisterung sorgte.
Spätestens beim täglichen Aufwärmen zum Gute-Laune-Song und „La Balu“ war klar: Diese Fahrt wird mehr als nur ein Sportkurs.
Besonders beeindruckend ist der Lernfortschritt: Unter der Anleitung der Lehrerinnen und Lehrer haben selbst absolute Anfänger innerhalb weniger Tage das Skifahren erlernt. Erste Parallelschwünge gelingen bereits, auch wenn der Skistockeinsatz noch nicht bei allen sicher sitzt.
Ein Highlight war für viele das freie Fahren in Kleingruppen auf der blauen Piste – ein Moment, in dem aus Unsicherheit echte Freude am Skisport wurde.
Der Neuschnee von Samstag auf Sonntag und strahlender Sonnenschein sorgten für perfekte Bedingungen, die die Stimmung zusätzlich beflügelten.
Auch abseits der Piste bewiesen die Schülerinnen und Schüler Kreativität: Das eigenständig organisierte Abendprogramm zeigte Teamgeist und Engagement.
Nun richtet sich der Blick auf den krönenden Abschluss: die Skirallye am Donnerstag. Wenn die Stimmung so bleibt wie auf den Bildern, steht einem grandiosen Finale nichts im Weg.
durften alle Schülerinnen und Schüler am vergangenen Freitag beim Besuch des Stadttheaters in Dortmund. Dort erlebten sie eine moderne Inszenierung des für Sie abiturrelevanten Dramas „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist, die sicherlich so manche Erwartungen widerlegte.
Bustransfer und Tickets waren im Vorfeld von den unterrichtenden Lehrkräften organisiert worden, die ihre Kurse ebenfalls begleiteten. Alle an dieser Theaterfahrt teilnehmenden genossen sichtlich den Besuch dieses außerschulischen Lernortes und konnten durch die lebendige und kurzweilige Aufführung ihren Zugang zum Text vertiefen.
Wie jedes Jahr sind wir zur SV-Fahrt in eine Jugendherberge in Arnsberg gefahren, dieses Mal vom vierten bis zum sechsten Februar.
Die SV-Fahrt ist dazu da, um intensiv und vor allem mit mehr Zeit an Projekten zu arbeiten. Ein wichtiger Punkt sind auch unsere jährlichen Teamspiele, um uns besser kennenzulernen und um als Gruppe näher zusammen zu wachsen. Diese waren dieses Jahr besonders wichtig, da wir eine größere Gruppe denn je sind.
Unser erster Tag begann mit einigen Kennenlernspielen, um als Gruppe näher zusammen zu wachsen. Anschließend saßen wir in kleinen Arbeitsgruppen zusammen und arbeiteten an verschiedenen Projekten, wie Beispielsweise unserem Merch oder einer neuen Aktion für die Mittelstufe. Der Abend bestand aus einem Quiz, Kinderfotos erraten und Werwolf spielen.
Am Donnerstagvormittag haben wir zu einem großen Teil Reflektionsgespräche geführt, um zu erkennen, wie wir besser zusammenarbeiten können. Danach tat uns ein Spaziergang gut um die Köpfe frei zu bekommen. Nach dem Mittagessen setzten wir uns zunächst wieder in Gruppen zusammen. Darauf folgte eine gemeinsame Ermittlung unserer einzelnen Rollen in der SV.
Der traditionelle Ehemaligenabend startete kurz nach dem Abendessen. Nach einer großen Runde Werwolf spielten wir in zwei Gruppen Pantomime gegeneinander. Von Begriffen wie Maulwurf, über Fußball Ultras bis Defenestration war alles dabei.
Nachdem der letzte Morgen mit einem bunt gefärbtem Himmel startete, gab es eine letzte Reflektionsrunde, in der wir verschiedene Dinge besprachen, die uns gefallen, oder auch nicht gefallen haben oder auch, was wir im nächsten Jahr anders machen wollen.
Nachdem wir unsere Zeugnisse erhalten haben, wurden alle abgeholt und fuhren glücklich, aber auch müde zurück nach Hause.