Vom 16. bis zum 23. Oktober 2023 fand man in den Kursen der Q1 und Q2 insgesamt elf leere Stühle vor. Doch ein allzu großes Mysterium ist das Verschwinden der Jugendlichen gar nicht. Sie befanden sich für die gesamte Woche mitten in Ungarn und erkundeten gemeinsam mit ihren AustauschschülerInnen Budapest und Umgebung. Das Programm der Reise, welche unter dem Motto „Wasser“ stand, beinhaltete unter anderem ein Wassermuseum mit vorangehendem Workshop zum Thema Mikroplastik, in dem sie gemeinsam das große Themengebiet erarbeiteten und Fragen stellen konnten. Auch eine schwimmende Mühle und eine Aussicht von „Buda Castle“ auf die Stadt an der Donau- Budapest blieben nicht verborgen und während der Freitagabend mit Schifffahrt auf der Donau normalerweise das Wochenende eingeläutet hätte, schloss die Gruppe stattdessen mit einem produktiven und programmreichen Tag ab, der nach Besichtigung der Basilika und gemeinsamen Mittagessen auf dem Heldenplatz umgeben von architektonischen Bildnissen endete ab. Zwei Tage im Familienkreis später (ohne Schule und festes Programm) kam der Austausch -wenn der Abschied auch schwer fiel- am Flughafen der ungarischen Hauptstadt zu einem erfüllten Ende.
Da die Reisekosten zu großen Teilen vom Erasmus+ Projekt getragen werden, gibt es auch gewisse Anforderungen. Ein Produkt, welches am Ende der Reise Interkulturalität, Sprachaustausch und Nachhaltigkeit mit Bezug auf das Thema Wasser darstellen sollte. Die Gruppe entschied sich für einen bildbegleiteten Podcast. Auch die genaue Struktur des Produkts entwarfen die SchülerInnen selbst und entschieden zu welchen Themen sie ungarische BürgerInnen auf der Straße befragen wollten. Auf Grundlage derer Antworten entstand so ein informativer Vergleich von Nutzung von und Bezug zu Wasser.
Das Wochenende im Familienkreis blieb bei wenigen wirklich nur innerhalb der Gastfamilien, da die deutschen und ungarischen TeilnehmerInnen sich so gut verstanden, dass sie freiwillig Zeit miteinander verbrachten. Bei Aktivitäten wie einem Besuch in einem der berühmtesten Thermalbäder weltweit, im gigantischen ungarischen Parlament, dem atemberaubenden Zirkus Budapests und hoch oben in Klettergärten festigten sich so die bereits in Deutschland entstandenen Freundschaften. Viele der TeilnehmerInnen planen bereits Wiedersehen mit ihren neu gewonnenen Freunden und freuen sich uns auch in Zukunft von diesen berichten zu können.
Im Erdkunde Unterricht haben wir uns mit Entwicklungs- , Schwellen- und Industrieländern beschäftigt. Dabei haben wir uns mit den Ländern Malaysia, Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und zuletzt Indien genauer auseinandergesetzt. Dazu schauten wir uns eine Dokumentation über die Schule Mumbai High an. In diesem Artikel möchten wir einen Schulbesuch in einer indischen Schule im größten Slum Asiens mit einer deutschen Schule im Vergleich darstellen und euch erklären, wieso die Kinder dort so motiviert zum Lernen sind.
Da wir Erdkunde bilingual haben, gibt es jeweils einen deutschen und einen englischen Text. Wir wünschen Ihnen und Euch viel Freude beim Lesen!
