Mit der Zunahme der Infektionszahlen nehmen auch die Unsicherheiten und Nachfragen zu, wann ein Kind vorsorglich nicht zur Schule kommen sollte und wie mit den Regelungen zu Isolation und Quarantäne umzugehen ist. Das Schulministerium hat die Vorgaben und Handlungsempfehlungen hierzu in Form von Schaubildern zusammengefasst:
Schaubild „Wenn mein Kind zu Hause erkrankt“
Schaubild „Quarantäne und Isolation“
Gemäß den Vorgaben der Test- und Quarantäneverordnung bestehen die Verpflichtungen zur Quarantäne und Isolation auch ohne ausdrückliche behördliche Anordnung.
In Isolation begeben müssen sich alle positiv getesteten Personen. Darüber hinaus besteht hier die Pflicht alle engen persönlichen Kontagte der letzten zwei Tage über das positive Testergebnis zu informieren. (Kontakt von mehr als 10 Minuten mit weniger als 1,5m Abstand ohne das beiderseitige Tragen einer Maske) Die Nutzung der Corona-Warn-App wird dringend empfohlen.
In Quarantäne begeben müssen ich ohne behördliche Anordnung die Kontaktpersonen, die mit positiv getesteten Person in einem Haushalt leben. Von dieser Verpflichtung ausgenommen sind:
– Personen mit einer Auffrischungsimpfung (Boosterimpfung)
– Personen die eine mittels PCR-Test nachgewiesene COVID-19-Infektion hatten und davor oder danach mindestens eine Impfung erhalten haben –
– Personen mit einer zweimaligen Impfung, bei denen die zweite Impfung mehr als 14, aber weniger als 90 Tagen zurückliegt
– genesene Personen, bei denen der die Infektion bestätigende PCR-Test mehr als 27, aber weniger als 90 Tage zurückliegt.
In beiden Fällen kann die Isolation bzw. Quarantäne über einen geeigneten PCR-oder Schnelltest frühzeitig beendet werden, sofern die betroffenen Personen zuvor min. 48h symptomfrei waren. Wir bitten in diesen Fällen, den Nachweis des negativen Testergebnisses vor Beginn des Präsenzunterrichts im Sekretariat vorzulegen.
Kontaktpersonen, die keine Haushaltsangehörigen sind sollen sich ebenfalls in Quarantäne begeben. Eine Verpflichtung hierzu können in diesem Fall aber nur durch Ordnungs- und Gesundheitsamt ausgesprochen werden. Es gelten die gleichen Ausnahmeregelungen wie bei den Quarantäneregeln für Haushaltsangehörige.
Die genauen Vorgaben finden Sie in der Corona Test- und Quarantäneverordung §13-§17
Wer in den letzten Wochen vor den Weihnachtsferien durch die kleine Pausenhalle gegangen ist, dem wird eine Leine mit mehreren roten Kärtchen und Schleifen aufgefallen sein. Wer sich dann in seinem Unterricht über eine der vielfältigen Aktionen der Lehrerinnen und Lehrer freuen durfte, der hatte schon bald vom „Lehrer-Adventskalender“ gehört. Für alle, die nichts von diesem neuen Projekt der SV mitbekommen haben, hier eine kurze Zusammenfassung.
Die Idee eines Lehrer-Adventskalenders wurde zum ersten Mal bei einer Schülerratssitzung von einer Klasse aufgebracht und bald schon von der SV geplant, sodass die Aktion pünktlich zum Advent starten konnte. Alle Lehrerinnen und Lehrer, die mitmachen wollten, konnten sich im Vorfeld dafür melden.
Pünktlich zum 1. Dezember wurde dann der selbst gebastelte Adventskalender in der kleinen Pausenhalle aufgehängt. An jedem Tag im Advent wurden die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Aktionen der jeweils für einen Tag gezogenen Lehrerinnen und Lehrer erfreut. Auch an Wochenenden wurde Lehrernamen gezogen, die dann am darauffolgenden Montag ihre Aktion durchführen konnten.
