Am 09.03.2018 um 7:20 Uhr ging es für die Schüler der Klasse 6c los zum Schülerlabor in Bochum. Nach der ungefähr 45-minütigen Zugfahrt trafen die Schüler im Labor ein. Dort empfing sie die Laborantin Anja, die die 6c durch den Tag führen sollte.

Als erstes besprachen sie die Geschichte der Tinte. Die erste jemals benutzte Tinte war die Rußtinte. Sie bestand aus Ruß, Wasser und einem Bindemittel. Anja stellte ihnen noch eine weitere Tinte vor, die Eisen-Gallus-Tinte. Diese sollten sie später im Labor auch selbst herstellen. Die Geschichte der Tinte zog sich lang und am Ende stand der allseits bekannte Tintenkiller.
Im Labor bekamen die Schüler eine kurze Einweisung, dann konnten sie beginnen. Der erste Versuch bestand darin, destilliertes Wasser nachzuweisen. Die Schüler beträufelten destilliertes Wasser und Kupfersulfat mit einer Chemikalie. An der Farbe erkannten sie, ob destilliertes Wasser enthalten war.
Dem folgte eine weitere Reihe von Versuchen und ein leckeres Mittagessen. Nach der Pause wurde fleißig weiter experimentiert. Die Schüler erhitzten Tinte und erhielten dadurch destilliertes Wasser. Zurück blieben Farbstoff und Bindemittel.
Der nächste Versuch bestand darin, Eisen-Gallus-Tinte herzustellen. Als erstes wurde Eichenrinde zusammen mit einer Chemikalie erhitzt. Diese Masse wurde durch ein Sieb und danach durch einen Filter gegeben. Als letztes wurde Gummi Arabicum (Bindemittel) hinzugefügt und verrührt. Mit der  selbst hergestellten Tinte durften die Schüler mit Hilfe eines Bambusfüllers auf ein Blatt Papier schreiben.
Im nächsten Experiment füllten die Schüler verschiedene Tintenarten in Gefäße mit Tintenkillerlösung. Man konnte beobachten, dass die blaue Tinte ihre gesamte Farbe verlor. Die rote Tinte dagegen blieb, wie sie war, während die Eisen-Gallus-Tinte teilweise noch an Farbe gewann. Die Tintenkillerlösung mit der blauen Tinte benötigten die Schüler für den vorletzten Versuch. Hierbei mischten sie die Lösung mit Hefe und einer weiteren Chemikalie. Sie hielten ein Glimmstäbchen über die Flüssigkeit und siehe da, es begann wieder zu brennen. Dadurch stellten die Schüler fest, dass Sauerstoff freigesetzt wurde. Im letzten Experiment wurde ein Bunsenbrenner benötigt. Die Schüler legten Magnesiumstäbchen in destilliertes Wasser und wälzten sie danach einmal in Kupfersulfat, einmal in Tintenkillerlösung und einmal in Natriumsulfat. Die Flamme färbte sich beim Kupfersulfat sowie bei der Tintenkillerlösung orange, während sie beim Natriumsulfat grün wurde. Daraus schlossen die Schüler, dass in Tintenkillerlösung Kupfersulfat enthalten ist.
Nach diesem Experiment fuhren sie mit dem Zug wieder zurück nach Soest. 

Dieser Ausflug wird den Schülern wohl noch lange in Erinnerung bleiben. 
Highlights für die Schüler waren:
• Nachweis von Kupfersulfat in Tintenkillerlösung
• Nachweis von Sauerstoffbildung
• Schreiben mit Eisen-Gallus-Tinte
• Herstellung von Eisen-Gallus-Tinte
• Funktion von Rührfischen (Magnet)

Hanna Esser und Marlene Schnell