„Unsere Schule ist absolut europäisch“, sagt Marga Rita Bonelli. Schon seit Jahren nämlich ist die europäische Idee am unserer Schule als integrativer Bestandteil des schulischen Selbstverständnis tief im Schulprogramm verwurzelt. Das zeigt sich nicht nur im Unterricht, sondern auch an den vielfältigen und länderübergreifenden Projekten, an denen unsere Schülerinnen und Schüler langfristig arbeiten. Dieses Engagement und auch den europäischen Gedanken haben wir nun anlässlich des Europatages am 9. Mai genutzt, um eine Woche lang Europa mit verschiedenen Aktionen, Informationsangeboten, regionalen europäischen Spezialitäten und Musik in der Pausenhalle zu würdigen. Zum Abschluss dieser bunten und vielfältigen Woche wurde die offizielle Auszeichnung des Archigymnasiums als Erasmus+ – Schule gefeiert. Diese Akkreditierung durch die Europäische Union sichert nicht nur die finanziellen Mittel und die langfristige Unterstützung europäischer Projekte, sondern ist auch der Lohn der langjährigen und umfangreichen Arbeit des gesamten Europateams am Archigymnasium. Arbeiten zum Thema „Our trees, our lives” – in Kooperation mit der Partnerschule in Thessaloniki – , der digitale Führer für nachhaltiges Reisen in unserer Region und der Partnerregion in Andalusien oder die Austausche mit ungarischen, griechischen und spanischen Partnerschulen sind nur einige der Projekte, die von den beteiligten Schülerinnen und Schülern während der Europawoche vorgestellt wurden. Stark nachgefragt waren auch Informationen zu den von der Schule organisierten dreiwöchigen Auslandpraktika in Irland und Spanien, die im vergangenen Sommer zum ersten Mal stattfanden. Nina (Q1), die ihr Praktikum in einem kleinen Unternehmen an der irischen Westküste gemacht und dabei wichtige betriebliche und kulturelle Erfahrungen gesammelt hat, fasst ihre Begeisterung so zusammen: „Ich habe so viele nette Menschen kennengelernt und weiß nun wirklich, was irische Gastfreundschaft bedeutet.“ „Sprachen verbinden“, weiß auch Frau Bonelli. Die Schülerinnen und Schüler am Archigymnasium sehen das genauso: „Das ist ein deutlicher Mehrwert für das weitere Leben“, fasst Maresa aus der 8d zusammen.
Schon seit vielen Jahren arbeiten wir als Archigymnasium zusammen intensiv und freundschaftlich mit unseren Partnerschulen in Utera (Spanien), Thessaloniki (Griechenland) und Budapest (Ungarn) an spannenden, länderübergreifenden Projekten. Jetzt wurde diese engagierte und ausdauernde Arbeit mit der Akkreditierung des Archi zur Erasmus+-Schule belohnt.
Projekte wie „Our trees, our lives” – geleitet von Frau Fait – oder der digitale Führer für nachhaltiges Reisen unter der Regie von Frau Richthoff sind nur zwei Projekte, die maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Für die Zukunft bedeutet diese Auszeichnung, dass wir unsere Austauschprogramme mit unseren europäischen Partnerschulen weiterhin mit finanzieller Unterstützung durch die EU durchführen können und auch Schülerpraktika im europäischen Ausland anbieten können. Insgesamt bietet sich die Möglichkeit einer noch breiteren Europa-Aufstellung im Rahmen unseres Erasmus+-Planes in den Bereichen Interkulturalität, Inklusion, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Wir freuen uns über diese Auszeichnung und bedanken uns bei allen, die durch ihre unermüdliche Arbeit zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Vom 15. – 22.08.2022 hatten wir Besuch von den Schülerinnen und Schülern des Fazekas Mihály Gimnáziums aus Budapest.
Am Montag haben wir unsere Austauschpartner getroffen und alle zusammen am Landheim gegrillt, um sowohl die Ungarn als auch die Deutschen näher kennen zu lernen. An den nächsten Tagen haben uns die Schülerinnen und Schüler in den Unterricht begleitet. Dabei waren sie voller Begeisterung und sehr fasziniert von unserer technischen Ausstattung und unserer lockeren und interaktiven Unterrichtsweise. Zudem haben wir auch gemeinsame Ausflüge unternommen, um mehr über die Umgebung und Teile des Ruhrgebiets zu erfahren. Wir waren in den Salzwelten, hatten eine kleine Führung durch Soest, haben mit einem Ranger den Möhnesee erkundet, die Zeche Zollverein bestaunt, das Museum Folkwang, das Nixdorf Museum und den Paderborner Dom besucht. Zwischendurch haben wir natürlich viel geredet – über die unterschiedlichen Lebensweisen, die Schule und auch über Zungenbrecher, was für viel Lachen gesorgt hat. Auch am Wochenende haben wir uns als Gruppe getroffen und beim gemeinsamen Klettern im Stadtpark viel Spaß gehabt. Nachdem wir am Sonntag dann in den Familien etwas unternommen haben, mussten wir uns schon am Montag von unseren Austauschpartnern verabschieden.
Es war eine wirklich schöne Zeit, die viel zu schnell umging, aber wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch in Budapest.
Hamarosan találkozunk Magyarországon! (Bis bald in Ungarn!)
Für die Gruppe: Nina Witte und Luisa Lutter (Q1), Katharina Nühse als Expertin für Ungarisch (Q2)