Die Vielzahl der Ideen reichte von Weihnachtspunsch und gebrannten Mandeln, über gemeinsames Singen und Tanzen bis hin zum Vorlesen von Weihnachtsgeschichten und versüßte, manchmal sogar wortwörtlich, den Lehrerinnen und Lehrern, als auch den Schülerinnen und Schülern die Weihnachtszeit. Bis zum Beginn der Weihnachtsferien konnten so insgesamt 21 Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Unterricht etwas vorbereiten, wovon dann fast jede Schülerin und jeder Schüler profitierte.
Als kleines Dankeschön zum Mitmachen gab es für die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer einen Schokoladen-Nikolaus. Wir als SV hoffen, dass der Adventskalender auch im nächsten Jahr Anklang findet, so zu einer festen Tradition in der Vorweihnachtszeit am Archi wird und den Schülerinnen und Schülern die Wartezeit vor Weihnachten verkürzt.
Nachdem das Soester Gloria Weihnachten 2020 nur rein digital stattfinden konnte, stimmten in diesem Jahr die Sängerinnen und Sänger des Archigymnasiums an Heiligabend wieder das traditionelle Weihnachtslied an. Mehr als drei Jahrhunderte hat dieser Brauch überlebt. Aufgrund der coronabedingten Auflagen war die Planung und Durchführung in diesem Jahr allerdings besonders herausfordern. Vielen Dank allen Lehrer*innen, Sänger*innen und Musiker*innen, die das Soester Gloria trotz der widrigen Rahmenbedingungen möglich gemacht haben.
Wie in jedem Jahr um diese Zeit haben sich auch jetzt wieder ausgesprochene Leseratten der Jahrgangstufe 6 einen spannenden Wettbewerb um den besten Vorleser der 6. Klassen am Archi geliefert. Und nun steht fest – Fenja Keppeler aus der 6b wird uns als Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels 2021 in der nächsten Runde vertreten.
Zum Vorlesen hatte sie einen Auszug aus dem Klassiker Odyssee von Homer ausgesucht. Mit den spannenden Abenteuern, die König Odysseus und seine Gefährten auf dem Heimweg aus dem Trojanischen Krieg erleben, hat Fenja ihr Publikum durch ihren fesselnden Vortrag in die Welt der Antike entführt.
Nur ganz knapp musste sich Freda Schladör (6c) geschlagen geben. Während ihres Vortrags aus dem Roman Harry Potter und der Halbblutprinz von J.K. Rowling verwandelte sie unsere Aula für einen kurzen Moment in einen Teil der Zauberschule Hogwarts.
Aber auch die anderen KlassensiegerInnen hatten die Bücher, aus denen sie vorlasen, gut gewählt, sodass es dem Publikum Spaß machte zuzuhören. Lewis Nemeth (6a) hatte einen Auszug aus Im Zeichen der Zauberkugel (Stefan Gemmel) gewählt, Lara Schiffer (ebenfalls 6a) trug eine Passage aus Kirsten Boies Ein Sommer in Sommerby vor. Teresa Janzen Gallego (6b) entführte in die Welt des Romans Lilith Parker – Insel der Schatten von Janine Wilk, während Hannes Flötotto seine Zuhörer mit den Abenteuern des Drachenreiters Eragon begeisterte.
Der Jury – bestehend aus Frau Pankoke-Blome, Frau Berg, Herrn Kessens und Niklas Romberg von der SV – fiel es nicht leicht, sich für nur einen Vortrag als den Besten zu entscheiden. Alle sechs VorleserInnen hatten durch ihr lebendiges und ausdrucksstarkes Lesen ihre Texte zum Leben erwecken und ihr Publikum begeistern können. Doch schließlich stand fest: Fenja wird in der nächsten Runde für unsere Schule wieder lesen.
Wir gratulieren allen sechs VorleserInnen ganz herzlich für ihre tollen Vorträge und drücken Fenja die Daumen in der nächsten Runde auf Kreisebene!
