Die Auszeichnung würdigt europäisch ausgerichtete Schulen, die sich besonders für eTwinning engagieren und dies bei ihrer Schulentwicklung berücksichtigen.
eTwinning-Schulen gelten als Leuchttürme und Inspirationsquelle für andere Einrichtungen. Die Auszeichnung honoriert den gemeinsamen Einsatz von Schulleitungen, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern. In der aktuellen Runde waren 17 deutsche Schulen aus sieben Bundesländern mit ihrer Bewerbung erfolgreich und können nun das eTwinning-Schulsiegel für zwei Jahre (2021/2022) führen. eTwinning, ein Angebot im Programm Erasmus+, ermöglicht die europäische Zusammenarbeit von Schulen über das Internet.
Gemeinsam ist allen prämierten Schulen, dass sie eine Vorbildfunktion einnehmen in Sachen digitales Lernen und Internetsicherheit. Sie verfolgen innovative pädagogische Konzepte und gestalten ein inklusives und kollaboratives Lernumfeld. Auch die Fortbildung des Lehrpersonals spielt eine wichtige Rolle, ebenso wie ein gemeinsamer Führungsstil.
Der WP II -Musik-Kurs der neunten Jahrgangsstufe von Frau Eisen führte von Mitte November bis Ende Februar in Zusammenarbeit mit dem Musikproduzenten Daniel Bolinger aus Ostönnen und initiiert von der Wirtschaftsförderung des Kreises Soest das Projekt „Warum klingen Songs in den Charts wie sie klingen? – Wir produzieren einen Hit“ durch. Der Kurs teilte sich dafür in zwei verschiedene Gruppen auf, die in fünf Tagen abwechselnd bei Herrn Bolinger und im Archigymnasium Songs entwickelten. Herr Bolinger leitete die Gruppen bei dem Zusammenschnitt an und half ihnen Ideen zu finden. Es entstanden dann vor den Weihnachtsferien zwei Songs, „Unique Eyes“ und “Die Tiere dieser Welt“.
Nach den Ferien verlängerte Frau Eisen das Projekt und forderte die Schüler auf, ein Musikvideo zu ihren Songs zu machen. In den Stunden im Lockdown arbeiteten sie sowohl mit einer Trickfilm- als auch mit einer Video-App.
„…Im Laufe der nun knapp zwei Jahre im „Darstellen und Gestalten – Kurs“ haben wir uns viel mit verschiedenen Musikrichtungen und der Theorie dahinter auseinandergesetzt. Wir haben Theater gespielt und uns an diversen Instrumenten versucht. Als wir erfuhren, dass wir unsere eigene Musik schaffen konnten, waren wir gespannt, denn über die Entwicklung der Songs bekommen wir meist nichts mit. Deshalb war es so spannend, hinter die Kulissen der Produktion zu schauen, mehr über diesen Beruf zu erfahren und einfach mal kreativ zu werden.
Was macht einen Hit aus? Wie entsteht er und wie kann man ihn produzieren? All das waren Fragen, die wir uns vor dem Workshop gestellt haben. Innerhalb drei Wochen schufen wir mit viel Geduld und Experimentierfreude in zwei Gruppen zuerst die Beats, den Bass, eine Melodie und nahmen schließlich unseren Text auf. Auch den Lockdown im Dezember konnten wir nutzen um kreativ zu werden, um unseren Text zu optimieren und mit Hilfe von ein wenig Improvisation uns selbst aufzunehmen.
Das Ergebnis sind „Tiere dieser Welt“, ein wirklich cooles Kinderlied über die Tiere dieser Erde, mit einem tollen Beat und einer eingängigen Message, und „Unique Eyes“, mit dem wir einen Hoffnungsschimmer in Corona- Zeiten schaffen wollten. Dabei haben wir mit einem technischen Touch der Liebesballade einen neuen Charakter verliehen.
