Wir freuen uns, mit Unterstützung des Fördervereins für das Kalenderjahr 2023 erstmalig den Archi Kunstkalender auflegen zu können. Der Familienkalender im Format 30 x 30 cm hat fünf Spalten für Eintragungen. Er begleitet Sie mit Zusammenstellungen künstlerischer Arbeiten sowie Einzelwerken von Schüler*innen verschiedener Jahrgangsstufen durchs Jahr. Ist uns das Gesehenwerden möglichst vieler Bildwelten unserer Schüler*innen ein besonderes Anliegen, so ist ein Jahr noch deutlich zu kurz, die bunte Palette des Kunstschaffens am Archi vollständig abzubilden. Mit Ihrem Kauf unterstützen Sie Folgeauflagen des Kalenders und den materialbasierten Kunstunterricht. Beleben Sie die heimische Galerie, bedenken Sie Freunde und Verwandte. Erworben werden kann der Kalender für 15,-€, ein Set von drei Stück für 40€. Die Kunstfachschaft nimmt Vorbestellungen ab sofort entgegen und informiert im Unterricht über den Verkaufsstart im Sekretariat.
„Warnung, diese Kunst kann verwirren, erhellen, aufregen und süchtig machen!“, steht auf den kleinen Schachteln, die die Größe einer Zigarettenpackung haben. Man kann sie für 4 Euro aus dem Zweischacht-Automaten an der Niederbergheimer Straße 9 – im „Vorgarten“ des Archigymnasiums – ziehen: Ein Schacht mit Werken überregionaler Künstlerinnen und ein Schacht exklusiv mit Archi-Kunst! Was die Käuferinnen bekommen, ist Zufall. Zeichnungen, Gemälde, Collagen, Objekte – alles, was in die Schachtel passt. „Es ist ein kleiner Kunstraum, in dem die teilnehmenden Künstler*innen in einer 5 mal 8 mal 2 cm großen Schachtel ausstellen“, so Lars Kaiser, Gründer des Projekts. In Potsdam ansässig, startete er 2001 mit einem Prototyp in Berlin. Seither organisiert, erstellt und verteilt er seine Kunstautomaten mit wachsendem Radius in Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Österreich und der Schweiz … und neuerdings auch in Soest!
Sichtlich beeindruckt und nachdenklich verließen die Schülerinnen und Schüler der Q2 die Aula ihrer Schule. Sie hatten in einem dreistündigen Zeitzeugengespräch mit Abba Naor von dessen Überleben zweier Konzentrationslager und des Todesmarsches von Dachau erfahren.
Die Geschichte seines Überlebens erzählt der 94-Jährige in einer Videokonferenz, die von der KZ-Gedenkstätte Dachau organisiert worden ist. Sein Bericht beginnt im litauischen Kaunus, wo er geboren wurde und als Teil der jüdischen Gemeinde in Toleranz und friedlichem Miteinander der Religionen und ethnischen Gruppen aufwuchs. Als kurz nach der Annexion Litauens 1940 durch die Sowjetunion und die deutsche Besetzung ab 1941 die Entrechtung und Ghettoisierung der jüdischen Bevölkerung begann, wurde auch die Familie Naor in das Ghetto Kaunus eingewiesen. Dort wurde der ältere Bruder Naors erschossen, weil er für die Familie Brot außerhalb des Ghettos kaufen wollte. „Aber die Hoffnung wollten wir niemals aufgeben“, beschreibt der 94-Jährige die Situation. Für Naor und seine Familie ging der Kampf ums Überleben weiter.
1944 wurde die Familie in das KZ Stutthof nahe Danzig deportiert. Hier sah er seine Mutter und seinen jüngeren Bruder zum letzten Mal, bevor sie nach Auschwitz gebracht und ermordet wurden. Er selbst überlebt die Arbeit in den Neben- und Arbeitslagern des KZs Dachau unter unvorstellbaren Lebens- und Leidensbedingungen und wurde nach einem mehrtägigen Todesmarsch nach Süden durch die Amerikaner befreit.