Die fleißige Arbeit des Französischkurses der jetzigen 9b und 9c von Frau Lescher ist mit dem eTwinning-Siegel für beispielhafte Internetprojekte belohnt worden. Nachdem unsere Schule bereits im letzten Jahr für ein solches Projekt ausgezeichnet worden ist, unterstreicht die erneute Verleihung des Siegels, dass das Archi den Titel eTwinning-Schule völlig verdient tragen darf.
In dem Projekt „Rendez-vous en Europe“ ging es den „Franzosen“ der beiden Klassen darum, unterschiedliche europäische Kulturen und Traditionen kennenzulernen. Weil dies, ganz ohne zu reisen, eine große, wenn nicht sogar eine unmögliche Herausforderung ist, haben sich die SchülerInnen auf eine digitale Reise in fünf europäische Länder gemacht und das Leben ihrer Altersgenossen in Portugal, Griechenland, Italien, Rumänien und der Ukraine kennengelernt. Sie haben Fotos, Texte und Videos über ihre Heimatorte, Schulen und Hobbies ausgetauscht und auch landestypische musikalische und kulinarische Spezialitäten präsentiert. Gesammelt wurden die Ergebnisse in einem umfangreichen eBook, in dem die SchülerInnen ihren Projektpartnern spannende Einblicke in ihren Alltag geboten haben.
Als gemeinsame Sprache haben alle SchülerInnen Französisch genutzt.
„Es ist hervorragend gelungen, das Projekt in den Französischunterricht zu integrieren und aktuelle Anlässe im Schuljahr aufzugreifen. Die enge Zusammenarbeit hat die Neugier der Jugendlichen auf die europäischen Nachbarn geweckt und ihre Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen gefördert“, lobte die Jury.
Über die Sachpreise für die Jugendlichen und € 300 für die Fachschaft Französisch und für weitere Projekte freuen sich jetzt alle.
Nachdem die Astronomie-AG mit dem letzten Ballonstart im Dezember 2019 nicht ganz die Zielsetzung der Mission erreicht hatte, wurde direkt ein erneuter Start in Angriff genommen. Dieses Mal sollte die Sonde sowohl Videos, aber auch Messdaten während des Fluges aufnehmen. Dazu wurde die Messelektronik komplett neu angefertigt, programmiert und mit LoRa-Technik ausgestattet, wodurch am Anfang des Fluges die Daten live an uns – das Astro-Team – gesendet werden sollten. Zu diesen gehörten zum einen Daten, wie Höhe, Temperatur und Luftdruck, aber auch die Zusammensetzung der Luft. Auch wurden neue Sponsoren gesucht, um die ganze Aktion zu finanzieren. Jedoch wurde die Planungsphase durch die Pandemie unterbrochen und musste erstmal auf Eis gelegt werden, obwohl die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen waren. Doch im Sommer 2021 ergab sich dann die Möglichkeit, den Ballonstart im Rahmen der Herbstakademie in Begleitung eines Workshops durchzuführen. Da mittlerweile die Mitglieder der ehemaligen Astronomie-AG die Schule verlassen hatten und ihr Studium begonnen hatten, bestand das Astro-Team nur noch aus Sophie Müller, Rajan Singh und Jendrik Weise, die ihre Semesterferien in Soest verbrachten, in Begleitung von Herrn Stark. Alle konnten Sophie zustimmen, wenn sie die Rückkehr damit begründete, dass es sehr schade wäre, wenn das Projekt nach der vielen investierten Zeit nicht zu Ende gebracht würde.
Der Workshop fand am Dienstag und Mittwoch, den 5./6.10. statt und richtete sich an die Fünft- und Sechstklässler. Er thematisierte die Grundlagen eines Wetterballons. Nach kurzer theoretischer Einführung und Vorstellung des Projekts, konnten die Schüler sich selbst als Ballon-Piloten ausprobieren. So planten und bauten sie in Zweier-Teams ihre eigenen „Mini-Wetterballons“ und auch einen etwas größeren Ballon mit Sonde, der einfache Messdaten sammelte. Die Schüler hatten viel Spaß beim Basteln und Tüfteln und freuten sich hinterher sehr über ihre eigenen Ballonmodelle.