Diese Erfahrung war völlig neu und aufregend, aber hat uns auch aus unserer Komfortzone geholt. Sie hat eine neue Perspektive geschaffen und gezeigt, mit wie viel Arbeit und Leidenschaft auch unsere Lieblingssongs entstanden sind. Um das Projekt abzurunden, haben wir mit Hilfe unserer Handykameras und viel Fantasie Musikvideos zu unseren eigenen Songs gedreht.“
Zum Abschluss noch einige weitere Stimmen aus dem Projekt:
„Ich musste meine Komfortzone doch einige Male verlassen und ich denke, man konnte viel lernen: über die Arbeit eines Produzenten, darüber Kompromisse zu finden und Details zu verbessern, sowie einfach mal kreativ zu sein.“
„Zu Beginn des Projekts hatte ich nur sehr wenig Ahnung davon, wie ein Song entsteht und produziert wird. Das hat sich stark verändert. Außerdem habe ich erkannt und auch gelernt, wie viel Arbeit und Planung hinter einem Song stecken kann.“
„Uns stand die ganze Welt der Musikproduktion offen … Immer wieder habe ich einen Ohrwurm von unserem Lied oder muss an die schöne Zeit mit meiner Gruppe denken.“
Auch in diesem Jahr nehmen wir auch wieder mit zwei spannenden Projekten am „3malE“- Schulwettbewerb teil. Dabei stehen wie immer die Themen Nachhaltigkeit und Energie im Mittelpunkt, denn als wichtige Querschnittsthemen berühren diese in der Schule nicht nur die MINT-Fächer.
Beim Projekt „Archidesign & Upcycling – Design-Bestickung nachhaltig produzierter Shirts & Pullover“ unserer SV steht das Upcycling von-T-Shirts und Pullover im Vordergrund. Hierzu ist auch schon ein Designwettbewerb angelaufen und gute Ideen gesammelt worden. Dies soll dazu beitragen, die Identifikation mit der Schule weiter zu erhöhen. Mithilfe des modernen Designs und einer Industrienähmaschine soll dann Kleidung durch Bestickung mit den Logos auf nachhaltig produzierte Rohware oder eigene Kleidung aufgewertet werden. Durch diese Aufwertung soll bewusst oder auch unbewusst eine längere Tragedauer der Kleidung ermöglicht werden, wodurch ein weiterer Beitrag zur Nachhaltigkeit entsteht.
Beim Projekt “Mikroklimamessungen im Lebensraum Hecke“ wollen Schüler*innen unserer Forscher- und Tüftler-AG die Hecken auf unserem Schulgelände genauer unter die Lupe nehmen und auch mithilfe von Umweltsensoren das Mikroklima dort genauer erfassen. Das unterschiedliche Mikroklima bietet ganz unterschiedlichen Pflanzen Chancen, sich dort anzusiedeln und schafft so eine hohe Artenvielfalt in diesem mal eher naturnah, mal eher naturfern gestalteten heimischen Ökosystem.
Der effiziente Einsatz von Ressourcen steht somit bei beiden Projekten im Fokus der Untersuchungen. 3malE möchte mit dem Wettbewerb Schülerinnen und Schüler dazu animieren, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Mehr Informationen zu diesem Wettbewerb findet sich hier:
Da ein Schüleraustausch in Corona-Zeiten nicht möglich ist, haben sich jetzt Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Archigymnasiums digital mit Jugendlichen aus dem französischen Laxou, einem Vorort von Nancy, getroffen und ausgetauscht.
Eigentlich ist der Besuch der Partnerschule in Briey/Frankreich im Frühjahr ein fester Termin im Austauschprogramm der Schule. Doch da in diesem Jahr Corona noch einmal einen Strich durch diese Reise macht, hat die Französischlehrerin Frau Lescher kurzerhand umdisponiert und die Begegnungen zwischen deutschen und französischen Jugendlichen coronakonform gestaltet. Damit die Schülerinnen und Schüler nicht auf die binationale Begegnung verzichten mussten, trafen sich insgesamt 28 Neuntklässler des Archis und einer französischen Schule in Nancy im Rahmen eines eTwinning Projektes der europäischen Kommission. Dabei lief (fast) alles wie auch bei einem „richtigen“ Treffen ab. Zunächst konnten sich die Jugendlichen nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten auf Seiten der Franzosen in einer Videokonferenz auf unterhaltsame und spielerische Weise kennenlernen. So haben die Schülerinnen und Schüler z.B. beim Montagsmaler-Spiel ihren Wortschatz in der Fremdsprache aktiviert und auch erweitert. Dann ging es in die Arbeitsphase. Die Teams erhielten die Aufgabe, deutsch-französische Pendants aus ganz verschiedenen Bereichen wie dem Sport, der Gastronomie, Film/Kino/Musik oder Sehenswürdigkeiten zu finden und sich gegenseitig vorzustellen. Dabei stand nicht nur die Kommunikation in der Fremdsprache im Vordergrund, sondern auch der Austausch über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. So fanden die Schülerinnen und Schüler neben recht offensichtlichen Gegenstücken wie der deutschen Brezel und des französischen Croissants und auch dem Brandenburger Tor und dem Louvre Kombinationen wie Currywurst und Tartiflette, Marco Reus und Kylian M’Bappé oder Helene Fischer und Angèle.