Immer wieder verlagert der Holocaust-Überlebende den Schwerpunkt seines Berichts auf das Leben und die Leiden der Kinder – erzählt aus der Perspektive seines eigenen Schicksals. So fragt er sich nach wie vor: „Was haben Kinder verbrochen? Sie sind unschuldig. Kinder werden in die Welt hineingeboren. Sie haben nicht die Freiheit, ihre Religion auszusuchen.“
Abba Naor ermuntert die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an seinen Bericht ihm Fragen zu stellen. So interessiert es die Jugendlichen, wie der Holocaust-Überlebende heute Antisemitismus und Rassismus erlebt. „Ich dachte, in meinem Leben würde ich keinen Antisemitismus mehr erleben. Was können wir dafür, in gewisse Lebensverhältnisse hineingeboren zu werden?“, drückt er sein Unverständnis dafür aus, dass Feindseligkeiten gegenüber religiösen oder ethnischen Gruppen auch heute noch zu beobachten sind. Dabei spricht er ohne Bitterkeit und lehnt aktuelle Gerichtsverfahren wie den Prozess gegen eine ehemalige KZ-Sekretärin mit dem Verweis ab, dass inzwischen zu viel Zeit vergangen sei. Eine Schülerin drückt ihr Erstaunen im Anschluss an das Zeitzeugengespräch so aus: „Es ist bewundernswert, dass Herr Naor meinte, gelernt zu haben, ohne Hass zu leben.“
Nach dem Krieg habe ihn neben Hass und Verbitterung vor allem Trauer und Traurigkeit bewegt, heute würden Freude und die Familie sein Leben bestimmen. Die damalige Zeit habe er aber nicht vergessen: „Ich wurde aus dem Lager befreit. Aber ich habe das Lager nie verlassen.“ Die jungen Leute fordert er auf, das Beste aus dem Leben zu machen und das Leben zu genießen. Eine Aufforderung, der nach diesem Bericht eine besondere Bedeutung bekommt. Ein Schüler fasst den Vormittag abschließend so zusammen: „Dass das wirklich alles passiert ist, ist einfach unvorstellbar. Deswegen fand ich es auch so beeindruckend, dass Herr Naor so glücklich erschien.“
Das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) hat uns heute (29.09.22) über das angepasste „Handlungskonzept Corona“ informiert und gebeten einen Elternbrief der Ministerin Feller weiterzuleiten. Den Elternbrief sowie das aktualisierte Konzept können Sie hier herunterladen (Elternbrief, Handlungskonzept). Die Menge der Änderungen ist überschaubar:
Das Infektionsschutzgesetz erlaubt es in der aktuellen Fassungen den Ländern eine Maskenpflicht in Schulen zu verfügen. Das Land empfiehlt das Tragen einer Maske und wird dieses verpflichtend machen, sofern das Infektionsgeschehen dies erfordert. In diesem Fall werden die Schulen darüber rechtzeitig informiert.
Das Land wird die aktuelle Teststrategie nach den Ferien nicht ändern. Es bleibt also bei anlassbezogenen häuslichen Testungen in Verantwortung der Elternhäuser. Die notwendigen Selbsttest stellt das Land NRW zur Verfügung. Schüler*innen, die mit typischen Symptomen in die Schule kommen werden in der Schule getestet, wenn keine schriftliche Bestätigung der Eltern vorliegt, dass am gleichen Tag ein negativer Selbsttest durchgeführt wurde.
Bereits zum vierten Mal hat die Stadt Soest an der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) teilgenommen. Sie fand vom 16. bis zum 22. September statt. Die EMW ist eine Kampagne der Europäischen Kommission und bietet Kommunen aus ganz Europa die perfekte Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.
Passend dazu haben Leonie Bitting und Yvonne Kaiser vom stadtLABOR Soest am 21.09.2022 das Soester Parklet „Grünes SOeFA“ unter dem Motto „Park statt Parken“ vorgestellt.
Wer es noch nicht kennt – das Parklet ist eine bepflanzte Sitzgelegenheit, die genauso groß ist wie ein normaler PKW-Stellplatz. Mit Hilfe eines Parklets kann man temporär einen Parkplatz in eine Sitzgelegenheit umwandeln und somit mehr Aufenthaltsqualität im Stadtraum erzeugen. Das Besondere am „Grünen SOeFA“: es ist auch intelligent!
An der digitalen Ausstattung des Parklets haben das Archigymnasium, drei Studenten der Uni Münster und das Perthes-Zentrum Soest mitgewirkt. Die gute Zusammenarbeit betonte auch der Bürgermeister Dr. Eckard Ruthemeyer, der die Veranstaltung eröffnete: „Für mich ist es großartig zu sehen, wie hier alle gemeinsam aktiv werden. Hier auf lokaler Ebene aber eben auch überregional.“
Was macht denn nun das „Grüne SOeFA“ intelligent? Es gibt ein eigenes Bewässerungssystem, das Soester Schüler vom Archigymnasium entwickelt und gebaut haben. Die kleinen Sensoren messen die Bodenfeuchte in den Blumenkästen. Wenn die Erde zu trocken ist, wird eine automatische Bewässerung gestartet.
„Es ist faszinierend zu sehen mit viel Herzblut und Enthusiasmus unsere Schüler ihre Idee einer Tröpfchenbewässerung in dem Projekt verwirklichen.“ Hannah Winkler, Projektkoordinatorin am Archigymnasium.
Doch die Bewässerung ist nicht die einzige smarte Technologie am Parklet. Es gibt eine kluge Vogelfutterstation: eine Waage erkennt, wie schwer der Vogel ist und eine eingebaute Kamera filmt den Vogel. Das ist noch nicht alles: eine künstliche Intelligenz wertet aus, welche Vogelarten das Häuschen anfliegen. Das Konzept entwickelten drei Studierenden der Uni Münster. In Zusammenarbeit mit dem stadtLABOR, der Uni Münster, dem Archigymnasium und dem Perthes-Zentrum Soest wurde die Futterstation zusammengebaut.
„Ich bin gespannt, ob Vögel auch eine smarte Futterstation auf einem beweglichen Parklet annehmen werden.“, Tom Niers von der Uni Münster.
Ab dem 27. September 2022 geht das Parklet in die Herbst-/Winterpause und wird im März 2023 wieder an einem neuen Standort in der Soester Innenstadt aufgestellt.