Nach einer mehr oder weniger gelungenen Generalprobe am Donnerstag, bei der noch wichtige Feinjustierungen – besonders die Elektronik betreffend – durchgeführt wurden, war am Freitag der große Tag für das Astro-Team gekommen. Während der ersten vier Unterrichtsstunden wurden die letzten Vorbereitungen auf dem Sportplatz getroffen. Der Ballon wurde gefüllt und sicher mit dem Fallschirm und der Sonde verknotet und die Technik wurde ein letztes Mal überprüft. In der zweiten Pause war es dann soweit und die Halteschnur des Ballons wurde nach einem beeindruckenden Countdown im Beisein der versammelten Schülerschaft von uns gemeinsam durchtrennt und der Ballon erhob sich von Drohnen gefilmt in die Luft.
Nachdem sich der Sportplatz geleert hatte und alles weggeräumt war, wurde in Herrn Starks Auto die Verfolgung des Ballons aufgenommen. Durch eine Prognose der Route wussten wir, dass die Fahrt in Richtung Sauerland gehen würde. Im Auto wurde sehnsüchtig auf die erste Meldung des GPS-Trackers gewartet und nach einer Stunde ohne Signal stellte sich langsam Verunsicherung ein. Zur allgemeinen Erleichterung erhielten wir doch noch einen Standort der Sonde, der uns nach Drolshagen führte. Dort angekommen war die Sonde aber nicht aufzufinden. Nach mehreren Stunden der Suche, vielmaligem Klingeln bei den Anwohnern und sogar der Suche aus der Luft mit Hilfe einer Drohne, wurden wir immer noch nicht fündig. Doch unsere Aktion hatte einen Anwohner auf uns aufmerksam gemacht, der beobachtet hatte, wie ein Bauarbeiter die Sonde – die auf einer Baustelle gelandet war – kurz vor unserem Eintreffen aufgesammelt und mitgenommen hatte. Somit wurde klar, dass wir heute unsere Sonde nicht mehr wiederbekommen würden.
Wir machten uns also niedergeschlagen auf den Heimweg. Doch nicht etwa um uns ausruhen: Direkt am Montag wurde eine Suchaktion mit Unterstützung der lokalen Presse, des Fundbüros und der Anwohner gestartet. Diese zeigte auch prompt Erfolg. Ein Mitarbeiter der Wasserwerke meldete sich bei Herrn Stark und erklärte, dass er die Sonde gefunden und eingesammelt habe. Am Donnerstag wurde die Sonde dann durch unseren Drohnenpiloten Fabian Tschirbs (Q1) in Drolshagen abgeholt. Nun konnten endlich die Videos und die Messdaten ausgewertet werden. Diese wurden zum Abschluss den Teilnehmern des Workshops präsentiert, um zu zeigen, welchen Sinn der Wetterballon schlussendlich hatte und ihr Interesse für Projekte dieser Art zu wecken.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Projekt ein voller Erfolg war, wenn auch nicht immer alles perfekt geklappt hat. Durch Herrn Stark wurde es treffend als „eine Achterbahn der Gefühle“ beschrieben, das nach einem lehrreichen und auch spaßigen Workshop, einem fantastischem Ballonstart und einer nervenaufreibenden Suchaktion doch sehr zufriedenstellend endete und einige beeindruckende Fotos und Videos lieferte. Auch die Messwerte sind nicht zu vernachlässigen, wenn auch laut Rajan „natürlich keine bahnbrechenden Erkenntnisse gewonnen wurden, aber es trotzdem spannend war, eigene Messungen durchzuführen“.
An dieser Stelle gilt unser Dank unseren Sponsoren und Unterstützern, die das Projekt erst möglich gemacht haben. Zu nennen sind die Volksbank Hellweg, die Firma Ohrmann Montagetechnik, die Stadtwerke Soest und das Soester Stadtlabor – Vielen Dank!