Abschließend lässt sich festhalten, dass das Zusammenarbeiten in den gemischten Schülergruppen und auch der das Projekt abschließende gemeinsame virtuelle Austausch den abgesagten Besuch in Briey ein bisschen vergessen machen ließen. Die Jugendlichen jedenfalls waren mit Eifer dabei und haben die Gelegenheit genutzt, die französische Sprache und Kultur auf diese Weise näher kennenzulernen.
Sich einmal wie die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fühlen oder als Umweltkommissar:in eines europäischen Mitgliedstaates die Geschicke der Europäischen Union lenken: Diese spannende Erfahrung wurde den Schüler:innen des SoWi-Zusatzkurses der Q2 durch das Planspiel „Europa macht Klima“ ermöglicht. Erstmals wurde dies pandemiebedingt rein digital durchgeführt.
Nach einer kurzen Einweisung in die Strukturen der EU und die Einführung in die klimapolitische Thematik wurde den Schüler:innen ihre Rollen in den Institutionen der EU, aber auch als Vertreter unterschiedlicher Lobbygruppen, zugewiesen. Nachdem sich jeder auf seine individuelle Rolle vorbereitet hatte, stellte die EU-Kommission einen Vorschlag für ein neues Asylgesetz vor. Daran anschließend wurde der Entwurf in weiteren informellen Absprachen mittels digitaler Gruppenräume diskutiert und zusätzlich eigene Ideen und Perspektiven miteingebracht. Im weiteren Verlauf entspann sich eine sehr eine lebhafte und hitzige Diskussion, die auch nach dem abschließenden Votum des Europäischen Rates weitergeführt wurde.
„Normalerweise denkt man, dass solche Deals in den Hinterzimmern der Macht ausgehandelt werden. Aber so konnten wir direkt nachvollziehen, welche Akteure darüber hinaus für die Abstimmungen relevant waren“, resümierte ein:e Schüler:in das realistische Szenario des Planspiels. Obwohl den Schüler:innen durch die digitale Variante eine hohe Konzentration abverlangt wurde, waren sich alle einig, dass dies eine sehr gelungene Methode war, politisch komplexe Prozesse erfahrbar zu machen.
„Hoffnung auf Arbeit“, aber auch „Angst“ und „Nervosität“ assoziierten einige Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9, wenn sie an das Thema Bewerbungen und Auswahlgespräche denken.
Damit diese Sorgen demnächst der Vergangenheit angehören, konnte im Rahmen der Unterrichtsreihe zur Berufsorientierung aufgrund einer fächerübergreifenden Kooperation der Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften eine wahre Expertin auf diesem Gebiet gewonnen worden. In einem digitalen Workshop stand Clara Keller, Personalentwicklerin bei Siemens, den Lernenden eine Doppelstunde lang Rede und Antwort rund um den Aufbau einer Bewerbung, dem Schreiben eines Lebenslaufes und der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch. Neben einigen lustigen Anekdoten aus dem Bewerbungsalltag erhielten die Archianer*innen aber auch zahlreiche, hilfreiche Tipps und Tricks für die Zukunft.
Das Fazit des Wokshops: Das Bewerbungsanschreiben sollte einfach, überschaubar und einfach vor allem authentisch sein – dann kann jeden Bewerbung gelingen.