Um das Lernen an unserer Schule zukünftig noch nachhaltiger und effizienter gestalten zu können, steht ein neues Unterrichtsvorhaben an: Das Konzept der Entdeckerklassen.
Es besagt, dass ab dem 2. Halbjahr der 5. Klassen, fortlaufend bis zum Ende der 6. Klasse, eines von vier unterschiedlichen Profilen pro Halbjahr angewählt werden kann. Planmäßig sind das ,,MINT+“, bei dem der Fokus auf den Naturwissenschaften und Kunst liegt, ,,Fremde Welten“, wo es um Geschichte und Kultur geht, die ,,Medienwerkstatt“, die den Umgang mit Medien, wie dem Fernsehen oder dem Radio näherbringt und letztendlich das ,,Zukunftslabor“, bei dem man sich intensiv mit dem Leben in der Zukunft beschäftigt.
Zur Entwicklung dieses Konzepts waren Herr Stark und Frau Henke auf einer qualifizierenden Fortbildung nach dem sogenannten Aachener Modell mit dem Fokus auf ,,Projektorientiertes Lernen“.
Herr Stark hat in einem Interview erklärt, wie dies effektiv bei uns genutzt werden sollte:
Hinweis: Ina befragt ihren am Archi tätigen Vater, daher die informelle Anrede!
Hier das Interview:
Ina: Was hat dich dazu motiviert, an dieser Fortbildung teilzunehmen?
Herr Stark: Ich bin generell am projektorientierten Lernen interessiert, da ich es als sehr spannend und effektiv ansehe. Besonders da man daran die verschiedensten Kompetenzen erproben und erwerben kann.
Ina: Welche neuen Erkenntnisse oder Methoden hast du durch die Fortbildung gewonnen und wie könnten diese in den Entdeckerklassen umgesetzt werden?
Herr Stark: Bei den Methoden vor allem die strukturierte Organisation von projektartigem Lernen. Natürlich hatte man diese auch schon vorher, aber durch die Fortbildung hat man nochmal einen praktisch intensiv erprobten und wissenschaftlich durchdachten Leitfaden mit an die Hand bekommen. So ist die Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Projekt, glaube ich, höher.
Zur Umsetzung in den Entdeckerklassen treffen Frau Henke und ich uns regelmäßig mit interessierten Mitgestalterinnen und Mitgestaltern und versuchen, das auf der Fortbildung erlernte Konzept passend für die Entdeckerklassen umzuändern und es möglichst gut umgesetzt zu bekommen.
Ina: Inwiefern kann man denn projektorientiertes Lernen in den Entdeckerklassen umsetzen?
Herr Stark: Dadurch, dass nach jedem Halbjahr höchstwahrscheinlich die Lerngruppen der Profile anders sind, macht aufeinander aufbauender Unterricht wenig Sinn. Da bieten sich Projekte besser an, sodass mit jeder neuen Lerngruppe auch ein neues Projekt starten würde.
Ina: Welche Vorteile siehst du für Schülerinnen und Schüler dabei?
Herr Stark: Neben den Inhalten, die erlernt werden, sehe ich ganz viele andere wichtige Kompetenzen, die für die Zukunft wichtig sind, wie z.B. das Recherchieren und Aufbereiten von Informationen, das kritische Hinterfragen oder besonders die Teamarbeit, die im traditionellen Unterricht eher kürzertritt. Im projektorientierten Lernen gestaltet die Lehrerin/der Lehrer, anders als traditionell, einzig einen Rahmen, auf dem die Schülerinnen und Schüler individuell, nach ihren Interessen, aufbauen können.
Ina: Gibt es Herausforderungen und Schwierigkeiten, die damit einhergehen?
Herr Stark: Absolut. Das Ganze wird sowohl für die Lehrerinnen und Lehrer, für die ein solch langfristiges Konzept etwas komplett Neues ist, als auch für die 5. Klassen, die sich noch in der neuen Schule zurechtfinden müssen, nicht leicht werden. Aber ich denke, das ist durch gegenseitige Unterstützung ausgleichbar.
Ina: Hast du konkrete Beispiele für Projekte, die in diesen Klassen geplant sind?
Herr Stark: Nein, noch nicht. Die den Profilen zugeteilten Lehrerinnen und Lehrer sind momentan in der Planungsphase für Oberthemen und deren Vorarbeit. Denn obwohl die Unterthemen von den Schülerinnen und Schülern selbst gewählt werden, müssen die Lehrkräfte natürlich die passenden Materialien und Informationsquellen stellen.
Ina Stark
Literaturkurs der Q1
Wie geht es weiter?
Am Montag, den 02.02.2026 wird es in der 1./2. Stunde das „Kick Off“ zu den Entdeckerklassen geben. Konkret heißt das, dass sich die „Entdeckerklassen“ der Jahrgangsstufe 5 (5A, 5C, 5D) in der Aula des Archigymnasiums treffen und Organisatorisches besprechen. Dann geht es in die einzelnen Profile, die in diesem Schuljahr von 6 Kolleginnen und Kollegen vorbereitet und/oder durchgeführt werden und lernen sich in dieser neuen Konstellation kennen.
Am Donnerstag, den 05.02.2026 findet in der 1./2. Stunde ein erstes Workshoptreffen direkt in den Profilen statt. Im Mittelpunkt steht dann die Themenfindung, genauer der Prozess zur Findung eines gemeinsamen Themas.
Im 2. Halbjahr findet diese Stunde im gewählten Profil immer montags in der 1. Stunde statt.
Wir sind alle gespannt und freuen uns auf die in den Profilen entstehenden Projekte und Produkte.
Herzliche Grüße
Marga Rita Bonelli






